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Quartalszahlen: KI treibt Rechenzentren, Speicherpreise belasten Gerätehersteller

Дата публикации: 31-07-2026 04:52:15

In den vergangenen Stunden haben mehrere Tech-Schwergewichte ihre neuesten Quartalszahlen vorgelegt. Während Amazon, Microsoft und Samsung vom Ausbau der KI-Infrastruktur profitierten, mussten Apple, Qualcomm und Samsungs Mobilgeschäft wegen gestiegener Speicher- und Fertigungskosten Federn lassen. Meta investiert massiv in die eigene Infrastruktur, während auch Amazon sein Investitionsziel deutlich nach oben schraubt. Die Berichte zeigen: KI treibt die Nachfrage nach Hardware, verteuert sie aber zugleich, worunter andere leiden.
So will Amazon in diesem Jahr rund 220 Milliarden US-Dollar investieren. Der Konzern hob seine Prognose nach dem zweiten Quartal an, weil unter anderem steigende Speicherpreise die Kosten für den Ausbau der Rechenzentren deutlich erhöht haben. Zudem meldete man zusätzlich 54,2 Milliarden US-Dollar an Investitionen, was überwiegend dem Investment in den KI-Anbieter Anthropic geschuldet sein dürfte. Gleichzeitig wuchs der Umsatz von Amazon Web Services um 37 % auf 42,2 Milliarden US-Dollar. Insgesamt kletterte der Konzernumsatz erstmals binnen eines Dreimonats-Zeitraums über 200 Milliarden US-Dollar, während operativ starke 27,467 Milliarden US-Dollar eingefahren werden konnten. Das starke Wachstum übertraf jegliche Analysten-Erwartung, was Anleger mit einem deutlichen Kurssprung im nachbörslichen Handel belohnten.
Bei Microsoft stieg das Cloud- und Servergeschäft ebenfalls deutlich. Der Azure-Umsatz stieg im vierten Fiskalquartal 2026 um 43 %. Der Konzern investierte mehr als 41 Milliarden US-Dollar, wovon etwa zwei Drittel auf kurzlebige Anlagen entfielen, vorrangig auf CPUs und GPUs. Das eigene KI-Geschäft boomt ebenfalls. Microsoft 365 Copilot zählt mittlerweile über 30 Millionen zahlende Nutzer. Insgesamt setzte sich die Entwicklung des Konzerns weiter fort. Während man zuletzt einen Umsatz in Höhe von 86,7 bis 87,8 Milliarden US-Dollar prognostiziert hatte, wurden daraus jetzt 90,0 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 18 % im Jahresvergleich. Der Betriebsgewinn zog mit gleicher Geschwindigkeit an und erreichte 40,6 Milliarden US-Dollar. Netto blieben mit 35,8 Milliarden US-Dollar im Jahresvergleich sogar 31 % mehr übrig.{nozuna nzgallery}05fd77c6-e7bc-11ef-a756-000c2932240f{/nozuna nzgallery}
Die andere Seite kämpftAuf der anderen Seite der Rechnung sitzt dagegen Meta. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 28 % auf 60,8 Milliarden US-Dollar, davon entfielen 59,4 Milliarden US-Dollar auf Werbung. Gleichzeitig legten die Kosten und Ausgaben um 55 % zu, während die operative Marge von 43 auf 31 % sank. Meta investierte ca. 31,1 Milliarden US-Dollar, wodurch der Free Cashflow auf 784 Millionen US-Dollar schrumpfte. Für das Gesamtjahr plant Meta mit 130 bis 145 Milliarden US-Dollar an Investitionen. Die Infrastruktur wird bei Meta nicht als Cloud-Umsatz weiterverkauft, sondern muss sich zunächst über die Werbeplattform und neue KI-Funktionen rechnen.
Samsung bedient unter anderem die Lieferkette für KI. Die Device-Solutions-Sparte setzte im zweiten Quartal 127,5 Billionen Won um und erzielte 89,2 Billionen Won operativen Gewinn, was umgerechnet etwa 79,7 und 55,8 Milliarden Euro entspricht. Das Speicher- und Halbleitergeschäft meldete Rekordwerte, einen hohen Serveranteil sowie steigende Verkäufe von HBM4. Samsung verschickte zudem erste HBM4E-Muster an wichtige Kunden. Für die zweite Jahreshälfte erwartet der Konzern weiter starke Nachfrage nach Server-DRAM, Enterprise-SSDs und HBM und bezeichnet den Markt trotz teilweiser Abschwächung bei Smartphones und PCs als unterversorgt. Neben HBM4 sollen DDR5, SOCAMM2 und PCIe-Gen6-SSDs das Geschäft tragen. Im Mobilgeschäft sanken die Margen dagegen unter dem Druck höherer Komponentenpreise: Die MX-Sparte setzte 33,2 Billionen Won um und schrieb einen operativen Verlust von 0,7 Billionen Won und damit etwa 20,8 Milliarden, bzw. 440 Millionen Euro. Am Ende reichten 171,5 und 89,5 Billionen Umsatz und Gewinn für neue Rekordergebnisse, was umgerechnet fast 115, bzw. 60 Milliarden Euro entspricht. 
Apple und Qualcomm zeigen dagegen, wie dieser Kostendruck bei den Endgeräten ankommt. Apple steigerte den Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 um 16 % auf 109,4 Milliarden US-Dollar. Auf der Telefonkonferenz erklärte Tim Cook jedoch, der vermutlich zum letzten Mal den Earningscall mitbegleitete, dass Apple bereits seit drei Quartalen mehr für Speicher bezahle und weiter mit steigenden Preisen rechne. Teilweise hatte man diese ohnehin schon an die Kunden weitergegeben. Für das September-Quartal stellt der Konzern wegen Lieferengpässen und Wechselkurseffekten nur 9 bis 11 % Umsatzwachstum sowie eine Bruttomarge von 47 bis 48 % in Aussicht. 
Qualcomm meldete im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatzrückgang von 4 % auf 9,9 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz mit Smartphone-Chips fiel um 20 % auf 5,1 Milliarden US-Dollar, während Automotive um 61 % auf 1,6 Milliarden US-Dollar zulegte. Qualcomm nennt neben Wafern, Montage, Tests und Advanced Packaging ausdrücklich steigende Speicherkosten als Belastung und erwartet für Android-Handsets im Gesamtjahr einen ähnlichen Rückgang.
KI ist nicht für jedes Unternehmen eine Erfolgsgeschichte. Microsoft und Amazon können die Nachfrage nach Rechenleistung unmittelbar als Azure- und AWS-Umsatz abrechnen. Samsung verkauft die dafür benötigten Speicherbausteine, während Meta seine Investitionen über Werbung finanzieren muss. Apple, Qualcomm und Samsungs Mobilgeschäft stehen dagegen vor höheren Kosten oder sinkenden Stückzahlen. Der KI-Ausbau ist damit nicht nur eine Frage neuer Modelle, sondern eben auch eine Frage der Kapazität bei Speicher und Hardware. 

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Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 10.63. Источник: www.hardwareluxx.de.