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ZF Friedrichshafen: Zoff um geplante Werkschließung in Lebring Österreich

Дата публикации: 20-04-2026 15:56:00

ZF Friedrichshafen will die Fertigung im österreichischen Lebring einstellen, es geht um rund 300 Arbeitsplätze. Der Betriebsrat des schwächelnden Autozulieferers geht dagegen auf die Barrikaden.

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ZF Friedrichshafen will die Fertigung im österreichischen Lebring einstellen, es geht um rund 300 Arbeitsplätze. Der Betriebsrat des schwächelnden Autozulieferers geht dagegen auf die Barrikaden.

20.04.2026, 17.56 Uhr

Schließung geplant: Im ZF-Werk in Lebring, Österreich, arbeiten etwa 300 Beschäftigte
Schließung geplant: Im ZF-Werk in Lebring, Österreich, arbeiten etwa 300 Beschäftigte

Schließung geplant: Im ZF-Werk in Lebring, Österreich, arbeiten etwa 300 Beschäftigte

Foto: Dominik Gigler

Beim Autozulieferer ZF Friedrichshafen gibt es Ärger um die geplante Schließung des Werks im österreichischen Lebring. Der Europäische Betriebsrat (EBR) des Unternehmens kritisiert die Pläne scharf und wirft dem Management von ZF in einer Pressemitteilung Mängel und Verstöße gegen geltende Mitbestimmungs- und Konsultationsrechte vor. Die Entscheidung, den Standort in der Steiermark zu schließen, sei dem Betriebsrat im Rahmen eines kurzfristig einberufenen Termins mitgeteilt worden.

„Wir haben in diesem Termin mit dem Zentralen Management energisch auf sämtliche rechtliche Fehler und Verfahrensverstöße hingewiesen“, so Oliver Moll, der Vorsitzende des Europäischen Betriebsrats. „Eine ordnungsgemäße, frühzeitige und inhaltlich fundierte Unterrichtung sowie eine zwingend erforderliche Abstimmung mit dem EBR haben nicht stattgefunden.“

Die Arbeitnehmervertretung lehne die geplante Schließung entschieden ab, heißt es in der Mitteilung. Die Schließung sei „angesichts der sehr guten wirtschaftlichen Kennzahlen des Standorts Lebring“ unverständlich.

Aus Sicht des Unternehmens wurden die relevanten Mitbestimmungsgremien rechtzeitig und in angemessener Form informiert und beteiligt, teilt dagegen ein Sprecher von ZF Friedrichshafen auf Anfrage mit. Der Beteiligungs- und Konsultationsprozess mit dem Europäischen Betriebsrat sei rechtzeitig eingeleitet worden, und er werde in den kommenden Wochen auf Grundlage der geltenden rechtlichen Vorgaben fortgeführt.

ZF hatte die Pläne zur Schließung des Standortes Lebring Mitte April öffentlich gemacht. In einem „anhaltend schwierigen Marktumfeld mit schwacher Nachfrage, geringeren Produktionsvolumina sowie geopolitischen und handelspolitischen Unsicherheiten“ plane, den Betrieb in Lebring zum 31. Dezember 2027 einzustellen.

„Die Analyse der Marktdaten, der mittelfristigen Nachfrage und der Standortstruktur zeigt klar: Für Lebring gibt es unter den gegebenen Rahmenbedingungen keine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive“, ließ sich Philip Schuster, Leiter Produktion der ZF-Division Chassis Solutions, in einer Mitteilung zitieren. „Ein Fortbestand wäre nur durch erhebliche Quersubventionen anderer europäischer Werke möglich.“

Optimistische Töne vom CEO

Das Werk Lebring mit rund 300 Beschäftigten fertigt unter anderem eine Hinterachslenkung und eine elektrische Wankstabilisierung, die überwiegend als Sonderausstattung in Fahrzeugen eingesetzt werden, so ZF.

ZF steckt tief in der Krise und hat konzernweit bereits einige Tausend Stellen gestrichen. 2025 war das Unternehmen vor allem wegen eines Sondereffekts beim Konzernumbau noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust verdoppelte sich auf 2,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Schon 2024 hatte der Konzern rote Zahlen geschrieben. Damals betrug der Verlust knapp über eine Milliarde Euro.

Der Konzern ist hoch verschuldet. Derzeit steht eine Nettoverschuldung in Höhe von 10,2 Milliarden Euro in den Büchern.

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ZF ist einer der weltweit größten Automobilzulieferer. Der Konzern gehört zu 93,8 Prozent der Zeppelin-Stiftung, die vom Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafens geführt wird. Das Unternehmen leidet wie viele andere unter der schwachen Konjunktur und der mauen Nachfrage – vor allem nach E-Autos.

ZF-Chef Mathias Miedreich (50) gab sich kürzlich allerdings optimistisch. Zwar würden 2026 und 2027 noch einmal schwierige Jahre, sagte er dem „Südkurier“. Aber: „Wenn wir den jetzt eingeschlagenen Kurs diszipliniert weiterfahren, werden wir Anfang 2028 sagen können, dass wir die Phase der Restrukturierung, des Stellenabbaus, des Sparens und der strikten Schuldenreduzierung hinter uns lassen können.“

cr

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Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 9.2. Источник: www.manager-magazin.de.