Im Jahr 2021 kam ans Licht, dass Google seine Toolbar nicht länger anbietet. Die Programmgattung "Toolbar" ist ausgestorben. So nutzen Sie so eine Toolbar weiter.
Die Google Toolbar ist fort, was kaum jemand erinnert und quasi niemanden stört.
Foto: Google, iStock.com/sutlafk
Im Jahr 2021 kam ans Licht, dass Google seine Toolbar nicht länger anbietet. Die Programmgattung "Toolbar" ist ausgestorben. So nutzen Sie so eine Toolbar weiter.
Eine Neuigkeit aus dem Dezember 2021, die in ihrer Relevanz für die meisten Anwender unter "ferner liefen" zu verbuchen ist, war, dass Google seine Toolbar eingestellt hat: die Google Toolbar. Diese gibt es nicht mehr. Sie lässt sich nun seit bereits einigen Jahren nicht mehr herunterladen und installieren. Wir verraten Ihnen hier, was die Google Toolbar leistet(e), und wie Sie so ein technisches Konstrukt weiterhin nutzen.
Die Google Toolbar war eine Toolbar für ein paar wenige Webbrowser (Internet Explorer und Firefox), die sich darin in Form von einer horizontalen Werkzeugleiste unterhalb der Adressleiste zeigte. Dort konnten Sie in ein Eingabefeld Suchwörter eintippen, um sie an die gleichnamige Suchmaschine zu schicken; es gelang auf diese Weise, zu googeln. Ein paar Zusatzfunktionen kamen hinzu.

So sah die Installations-Webseite von Google für seine Toolbar einst aus (Quelle: archive.org).
Foto: COMPUTER BILD
Prinzipiell binden sich Toolbars als horizontale Werkzeugleisten in einen oder in mehrere Browser ein und erlauben es, dass Sie über sie dank eines Eingabefeldes Suchwörter an eine zugehörige Suchmaschine senden; es erscheint im Folgenden jeweils eine Suchergebnis-Webseite. Toolbars sind eine ausgestorbene Programmgattung: Es gibt sie in ihrer damaligen Form von etlichen Anbietern (Google, Bing, Yahoo, Ask) nicht mehr zum Download und sie funktionieren nicht mehr in Firefox, in Google Chrome taten sie das wohl noch nie. Im Internet Explorer liefen und laufen sie, doch ist dieser erstmals unter Windows 11 und im Nachklapp über ein Update unter Windows 10 ohne Weiteres startunfähig und er bildet für Toolbars somit kein valides Zuhause mehr.
Zu Firefox sind Toolbars mittlerweile inkompatibel, weil der Surf-Client seit dem Quantum-Update aus dem Jahr 2017 (Major-Release-Versionsnummern-Sprung auf die 57) Add-ons in Form von WebExtensions erwartet und Toolbars mit dieser Technik nicht dienen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob man bei ihnen ein Setup über eine dedizierte, schlanke XPI-Datei (Drag-&-Drop-GUI-Import aus dem lokalen Dateisystem) oder über einen kompilierten EXE-Installer versuchen würde, der sicherlich zu seiner Laufzeit ein XPI-File (temporär) entpacken würde.
Toolbars haben einige Nachteile inne, die ihren Sinn mehr oder weniger stark konterkarieren: Sie verbrauchen in einem Browser Platz und rauben ihn somit Webseiten; um Letztere vollständig zu sehen, fällt in einem Browser, der mit einer Toolbar versehen ist, häufiger Scrollen an. Des Weiteren benötigt solche Software Ressourcen (bei damaligen PCs war das zu einem Teil relevant, heute wäre so etwas vermutlich weitgehend irrelevant) und sie vermag zu spionieren beziehungsweise (theoretisch über GUI-Schalter deaktivierbar) "Call Home" zu betreiben, also online Daten an den eigenen Anbieter zu senden.
Hinzu kommt, dass man die Kern-Funktionalität auch browsernativ nutzen kann: Suchwörter an eine Suchmaschine schicken. Gängige Browser gestatten es, in ihre Adressleiste neben URLs Suchwörter einzutragen, die dann nach einem Druck auf die Eingabetaste an Google, Bing, Yahoo, DuckDuckGo et cetera übertragen werden.
Ein Aspekt, der praktisch nie erwähnt wird: Moderne Browser bieten vielfach optional, teilweise im Standard (eventuell hinzukommend verpflichtend) vertikale Tabs. Toolbars sind immer horizontal; vertikale Toolbars gibt es nicht.

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Der Browser "Pale Moon" mit einer Form von Google Toolbar – nicht unbedingt nötig, doch Nostalgiker könnten so etwas mögen. Trotz eines geringen Ressourcenverbrauchs von so einer Toolbar mag die Leistung von Pale Moon durch selbige sinken, auch bei einem schnellen PC.
Foto: COMPUTER BILD
Die Google Toolbar können Sie nicht mehr ohne Weiteres nutzen, mit Tricks aber indirekt in Firefox: und zwar in dem Firefox-Klon-/-Fork-Programm "
Pale Moon". Darin installieren Sie zu diesem Zweck einfach das Add-on "
Search Buttons Bar".
Die Search Buttons Toolbar ist eine Toolbar mit mehreren unterstützten Suchmaschinen, die zu nutzende Such-Engine (Google) legen Sie fest. Es stehen etwa Google, Bing, Yahoo, Ask, YouTube und Twitter (noch nicht X genannt) zur Auswahl bereit; einige Dienste sind auf der Webseite "
addons.palemoon.org/search-plugins/#google" mit einem Klick nachzurüsten.
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