Nach dem Urteil gegen Meta und Google nimmt die Debatte um soziale Netzwerke wieder Fahrt auf. Wo vor 20 Jahren noch harmlos „gegruschelt“ und „angestupst“ wurde, geht es heute um Machtmissbrauch und Suchtgefahren. Ein Überblick über die einflussreichsten sozialen Netzwerke und ihre Geschichte.
Frisch gegrillt: Metachef Mark Zuckerberg kurz nach seiner Anhörung im Februar
Foto: Jon Putman / Anadolu Agency / IMAGODieses Urteil hat es in sich. In Kalifornien verklagte eine 20-jährige Meta (Facebook, Whatsapp, Instagram) und Alphabet (Google, Youtube). Die Frau ist nach eigenen Angaben in jungen Jahren wegen des aufmerksamkeitserregenden Designs der Apps süchtig geworden. Da sich die Klägerseite auf die Gestaltung der Plattformen und nicht auf deren Inhalte konzentrierte, war es für die Unternehmen schwieriger, eine Haftung abzuwenden. Eine Jury in Los Angeles verurteilte die Konzerne nun zur Zahlung von 6 Millionen Dollar.
In dem Prozess musste auch Meta-CEO Mark Zuckerberg (41) aussagen. Nach diesem Präzedenzfall drohen den Konzernen Sammelklagen, die die Welt der sozialen Netzwerke infrage stellen könnten. Anwälte verglichen das Urteil mit den ersten Erfolgen von Verbrauchern gegen die großen Tabakkonzerne in den 1990er Jahren. Die mit angeklagten Plattformen TikTok und Snapchat entgingen dem Prozess durch einen Vergleich mit der Klägerin im Vorfeld.
Der Erfolg von TikTok und Co. gründet sich vor allem auf die ständige Nutzung und der damit einhergehende Netzwerkeffekt: Dabei beeinflusst die Anzahl der Nutzenden einer Plattform deren Wertschöpfung für andere Nutzende. Die Masse wird zum entscheidenden Faktor. Netzwerkeffekte gibt es sowohl zwischen den Nutzern als auch zwischen Nutzenden und Werbetreibenden. Mit jedem neuen Nutzer kommen neue Inhalte für alle auf die Plattform. Je mehr mitmachen, desto schwieriger wird es, sich dem Treiben zu entziehen. Das manager magazin gibt einen Überblick über die Geschichte der größten Netzwerke, von denen viele längst wieder verschwunden sind.
Wer bei dem hochgepitschten „Uh-Oh“-Ton noch hellhörig wird, klagt altersbedingt womöglich schon über Rückenschmerzen beim Aufstehen. ICQ („I Seek You“), der Dienst zu diesem Ton, stammt vom israelischen Softwareunternehmen Mirabilis, das 1996 von Arik Vardi, Yair Goldfinger, Sefi Vigiser und Amnon Amir gegründet wurde. Der Türöffner zum Instant Messaging, wie wir es heute kennen, etablierte Israel damals als Start-up-Schmiede. Als eine der ersten Möglichkeiten, in Echtzeit mit anderen Nutzenden auf dem Desktop private Nachrichten auszutauschen, wuchs ICQ bis zur Übernahme von Mirabilis durch America Online (AOL) 1998 auf nahezu 12 Millionen Nutzende – AOL zahlte dafür rund 300 Millionen Dollar.
ICQ erreichte drei Jahre später seinen Zenit mit über 100 Milllionen registrierten Nutzenden. Klingt nach wenig? Damals gab es allerdings auch nur 500 Millionen Internetnutzerinnen und –nutzer weltweit. ICQ war damit ein Meilenstein fürs Instant Messaging. Konkurrierende Dienste wie auch AOLs eigener Messenger AIM holten allerdings schnell auf, und begruben ICQ mit ihrer neuen Technologie. Beim Kauf durch die russische Mail.Ru Group (damals Digital Sky Technologies Ltd) 2010 war der Messenger nur noch rund 200 Millionen Dollar wert, erfreute sich aber immerhin noch an 42 Millionen Aktiven. Der Sprung zur mobilen App-Version gelang dann aber zu spät. Der Anschluss war verpasst. 2024 wurde ICQ dann offiziell eingestellt.
Das seit 2020 von CEO Ryan Roslansky (48) geführte Netzwerk bringt seit jeher „LinkedIn-Warriors“ hervor, die ihre Key Learnings vom morgendlichen Stau im Berufsverkehr oder den hundertsten Insight über GenAI teilen. Über eine Milliarde Mitglieder weltweit zeichnen dort ihre beruflichen Laufbahnen nach, für das Geschäftsjahr 2025 schrieb die Plattform 17,8 Milliarden Dollar Umsatz. Reid Hoffman (58) gründete die Plattform im Jahr 2002 mit einem fünfköpfigen Team, im ersten Monat nach der Liveschaltung 2003 wurden bereits 4500 Mitglieder erreicht.
Glänzende Karriere dank LinkedIn: Mitgründer Reid Hoffman
Foto: Jason Alden / Bloomberg / Getty ImagesFür Hoffmann waren Netzwerkeffekte im Ausbau seines Unternehmens zentral – und wurden aktiv orchestriert. Die viralitätsbasierte Strategie ging auf: 2011 folgte der Börsengang an der New York Stock Exchange, Ende 2016 kaufte Microsoft LinkedIn für sagenhafte 26 Milliarden Dollar. LinkedIn blieb als eigene Marke und Organisation erhalten. Der Wert der Plattform findet sich für Nutzende primär in externen Netzwerken mit Personen außerhalb der eigenen Organisation. Studien legen sogar eine vergleichbare Nützlichkeit zum Netzwerken in Persona nahe.
Heute unter CEO Henning Röneberg (57) als Teil der New Work SE geführt, wurde das berufsbezogene soziale Netzwerk 2003 als openBC von Lars Hinrichs (49) mit Fokus auf Deutschland, Österreich und die Schweiz gegründet. Von 2006 bis 2024 börsennotiert, ist die New Work SE heute ein Tochterunternehmen von Burda Digital SE. Zur New Work SE gehören neben Xing auch die Jobplattform Kununu.
Deutscher Pionier: Lars Hinrichs gründete Xing
Foto: Marcus Brandt / dpa / picture allianceLaut Unternehmensangaben hatte Xing Ende 2025 noch 21 Millionen Mitglieder. Viele von ihnen nutzen die Plattform jedoch kaum, denn der Sog des Karrierenetzwerks LinkedIn ist übermächtig. Die New Work SE kündigte daraufhin eine Neustrukturierung vom sozialen Netzwerk hin zu einem Jobs-Netzwerk an – und entließ 2024 rund 400 Mitarbeitende. Ende 2025 folgte ein erneuter Stellenabbau mit 260 Streichungen. 2023, im vergangenen Jahr an der Börse, verbuchte New Work SE noch einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro, nur ein marginaler Rückgang zum Vorjahr. Rosig sieht es trotzdem nicht aus: Wie lange Xing sich neben dem global vernetzten Branchenführer noch halten kann, scheint nur eine Frage der Zeit.
Unter „The Facebook“ gründete Zuckerberg zusammen mit Chris Hughes, Dustin Moskovitz und Eduardo Saverin 2004 das Netzwerk für Harvard-Studierende, das binnen weniger Monate für sämtliche Eliteuniversitäten und zwei Jahre später für die gesamte Welt zugänglich war. Bereits 2008 hatte Facebook über 100 Millionen aktive Nutzerinnen und Nutzer und damit die meisten internationalen Konkurrenten überholt.
Auch er war schon jünger: Facebookgründer Mark Zuckerberg 2007 in Palo Alto
Foto: Paul Sakuma / APNach dem Börsengang 2012 nutzten eine Milliarde Menschen Facebook mindestens einmal im Monat. Heute ist das global größte soziale Netzwerk wohl ein Paradebeispiel für Netzwerkeffekte: Gerade durch die anfängliche Campus-Bindung entstehen direkte Effekte, die Facebook umso wertvoller machen, je mehr Studierende beitreten.
In späteren Phasen griffen indirekte Effekte, die wachsende Mitgliederzahl zieht Anzeigenkunden und Content-Creator an, die ihrerseits mehr Inhalte erzeugen und die Attraktivität für Nutzende und auch Werbetreibende steigern. Sinnbild ist Facebook jedoch auch für sein Potenzial als Echo-Kammer – geschlossene mediale Räume, die Botschaften verstärken und sie von Wiederlegung isolieren können. Kurz gesagt: Nutzende suchen Informationen, die ihre bereits existierenden Ansichten bestärken, und meiden solche, die ihnen widersprechen. Genau wie Filterblasen, die durch personalisierte Algorithmen entstehen, birgt das Phänomen die Gefahr von politischer Polarisierung und Bias.
Dass „Gruscheln“ dem Facebook-eigenen „Anstupsen“ so ähnlich sah, war wohl kein Zufall: 2005 von Ehssan Dariani (45) und Dennis Bemmann (48) nach dem Vorbild von Facebook gegründet, war das Studentenverzeichnis, kurz StudiVZ, das erste Online-Netzwerk für deutschsprachige Studierende, und Deutschlands am schnellsten wachsendes Internet-Start-up. Und zwar so schnell wachsend, dass sowohl Gründer als auch Server zwischenzeitlich überfordert waren. Die 2007 registrierten über eine Million Nutzenden wuchsen bis 2010 auf 16 Millionen an, zu den weiteren Plattformen zählten SchülerVZ und meinVZ. Doch fast genauso schnell ging es wieder bergab, als der direkte Konkurrent Facebook ab 2008 Deutschland eroberte. Der deutsche Kernmarkt von StudiVZ war zu klein. Nach der Übernahme der VZ-Netzwerke durch die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrink 2007 für geschätzt 80 Millionen Euro wechselten ein paarmal die Eigentümer, ehe 2022 der Stecker gezogen wurde.
Als unabhängiges Start-up 2005 von Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim gegründet, wurde die heute weltweit führende Online-Videoplattform ein Jahr später bereits für 1,65 Milliarden Dollar in Aktien an Google verkauft. Dort wird sie als Tochtergesellschaft und unter CEO Neil Mohan mittlerweile von Alphabet geführt. Schon 2006 wurde die Plattform als am schnellsten wachsende Videoseite im Web gehandelt und machte vorwiegend etablierten Fernsehsendern große Konkurrenz – nicht zuletzt durch die Etablierung einer neuen Art von Beruf und Ruhm. Was heute Content-Creator in den sozialen Medien sind, fußt maßgeblich auf den YouTubern und Bloggern von damals, die als Vorreiterinnen und Vorreiter für eine professionelle, plattformbasierte Selbstdarstellung und Monetarisierung fungierten. Auch die 2025 schätzungsweise 2,5 Milliarden monatlich aktiv Nutzenden profitieren von den Netzwerkeffekten: Je mehr Inhalte die Anbieter produzieren desto attraktiver die Plattform für Zuschauende. Im Jahr 2025 verbuchte YouTube einen Umsatz in Höhe von 60 Milliarden Dollar aus Abonnements und Werbung.
Mit laut Eigentümer Zuckerberg über 3 Milliarden monatlich aktiven Nutzenden etablierte sich der SMS-Ersatz als weltweit führender Messagingdienst. Was man nicht mit Geldscheinen zahlt, zahlt man hier offenbar mit Daten. WhatsApp pflegt seit 2016 einen äußerst läppischen Umgang mit Datensicherheit. 2009 wurde das Unternehmen von den ehemaligen Yahoo-Mitarbeitenden Jan Koum und Brian Acton gegründet und nur fünf Jahre später für 19 Milliarden Dollar in Cash und Aktien von Facebook gekauft.
Das Ziel waren die gewaltigen Datenbestände, die zwei Jahre später dank einer Aktualisierung der Datenschutzrichtlinien zu Meta wanderten, denn die Nutzer stimmten dem Teilen von Daten mit dem Mutterkonzern Meta zu. 2021 folgte eine weitere Aktualisierung, die Nutzenden die Möglichkeit nahm, dieses Teilen von Daten abzulehnen. Durch die irische Datenschutzaufsicht (DPC) folgten 2021 und 2023 Bußgelder wegen Verstößen gegen die Transparenzpflichten und die Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Zudem konnten erst Ende 2025 Forscherinnen und Forscher der Universität Wien in Zusammenarbeit mit SBA Research eine enorme Sicherheitslücke aufdecken, wonach die 3,5 Milliarden WhatsApp-Konten leicht identifiziert und ausgewertet werden konnten.
Die chinesische „SuperApp“ bündelt Messenger, Mobile Pay, E-Commerce, Mini-Programme und soziales Medium: Die dominierende Kommunikations- und Service-App bietet mit WePay auch eine der populärsten Zahlungsmethoden in China. Unter dem Namen „Weixin“ entwickelte das Internetunternehmen Tencent Holdings unter Gründer und CEO Ma Huateng 2011 eine Messaging- und Foto-Sharing-App, die 2012 als „WeChat“ auf dem internationalen Markt gelauncht wurde.
Durch die Verfügbarkeit von nahezu allen täglich benötigten Services in einer App entsteht ein starker Lock-In-Effekt: Schätzungen gehen von bis zu 1,4 Milliarden Nutzenden für 2025 aus. Doch ähnlich wie andere soziale Netzwerke in China fand auch die Entwicklung und Betreibung von WeChat unter strenger staatlicher Regulierung statt: Inhalte unterliegen einer starken Zensur, Konversationen werden auf politisch sensible Aussagen hin überwacht und entsprechend sanktioniert.
Die als datensicherer gehandelte Alternative zu WhatsApp genoss unter anderem Prominenz durch den Chat-Gruppen-Skandal der Trump-Administration vergangenes Jahr: Dort wurden Luftangriffe gegen die Huthi-Miliz im Jemen geplottet. Gegen die Dummheit, den The-Atlantic-Chefredakteur Jeffrey Goldberg in den Chat mitaufzunehmen, half allerdings auch sicherer Datenverkehr nichts.
Bis zu 100 Millionen Kunden im Monat: Signal-Chefin Meredith Whittaker
Foto: Joel Saget / AFPDie erste Signal-Version erschien 2014 im von Moxie Marlinspike 2013 gegründeten Open-Source-Projekt Open Whisper Systems. Daraus entstand 2018 Signal Messenger LLC, das in das gemeinnützige Projekt Signal Technology Foundation überführt wurde, seit 2022 geführt von Meredith Whittaker. Signal verwendet – wie auch WhatsApp – das Signal-Protokoll zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Der zentrale Unterschied in der Datensicherheit besteht in der weitaus geringeren Menge an durch den Dienst gespeicherten Metadaten seiner Nutzenden: Die Anzahl an monatlich aktiven Nutzenden bewegt sich Branchenschätzungen zufolge zwischen 70 und 100 Millionen.
Mit dem proklamierten Ziel des Schutzes der Privatsphäre und der Staatenunabhängigkeit gründeten Pavel und Nikolai Durov, die zuvor das russische soziale Netzwerk VK (früher „Vkontakte“) hervorgebracht hatten, 2013 mit dem Messenger-Dienst Telegram einen quasi rechtsfreien Raum. Durch die Weigerung von CEO Pawel Durow, jegliche Daten zu regulatorischen Zwecken zugänglich zu machen, ist der Dienst gerade in autoritären Staaten zur Information und Koordination von Oppositionsbewegungen beliebt.
Allerdings entsteht ebenso ein Nährboden für allerlei kriminelle Netzwerke, rechtsextreme Gruppierungen oder Verschwörungstheorien. In Chatgruppen mit teilweise Hunderttausenden von Mitgliedern wird sich über die Einsatzmöglichkeiten von illegalen Betäubungsmitteln, über Anschlags- und Gewaltfantasien ausgetauscht. Das könnte nun – nach einigem Hin und Her mit der russischen Justiz über die Jahre – doch noch schwerwiegendere Folgen für Durov haben: Der Kreml wirft ihm Terrorunterstützung vor. Diversen Berichten zufolge verzeichnet Telegram um die 90 Millionen monatlich aktive Nutzende im Jahr 2025.
„TikTok saw it first“ – Instagram und Co. scheinen immer ein paar Schritte hinter der von Global-CEO Shou Zi Chew (43) geführten ByteDance-Tochter zurückzubleiben, wenn es um die Distribution von Creator-Inhalten geht. Die Plattform wurde 2016 als DouYin in China gegründet – so ist sie heute noch dort bekannt – und 2017 als TikTok global gelauncht. Im selben Jahr kaufte ByteDance die 2014 gegründete Kurzvideo-Plattform Musical.ly und führte sie 2018 technisch mit TikTok zusammen.
Hat ihre Nutzer fest in der Hand: Die App TikTok gilt als suchtfördernd
Foto: Grichka BEYSSON-LEANDRI / Hans Lucas / picture allianceAlle Nutzeraccounts gingen auf die neue Plattform über, Schätzungen gehen für 2025 von bis zu 1,9 Milliarden monatlich aktiven TikTok-Usern aus. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurde ByteDance Insidern zufolge Anfang 2026 mit bis zu 550 Milliarden Dollar bewertet. Die App ist längst wesentliche Informationsquelle junger Menschen. Parteien tragen dort ihren Wahlkampf aus, Trends um Kochrezepte oder Buchvermarktungen tragen bis weit in den Alltag hinein. Erfolgsgeheimnis ist maßgeblich der plattformeigene For-You-Feed, getrieben durch einen KI-gestützten Empfehlungsalgorithmus, der in sehr kurzer Zeit eine stark personalisierte und kuratierte Content-Umgebung aufbaut, ohne dass Nutzende selbst eine Auswahl zu treffen haben.
Der faktisch endlos fortlaufende Feed macht das Verlassen der App schwer, gelinde gesagt – denn nicht nur in Los Angeles wird der Vorwurf des Suchtpotenzials gerichtlich ausgetragen. Auch die EU-Kommission sah Anfang Februar in einer vorläufigen Untersuchung von TikTok den Digital Services Act, und damit europäisches Recht, durch suchtfördernde Mechanismen verletzt.
Was 2003 als zutiefst frauenfeindliches Projekt mit dem Namen „Facemash“ in einem Hinterzimmer an der Harvard University begann und die Attraktivität von Studentinnen per Voting verglich, machte 2025 rund 200 Milliarden Dollar Umsatz.
Bis 2024 mit Meta verbunden: Sheryl Sandberg machte Facebook und Meta nicht nur groß, sondern auch mächtig
Foto: David Paul Morris / Bloomberg / Getty ImagesUrsprüngliche Orte der quasi persönlichen Vernetzung unter Menschen beherbergen heute die Diskurse der Welt, und mögen sie auch noch so verschwörerisch sein. Unter der operativen Führung von Sheryl Sandberg (56), die das Unternehmen im Jahr 2024 verließ, wuchs Metas Macht stetig. Zuckerbergs Family of Apps, bestehend u. a. aus Facebook, Instagram, WhatsApp und Facebook Messenger, verzeichnete 2025 aggregiert 3,58 Milliarden Nutzende – das sind über 40 Prozent der Weltbevölkerung. Mit der Namensänderung 2021 zu „Meta Platforms Inc.“ startet die langfristige Ausrichtung auf ein quasi allumfassendes „Metaverse“. Diese Pläne wiederum wurden soeben von Mark Zuckerberg begraben.