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Feuerwehr im Kreis Mettmann: Warum die Brandwolke aus Belgien bis in den Kreis kam

Дата публикации: 19-08-2026 14:33:00




Ein brenzlicher Geruch hatte am Dienstag (18. August) viele Bürger im Süden des Kreises Mettmann alarmiert. Zeitweise musste die Leitstelle verstärkt werden. Doch warum trieb der Rauch aus Belgien hierher? Und was ist mit dem Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten?



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Feuerwehr im Kreis Mettmann Warum die Brandwolke aus Belgien bis in den Kreis kam

Luftaufnahme des Waldbrandes von Hürtgenwald. Auch an der deutsch-belgischen Grenze wurde der Brandrauch zur Belastung – und mit Süd-West-Winden in den Kreis Mettmann getrieben.

Luftaufnahme des Waldbrandes von Hürtgenwald. Auch an der deutsch-belgischen Grenze wurde der Brandrauch zur Belastung – und mit Süd-West-Winden in den Kreis Mettmann getrieben.

Foto: Sascha Thelen/dpa/Sascha Thelen

Kreis Mettmann · Ein brenzlicher Geruch hatte am Dienstag (18. August) viele Bürger im Süden des Kreises Mettmann alarmiert. Zeitweise musste die Leitstelle verstärkt werden. Doch warum trieb der Rauch aus Belgien hierher? Und was ist mit dem Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten?

Der brenzliche Geruch in der Luft beunruhigte viele Tausend Bürger im Süden des Kreises Mettmann am Dienstag (18. August). Einige Dutzend wählten deshalb den Notruf der Feuerwehr 112. Wie eine Sprecherin des Kreises Mettmann auf Nachfrage bestätigte, musste zeitweise die Besatzung der Leitstelle in Mettmann verstärkt werden, um alle Anrufer abarbeiten zu können. Dass über eine Warn-App die Erklärung für die dicke Luft geliefert wurde – es handelte sich um Brandgeruch aus den Waldbrandgebieten an der deutsch-belgischen Grenze und aus dem Raum Düren –, entspannte den Informationsbedarf nur ein wenig.

Am Tag nach der Notruf-Spitze gab es noch einmal aus der Leitstelle den vorsichtigen Hinweis dazu, wann der Notruf gewählt werden sollte. Dass man einen unerklärlichen Brandgeruch in der Nase hat, gehört selbstverständlich zu den Gründen, aus denen sich jederzeit Menschen auf der 112 melden dürften. Es wird nicht erwartet, dass jemand unmittelbar vor den Flammen steht oder genau benennen kann, woher der Rauchgeruch kommt. Da eine schnelle Reaktion der Einsatzkräfte nötig ist – zum Beispiel um einen Flächenbrand bereits im Entstehen einzudämmen –, nehme es niemand übel, dass aus Vorsicht einmal zu viel die 112 angewählt werde. Dass aber Bürger die Notrufleitung blockierten, um sich über den aktuellen Stand der weit entfernten Waldbrandgebiete auf den neuesten Stand bringen zu lassen, hat dann doch, vorsichtig formuliert, verblüfft. Hier verweisen die Verantwortlichen auf die Informationen in den Medien.

Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes erklärte am Mittwoch, wieso die Rauchwolke aus den Waldbrandgebieten plötzlich im Kreis Mettmann, in Köln, in Wuppertal und dem Bergischen Land deutlich wahrnehmbar war. „Da es bereits seit mehreren Tagen brennt, sind Feinstaubpartikel aus dem Feuer bis in höhere Luftschichten aufgestiegen“, sagte der Experte. Dort seien die Partikel mit einem Westwind am Kreis und den umliegenden Städten vorbeigetrieben worden. „Doch am Dienstag hat die Windrichtung in den unteren Luftschichten auf Südwest gedreht.“ Und damit kam die Rauchwolke direkt in die hiesige Region.

Der einsetzende Regen habe die Feinstaubpartikel nicht aufgehalten, sondern mitgenommen in Richtung Boden – und den Brandgeruch noch verstärkt. „Wer am Dienstagnachmittag draußen im Regen unterwegs war, konnte bemerken, dass der eine andere Konsistenz hatte“, so der Essener Meteorologe. Eben weil die Tröpfchen mit Feinstaub angereichert waren.

Was bedeutet das für das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten? Kerstin Effers von der Verbraucherzentrale NRW sagt: „Obst und Gemüse kann bedenkenlos verzehrt werden, wenn es vorher sorgfältig abgewaschen oder geschält wurde.“ Nur bei einer starken Aschebelastung rate zum Beispiel der Kreis Düren von einem Verzehr ab. Dies sei in den hiesigen Regionen jedoch nicht zu erwarten.

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