BMW kappt wegen der Krise in China seine Prognose. Für die Autosparte hat der neue Vorstandschef Milan Nedeljković die erwartete Gewinnmarge halbiert. Der Konzern-Vorsteuergewinn soll „deutlich“ sinken. Die Aktie gibt stark nach
Der Autobauer BMW senkt seine Gewinnprognose für das laufende Jahr. Gründe seien die „negative Entwicklung in China“ und Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten, teilte BMW am Dienstag in München mit. Zudem werde das Unternehmen seine laufenden Kostensenkungen „durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen“ – dies belaste das Ergebnis im zweiten Halbjahr.
Für die Autosparte rechnet der Dax-Konzern in diesem Jahr nur noch mit einer operativen Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von 1 bis 3 Prozent. Bisher hatte das Management 4 bis 6 Prozent veranschlagt. Die BMW-Aktie stürzte am Dienstagmorgen gegenüber dem Xetra-schluss am Vorabend in der Spitze um 12 Prozent abwärts – erst bei knapp 60 Euro konnte sich das Papier auf einem Tief seit 2020 fangen. Zuletzt war der Abschlag dann noch 6,5 Prozent groß.
Zur Begründung führte das Unternehmen an, dass sich die negative Entwicklung im chinesischen Automobilmarkt im zweiten Quartal weiter beschleunige – insbesondere bei Autos mit Verbrennermotor. Der chinesische Herstellerverband habe seine Marktprognose für das Gesamtjahr mehrfach nach unten korrigiert, „dies führt zu einer intensiveren Wettbewerbssituation in China und in Ländern der Region Asien-Pazifik“, der sich BMW „nicht entziehen“ könne.
Zudem hielten die Auswirkungen des Konflikts zwischen Iran, den USA und Israel „entgegen den bisherigen Annahmen des Unternehmens“ weiter an. Die unverändert hohen Energiepreise steigerten die Unternehmenskosten, die aus dem Konflikt resultierende Unsicherheit belaste zunehmend das Konsumverhalten in zahlreichen Märkten weltweit.
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