Neue Zahlen zur Maskenbilanz von Ex-Gesundheitsminister Spahn: Rund drei Milliarden Stück wurden inzwischen ungenutzt verbrannt, weitere werden folgen. Auch die Kosten für die Entsorgung sind hoch.
Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) heizt den deutschen Steuerzahlern weiter tüchtig ein: Der Großteil der 5,8 Milliarden Schutzmasken, die Spahn mit seiner umstrittenen Einkaufstour zu Beginn der Coronakrise beschafft hat, ist mittlerweile ungenutzt verbrannt worden. Das geht aus Antworten der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen und auf eine Anfrage des SPIEGEL hervor.
Demnach landeten bisher rund drei Milliarden Masken in Müllverbrennungsanlagen, was zu Entsorgungskosten von acht Millionen Euro geführt habe. Bis Ende 2026 dürften demnach noch 85 Millionen Masken hinzukommen, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft. Dabei wird es kaum bleiben: Von den 5,8 Milliarden Masken, für die der Bund 5,9 Milliarden Euro ausgegeben hat, wurden nach seinen Angaben lediglich 2,12 Milliarden verteilt.
Beim Rest der nicht verbrannten, nicht verteilten Masken handle es sich zu einem wesentlichen Teil – 360 Millionen Stück – um »Masken, die Gegenstand laufender Verfahren sind«. Sie werden aus Gründen der Beweissicherung aufbewahrt, solange mit Dutzenden Maskenhändlern Prozesse um ausstehende Zahlungen des Bundes laufen. Auch von diesem Mund-Nasen-Schutz dürfte am Ende ein Großteil entsorgt werden, weil das Haltbarkeitsdatum überschritten ist.
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