Noch mehr Rekorde: Der Dax stieg am Mittwoch auf 26 573 Punkte. Auch die US-Börse zeigt sich gut gelaunt. Zur Hoffnung auf eine Lösung mit Iran kommt erneut KI-Fantasie.
An den Börsen herrscht weiterhin Rekordlaune. Erst vergangene Woche war der Dax über die 26 000-Punkte-Marke gesprungen, diese Woche Dienstag hat er zum ersten Mal die 26 500-Punkte-Marke geknackt und tags darauf bei 26 573 Punkten ein neues Allzeithoch markiert.
Auch die US-Indizes bewegen sich weiterhin nahe ihrer Rekordstände: Der amerikanische Dow-Jones-Index war vergangene Woche auf ein neues Allzeithoch gestiegen: 54 744 Punkte. Der S&P 500 kletterte – ebenfalls am 5. August 2026 – auf zuvor nie dagewesene 7 794 Punkte. Die Punktestände beruhen auf den in Dollar kalkulierten Indizes. In Euro gerechnet erzielten die Indizes ebenfalls Rekordhochs.
Spielraum für niedrige Zinsen und KI-FantasieGrund für die gute Stimmung in dieser Woche waren leicht rückläufige Inflationszahlen aus den USA und neuerliche Kursfantasien rund um KI (Künstliche Intelligenz). Am Mittwochnachmittag war es nach dem Dax-Rekord von 26 573 Punkten zunächst wieder nach unten gegangen. Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets stellte fest: „Den Sprung auf neue Bestmarken nach den US-Inflationsdaten nutzten einige Anleger dann doch für etwas ausgedehntere Gewinnmitnahmen.“ Auch wenn es damit keine Schlussrekorde gegeben hat, der Dax hat zum Abend wieder nachgegeben, sieht Lipkow nach wie vor „eine erkennbare Kaufdynamik an Europas Börsen“, die sich dieses Mal wieder verstärkt auf Technologie- und Rüstungswerte konzentriert habe. Aktien der Halbleiterbranche zum Beispiel erhielten hierzulande und europaweit frischen Auftrieb von starken Quartalsberichten und Ausblicken von US-Unternehmen mit KI-Bezug.
Am Markt hieß es außerdem, die niedrigere Inflationsrate in den USA gepaart mit den schwachen Arbeitsmarktdaten der Vorwoche gebe der US-Notenbank mehr Spielraum, ihre Geldpolitik beizubehalten. Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets schrieb: „Solange von der Zinsseite kein neuer Gegenwind kommt, spricht wenig dafür, dass die Käufer plötzlich die Segel streichen.“
Lage im Iran-Krieg weiter unklarWeiterhin spielen auch Hoffnungen auf eine baldige Lösung im Nahen Osten eine Rolle. Tatsächlich bleibt die Lage im Iran-Krieg jedoch weiter unklar. Der Ölpreis ging zuletzt leicht zurück. Nachdem der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent zu Wochenbeginn auf knapp über 90 Dollar gestiegen war, pendelte er zuletzt wieder bei rund 88 Dollar. Die Marktteilnehmer balancierten weiter zwischen Krisenmodus und Rekordlaune und hätten sich aktuell für Letzteres entschieden, resümierte Marktanalyst Timo Emden von Captrader.
Allzeithoch – und dann?Anlegerinnen und Anleger betrachten neue Höchststände oft mit gemischten Gefühlen. Wer bereits investiert ist, freut sich über die Kursgewinne, klar. Alle, die neu einsteigen wollen, fragen sich allerdings, ob sie nun damit auf die nächste Korrektur warten müssen – damit es billiger wird. Viele fürchten ohnehin, dass es nach fulminanten Anstiegen erst einmal wieder runter geht.
Tipp: Wer bei Höchstständen Angst hat einzusteigen, kann sein Geld in Tranchen aufteilen und scheibchenweise investieren. Allerdings war „All-in“ in den meisten Fällen besser, wie unser Beitrag Der richtige Einstiegszeitpunkt zeigt.
Tagesaktuell: Was an den Aktienmärkten passiert
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Tipp: In unserem Beitrag Wie Sie Ihr Depot am besten aufstellen finden Sie Ratschläge, wie Sie Ihre Geldanlage krisenfest machen können.
Lage an den Kapitalmärkten Hochstimmung an der Börse hält an freischalten
Der Dax legte schon im Juli eine gute Performance hin. Allein in diesem Monat machte er 2,5 Prozent plus. Im laufenden Jahr steht ein Plus von 7,5 Prozent zu Buche. Zum Vergleich: Der Weltaktienmarkt verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von rund 16 Prozent, die europäischen Börsen legten um 14,3 Prozent zu. Die Schwellenmärkte stiegen um knapp 24 Prozent. Über die Entwicklungen des laufenden Jahres informieren wir Sie tagesaktuell auf der Startseite unseres Fondsfinders.
Der Goldpreis war nach seinem Rekordhoch vom Januar zwischenzeitlich unter die 4 000-Dollar-Marke gefallen. Mittlerweile steigt er wieder. Auf Jahressicht steht für das Edelmetall ein Plus von knapp 34 Prozent zu Buche. Mehr unter Wie umgehen mit dem Auf und Ab bei Gold. Der folgende Chart zeigt tagesaktuell die Wertentwicklung bis zum Vortag.
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Die Zinsen sowohl für zweijährige als auch zehnjährige Bundesanleihen bewegen sich seitwärts, ähnliches gilt für die Zinsen der amerikanischen Staatsanleihen. Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die amerikanische Notenbank Fed ließen die Zinsen in ihren jüngsten Sitzungen unverändert.
Tipp: Mehr zur Investition in Anleihen lesen Sie im Beitrag Mit dem Bund auf Nummer Sicher.
Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Zinsen für deutsche und amerikanische Staatsanleihen.
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Während sich Gold wieder erholt, schwächelt der Bitcoin weiterhin. Im April und Mai ging es noch nach oben, doch nun hat die Kryptowährung diese zwischenzeitlichen Gewinne wieder abgegeben. Ihr Preis liegt deutlich unter dem Wert vom 7. November 2024, kurz nach der Wahl Trumps zum US-Präsidenten.
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Der Wert des Dollar gegenüber dem Euro hat sich stabilisiert. Vor einem Jahr war der Kurs ähnlich hoch wie heute.
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Fulminante Anstiege gehören zum Aktienmarkt genauso dazu wie Crashs und Korrekturen. Wegen der Schwankungen empfiehlt die Stiftung Warentest Aktien nur für die langfristige Geldanlage – also über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren, besser 15 oder 20 Jahre. In Zeiten starker Kursrückgänge ist es trotzdem nicht einfach, die Nerven zu behalten. Daher der Tipp: Stellen Sie sich bereits in guten Zeiten passend auf. Das sollten Sie tun:
Tipp: Im Beitrag Wie Sie Ihr Depot jetzt ausbalancieren erfahren Sie, wie Sie sich selbst und Ihren Risikotyp am besten einschätzen können.
Tipp: In unserer aktuellen Analyse Fünf Fallen der Geldanlage – und wie Sie sie vermeiden zeigen wir Ihnen die häufigsten Fehler, die einer gut gestreuten Geldanlage im Weg stehen – und wie man am besten damit umgeht.
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