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Donald Trump: US-Regierung drängt Autobauer offenbar zu Waffenproduktion

Дата публикации: 16-04-2026 09:15:00

Das Pentagon drängt US-Industriekonzerne, in den „Kriegsmodus“ umzuschalten und Waffen zu produzieren. Dazu führe das Ministerium laut Medienberichten bereits konkrete Gespräche, etwa mit GM-Chefin Mary Barra und Ford-CEO Jim Farley.

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Autos oder Panzer? Die Vorstandsvorsitzende von General Motors, Mary Barra, befindet sich offenbar in Gesprächen mit dem Pentagon
Autos oder Panzer? Die Vorstandsvorsitzende von General Motors, Mary Barra, befindet sich offenbar in Gesprächen mit dem Pentagon

Autos oder Panzer? Die Vorstandsvorsitzende von General Motors, Mary Barra, befindet sich offenbar in Gesprächen mit dem Pentagon

Foto: Elizabeth Frantz / REUTERS

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump (79) will, dass Autohersteller eine größere Rolle bei der Waffenproduktion spielen, das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider .

Laut der New Yorker Zeitung hätten hochrangige Verteidigungsbeamte Gespräche über die Produktion von Waffen und anderen militärischen Gütern mit Topmanagern mehrerer Unternehmen geführt, darunter Mary Barra (64), der Vorstandsvorsitzenden von General Motors (GM) und Jim Farley (63), dem CEO von Ford. Ferner sollen auch der Turbinenhersteller GE Aerospace und der Fahrzeug- und Maschinenhersteller Oshkosh an den Gesprächen beteiligt gewesen sein.

Auf dem Weg zum Rüstungskonzern? US-Präsident Donald Trump spricht mit Fords geschäftsführenden Vorsitzenden Bill Ford (linkse) und CEO Jim Farley in einer Fabrik in Michigan

Auf dem Weg zum Rüstungskonzern? US-Präsident Donald Trump spricht mit Fords geschäftsführenden Vorsitzenden Bill Ford (linkse) und CEO Jim Farley in einer Fabrik in Michigan

Foto: Mandel Ngan / AFP

Die Gespräche seien zwar vorläufig, jedoch relativ umfassend gewesen, zitiert das „WSJ“ aus informierten Kreisen. Dabei sei es unter anderem darum gegangen, wie die Unternehmen bei der Produktion von Komponenten oder Teilen für verschiedene Waffensysteme helfen könnten – unter anderem durch den Einsatz fortschrittlicher Fertigungstechniken wie 3D-Druck.

Die Beamten des Kriegsministeriums hätten die Führungskräfte der Industrieunternehmen auch darum gebeten, Hindernisse für die Übernahme von Verteidigungsaufträgen zu benennen – etwa mögliche Hürden im Ausschreibungsverfahren. Unterschrieben sei bisher noch nichts, berichtet die „Financial Times“ .

Die Kriege in der Ukraine und in Iran zehren an den Lagerbestände der USA

Das Pentagon unter Kriegsminister Peter Hegseth (45) sei laut „WSJ“ besorgt um die „nationale Sicherheit“, da die Kriege in der Ukraine und in Iran die Lagerbestände aufzehrten. Deshalb dränge er die Unternehmen dazu, in einen „Kriegsmodus“ umzuschalten und die Regierung dabei zu unterstützen, die Waffenproduktion auszuweiten. Zuletzt hatte das Pentagon einen Antrag auf ein Budget von 1,5 Billionen Dollar gestellt. Der Antrag sieht massive Investitionen in die Munitions- und Drohnenherstellung vor.

„Seit mehr als 100 Jahren unterstützt GM die Sicherheit Amerikas sowie diejenigen, die unser Land schützen“

GM

GM ist bereits im Verteidigungsbereich aktiv und arbeitet mit dem US-Militär unter anderem an autonomen Fahrzeugen für den Verwundetentransport. Zudem beteiligt sich der Konzern an einem NASA-Projekt für ein neues Mondfahrzeug im Rahmen des Artemis-Programms, dessen Technologien laut „FT“ auch für militärische Anwendungen interessant sind. Diese Geschäftsbereiche machen bislang jedoch nur einen kleinen Teil des Gesamtumsatzes aus. Das Unternehmen betonte gegenüber der „FT“: „Seit mehr als 100 Jahren unterstützt GM die Sicherheit Amerikas sowie diejenigen, die unser Land schützen.“ Dieses Engagement werde fortbestehen, jedoch wolle man sich nicht zu Spekulationen äußern. Ford hingegen ist bislang nicht im Rüstungsbereich aktiv.

Die militärische Produktion in den USA wird heute weitgehend von wenigen großen Auftragnehmern dominiert. Zwar haben auch viele Unternehmen außerhalb der klassischen Rüstungsindustrie Verträge mit dem Pentagon, diese sind jedoch meist eher klein und betreffen oft nur spezialisierte Forschung oder einzelne Produkte.

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Die Umstellung der Industrie auf militärische Produktion ist in den USA nichts Neues. Bereits im Zweiten Weltkrieg stoppten die Automobilhersteller in Detroit die Herstellung von Autos und produzierten stattdessen Bomber, Flugzeugmotoren und Lastwagen – als Teil des sogenannten „Arsenals der Demokratie“ der USA.

Die Regierung unter Trump hatte US-Autohersteller ebenfalls zu ähnlichen Einsätzen bewogen. Zu Beginn der Pandemie kooperierten GM und Ford mit Medizintechnikfirmen und produzierten gemeinsam zehntausende Beatmungsgeräte.

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