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Keim-Alarm auf Neugeborenenstation - Frühchen stirbt an Infektion, 2. Baby in Lebensgefahr

Дата публикации: 22-08-2026 13:32:52

Nach einer Keiminfektion stirbt ein Frühchen, ein weiteres ringt um sein Leben.

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Keim-Alarm auf Neugeborenenstation: Frühchen stirbt an Infektion, 2. Baby in LebensgefahrAktuell befinden sich 8 Säuglinge auf der Station

In der Paderborner Frauen- und Kinderklinik St. Louise ist ein Frühgeborenes an einer Sepsis gestorben

22.08.2026 - 15:32 Uhr

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Paderborn (NRW) – Tragödie auf der Frühchenstation der St. Louise Frauen- und Kinderklinik: Ein Neugeborenes ist am Dienstag nach einer Infektion mit einem Enterobacter-Bakterium an einer schweren Blutvergiftung (Sepsis) gestorben. Ein weiteres Frühchen kämpft derzeit in kritischem Zustand um sein Leben.

Nach Angaben der Paderborner (NRW) Klinik wurde bei zwei weiteren Frühgeborenen der Erreger zwar nachgewiesen, Krankheitszeichen zeigen sie derzeit jedoch nicht.

Sicherheits- und Hygienemaßnahmen wurden erhöht

Auf der neonatologischen Intensivstation, wo die kleinsten und verletzlichsten Patienten versorgt werden, wurde das Bakterium entdeckt. Die Klinik ist in Alarmbereitschaft und reagierte mit verschärften Sicherheits- und Hygienemaßnahmen. Aktuell befinden sich acht Frühchen auf der Station. Neue Kinder werden nun nicht aufgenommen.

„Geplante Frühgeburten werden momentan an die Kliniken in Lippstadt und Bielefeld weitergeleitet. Kommt es aber doch zu einer ungeplanten Frühgeburt, kann die trotzdem bei uns stattfinden. Die Frühchen würden dann selbstverständlich in andere Räume kommen und nicht mit den infizierten Kindern zusammenliegen“, sagt die Klinik-Sprecherin Silke Sauerwein am Samstag zu BILD.

Die Nachricht vom Verlust des Neugeborenen hat auch die Klinikleitung tief getroffen. „Der Tod des Kindes erschüttert uns sehr. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten den Eltern und Angehörigen“, erklärten die Geschäftsführer Markus Funk und Sr. Bernadette M. Putz. Gleichzeitig werde alles dafür getan, das erkrankte Kind bestmöglich zu versorgen und die Ursache des Ausbruchs aufzuklären.

Ein Frühchen liegt unter blauem Licht in einem Inkubator (Symbolfoto)

„Der Zustand des zweiten Frühchens hat sich inzwischen zwar etwas stabilisiert, aber es ist damit noch nicht vollständig über den Berg“, sagt Silke Sauerwein. „Bei den beiden anderen infizierten Kindern gibt es zum Glück auch aktuell keine Krankheitssymptome.“

Gefährlich für die Kleinsten

„Das Bakterium ist bei uns in der Klinik in der Vergangenheit bisher noch nicht aufgetreten. Jetzt aktuell ist es das erste Mal“, sagt Silke Sauerwein.

Enterobacter-Bakterien gehören normalerweise zur menschlichen Darmflora und kommen auch in der Umwelt vor. Für gesunde Menschen sind sie meist ungefährlich. Bei besonders verletzlichen Patienten wie Frühgeborenen können sie jedoch schwere Infektionen auslösen, darunter Lungen-, Harnwegs- und Wundinfektionen sowie lebensbedrohliche Blutvergiftungen (Sepsis). Nach Angaben der Klinik handelt es sich nicht um einen multiresistenten Erreger.

Woher kam der Keim?

Wie es zu den Infektionen kommen konnte, ist bislang unklar. Bei der Aufnahme waren die Kinder noch nicht infiziert. Erst im weiteren Verlauf wurden die Bakterien festgestellt. Nun wird intensiv nach der möglichen Infektionsquelle gesucht. Auch wird untersucht, ob bei allen betroffenen Kindern derselbe Erreger vorliegt. Bei der Aufklärung arbeitet die Klinik nach eigenen Angaben eng mit dem Gesundheitsamt, Experten für Krankenhaushygiene und der Mikrobiologie zusammen.

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