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Inflation in den USA: Wie Trump und Big Tech mit Kinder-Konten Wahlkampf machen

Дата публикации: 07-07-2026 13:48:00

Mit steuerbegünstigten „Trump Accounts“ will der US-Präsident die private Altersvorsorge mit US-Aktien-Indizes fördern – und zugleich seine Fanbase stärken. Techunternehmen wie SpaceX und Dell spenden hohe Summen für die Accounts, Goldman Sachs verdoppelt die Beiträge für seine Angestellten. Doch wer profitiert konkret?

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„Trump Accounts“: 1000 Dollar Startguthaben für 500.000 Kinder
„Trump Accounts“: 1000 Dollar Startguthaben für 500.000 Kinder

„Trump Accounts“: 1000 Dollar Startguthaben für 500.000 Kinder

Foto: Mandel Ngan / AFP

1000 Dollar Startguthaben für Neugeborene in den USA: Mit einem neuen Altersvorsorgekonto namens „Trump Accounts“ verspricht US-Präsident Donald Trump (80), künftigen Generationen mehr Wohlstand. Sollte sich der Aktienmarkt weiter so gut entwickeln wie derzeit, könnten Kinder „sehr reich“ werden, gab Trum zum offiziellen Start des Programms eine etwas schlichte Losung aus. „Sie werden Hunderttausende von Dollar haben“, versprach Trump seinen Landsleuten, die derzeit weniger mit einem Überschuss auf ihrem Vorsorgekonto als eher mit einer hohen Inflation infolge des Iran-Kriegs hadern.

Die steuerbegünstigten Anlagen sollen Kindern nach Ankündigungen der Regierung langfristig Zugang zu Kapital verschaffen und mindestens bis zum 18. Lebensjahr in Indexfonds investiert werden. Der Plan war bereits im vergangenen Sommer mit Trumps Steuergesetz ausgerufen worden. Neue Dynamik bekam er im Dezember, als PC-Unternehmer Michael Dell (61) und seine Frau Susan (36) ankündigten, 6,25 Milliarden Dollar zu spenden, damit auch ältere Kinder „Trump Accounts“ bekommen könnten.

Den Dells schlossen sich zuletzt weitere prominente Unternehmer, vorwiegend aus der Tech-Szene an. So gab die Präsidentin und COO des Raumfahrtunternehmens SpaceX, Gwynne Shotwell (62) am Dienstag bekannt, dass sie und ihr Mann Anteile ihrer SpaceX-Aktien an knapp zwei Millionen Trump-Konten verschenken werden. Die Spende der Shotwells soll sich an Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren aus sozial schwächeren Gegenden richten, „mit einem besonderen Fokus auf diejenigen, die in der Nähe unseres Hauses in Zentraltexas leben“, teilte die SpaceX-Managerin auf X mit. Die Spende stelle einen beträchtlichen Teil von Shotwells SpaceX-Anteilen dar, wie das „Wall Street Journal“  berichtet.

Wie genau die Spende von Einzelaktien wie von SpaceX funktionieren soll, ist allerdings unklar. Zwar teilte das US-Finanzministerium vergangene Woche mit, dass philanthropische Aktienspenden auf die „Trump Accounts“ fließen könnten, allerdings schreibt das Steuergesetz vor, dass die Anlagen auf den Konten Aktien-Indizes abbilden müssen. Zum Start des Programms werden alle Spenden in den State-Street-SPDR-ETF und den ETF des S&P 500 investiert.

BlackRock, Goldman Sachs und Morgan Stanley verdoppeln Beträge für ihre Angestellten

Die „Trump Accounts“ funktionieren dann wie ein Rentenkonto und werden bis zur Volljährigkeit der Kinder von deren Eltern verwaltet. Neben dem staatlichen Startgeld von 1000 Dollar und den Spenden können auch andere Personen auf das Konto einzahlen, etwa Freunde und Verwandte oder die Arbeitgeber der Eltern. Die Einzahlungen können dabei im Markt investiert werden, ohne dass jährlich Steuern auf Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne fällig werden.

Das Geld soll so über Jahre „brutto“ weiterwachsen – steuerlich wird nicht laufend abgerechnet wie bei einem normalen Depot. Erst wenn das Geld später aus dem Konto entnommen wird, fallen laut den Plänen Einkommensteuern an.

Auch Arbeitgeber beteiligen sich inzwischen an den „Trump Accounts“. Laut CNBC haben unter anderem die Bank of New York Mellon, BlackRock, Charles Schwab, Charter Communications, Chime Financial, Chipotle, Comcast, Intel, JPMorgan Chase, Micron Technology, Robinhood und SoFi angekündigt, den staatlichen 1000‑Dollar-Startbetrag für die Kinder ihrer Beschäftigten zu verdoppeln. Auch Goldman Sachs und Morgan Stanley schlossen sich jüngst an.

Vor allem für wohlhabende Familien attraktiv

Ob sich das für Eltern aber wirklich lohnt, ist laut „Wall Street Journal“ fraglich. Die Zeitung schreibt, dass alternative Sparinstrumente wie 529-Pläne (für Bildung) oder klassische treuhänderische Depots in vielen Fällen flexiblere Verwendungsmöglichkeiten bieten und je nach Konstellation steuerlich günstiger sein können als die „Trump Accounts“. Die würden sich vorwiegend für wohlhabende Familien lohnen, die andere steuerbegünstigte Töpfe bereits ausgeschöpft haben und nun die spätere Altersvorsorge des Kindes frühzeitig aufbauen möchten.

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