Die Freigabe der Mitgliedskarteien durch das US-Nationalarchiv hat das Interesse vieler Nachgeborenen neu geweckt: Was machte die Organisation so anziehend? Und warum trat Hitler selbst kurzzeitig aus?
Mitgliedsbuch Hitlers: Alleinherrschaft in der NSDAP
Foto:Georg Goebel / dpa / picture alliance
Unter der Last des Ansturms glühten die Server. Als das US-amerikanische Nationalarchiv Ende Februar mehrere Millionen erhaltene Mitgliedskarten der NSDAP im Internet frei und kostenlos zugänglich machte, war das Interesse groß. Und die Seite des Archivs zeitweilig schwer zu erreichen. Der Beinahe-Kollaps der Technik weist auf das große Bedürfnis der Nachgeborenen hin, zu erfahren: Waren meine Vorfahren womöglich Mitglied in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei?
NSDAP, diese fünf Buchstaben stehen synonym für das Naziregime; für Diktatur, Terror und millionenfaches Morden. Wer in der Partei war, so hat es den Anschein, hat mitgemacht. Hat sich zumindest mit dem Regime identifiziert. Womöglich sogar aktiv mitgewirkt an der Mordmaschinerie.
Der SPIEGEL hat Millionen Mitgliedskarten der NSDAP aufbereitet, sodass jede und jeder in der Datenbank suchen und recherchieren kann. Das Ziel: die Suche so komfortabel und sinnvoll wie möglich zu gestalten und zugleich Fehler zu minimieren. Jedoch ist keine Technik perfekt, mancher Datensatz unvollständig. Wir verstehen die Arbeit an der Nazi-Kartei daher als fortlaufenden Prozess. Wir werden das Recherche-Tool schrittweise erweitern und verbessern. Und wir werden Korrekturen und Erweiterungen transparent dokumentieren (alle Hintergründe hier ).
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