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Jamal Musiala: Bayern-Star mit etlichen Rückschlägen seit April 2025

Дата публикации: 19-08-2026 12:59:33

Innerhalb weniger Tage bricht Jamal Musiala zweimal zusammen. Es ist nicht der erste schwere Rückschlag für den Bayern-Star in der jüngeren Vergangenheit.

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Erneuter Zusammenbruch

Musialas Odyssee nimmt kein Ende


19.08.2026 - 14:59 UhrLesedauer: 6 Min.

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Jamal Musiala: Die Sorge um den Bayern-Star ist nach seinen Zusammenbrüchen groß. (Quelle: IMAGO/Bernd Feil/M.i.S./imago)

Innerhalb weniger Tage bricht Jamal Musiala zweimal zusammen. Es ist nicht der erste schwere Rückschlag für den Bayern-Star in der jüngeren Vergangenheit.

Den Schritt an die Öffentlichkeit ging Jamal Musiala am Ende selbst. Womöglich blieb dem 23-Jährigen auch gar nichts anderes übrig. Zu viele Fragezeichen schwebten am Dienstagabend wenige Stunden nach dem Testspiel des FC Bayern beim 1. FC Heidenheim (4:2) über seinem Gesundheitszustand – und Münchens Sportvorstand Max Eberl hatte nach dem Schlusspfiff bereits angekündigt, dass Musiala zeitnah eine Stellungnahme abgeben werde.

"Das Wichtigste zuerst – mir geht es gut!", schrieb der Nationalspieler deshalb kurz darauf auf seinem Instagramkanal. Bei ihm seien "temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt" worden. Diese seien auf "neurologische Dysfunktion zurückzuführen" und könnten "zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim", erklärte er.

Sowohl im Testspiel gegen die Sachsen am Samstag (3:1) als auch nun gegen Heidenheim war Musiala kurz nach seiner Einwechslung auf dem Platz vollkommen unvermittelt zusammengebrochen. Die Sorge um den Ausnahmekönner ist dementsprechend groß, obgleich er betonte, "in bester medizinischer Behandlung und sehr optimistisch" zu sein. Unweigerlich markieren die Zusammenbrüche für ihn aber vor allem eines: einen weiteren Rückschlag in einer seit Monaten in dieser Hinsicht nicht endenden Odyssee.

Muskelbündelriss kostet Final-Four-Turnier der Nations League

Mit kleineren Blessuren hatte Jamal Musiala im Laufe seiner Karriere immer wieder mal zu kämpfen. Länger als wenige Wochen fiel er aber nie aus – bis zum April des vergangenen Jahres. Beim 3:1-Sieg der Bayern gegen den FC Augsburg zog Musiala sich einen Muskelbündelriss zu. Die Folge: eine Pause von rund zweieinhalb Monaten.

Im Video | Musiala meldet sich

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Quelle: dpa

Musiala verpasste somit das Saisonfinale mit dem FC Bayern und konnte unter anderem im Viertelfinale der Champions League nicht mitwirken. Die Elf von Trainer Vincent Kompany schied daraufhin gegen Inter Mailand aus. Auch das Final-Four-Turnier der Nations League mit der deutschen Nationalmannschaft kam für Musiala zu früh. Das DFB-Team verlor ohne den kongenialen Partner von Florian Wirtz beide Partien und wurde Letzter.

Bei der von der Fifa auf 32 Klubs aufgeblähten Klub-WM in den USA kam Musiala ab Mitte Juni dann aber wieder zum Einsatz und glänzte direkt als Einwechselspieler beim 10:0-Auftaktsieg der Bayern gegen Auckland. Drei Tore steuerte er bei und nährte damit die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison – für den FC Bayern, aber auch für ihn persönlich mit Blick auf die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko im Sommer 2026. Doch das Viertelfinalspiel gegen Paris Saint-Germain wurde zum Knackpunkt einer bis dahin vor allem von Höhepunkten geprägten Karriere.

"Ein echter Schock": Horrorverletzung bei der Klub-WM

Im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta lief Anfang Juli 2025 bereits die Nachspielzeit der ersten Halbzeit zwischen den Bayern und PSG, als sich die wohl bitterste Szene der Klub-WM ereignete. Nach einem Steckpass von Michael Olise sprintete Musiala im Strafraum Richtung Ball, wurde aber von Paris-Verteidiger Willian Pacho geblockt und vom herausstürmenden Torhüter Gianluigi Donnarumma abgeräumt. Dabei traf der Schlussmann seinen Gegenspieler so ungünstig, dass dieser sich schwer am Bein verletzte und mit einer Trage vom Platz gebracht werden musste.

Einen Tag später gaben die Bayern dann die Diagnose bekannt. Musiala habe sich "im Rahmen einer Sprunggelenksluxation eine Fraktur des Wadenbeins zugezogen", hieß es. Der Offensivakteur werde der Mannschaft lange nicht zur Verfügung stehen. "Diese schwere Verletzung und der lange Ausfall sind ein echter Schock für Jamal und uns alle", sagte Sportvorstand Max Eberl. "Das trifft den FC Bayern" – sportlich wie menschlich, wie der 52-Jährige verdeutlichte.

Für Musiala begann im Anschluss an eine Operation eine monatelange Reha. Tag für Tag schuftete er für sein Comeback. "Ich glaube, man lernt viele Sachen während einer Verletzung", versuchte er im Oktober 2025 in einem Vereinsinterview der Situation etwas Positives abzugewinnen. "Ich sehe zum Beispiel, wie viel Spaß man sonst hat und wie sehr ich den Fußball liebe." Man habe zudem Zeit, in Ruhe zu schauen, was man alles besser machen könne. "Auf dem Platz hat man diese Zeit ja nicht, über alles nachzudenken. Und natürlich will ich noch besser zurückkommen", so Musiala.

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Das schien ihm zunächst auch zu gelingen. Bereits im Dezember trainierte Musiala wieder mit der Mannschaft. Wenige Wochen später stand er erstmals wieder bei einem Pflichtspiel auf dem Rasen. Beim 5:1-Auswärtssieg zum Rückrundenstart gegen Leipzig wechselte Kompany Musiala wenige Minuten vor Schluss für Serge Gnabry ein. Der Rückkehrer bedankte sich prompt mit dem Assist zum Endstand durch Michael Olise und schrieb kurz darauf in einem Instagram-Beitrag: "Ich bin dankbar für jede Sekunde."

Zwangspause vor der WM: Musiala verpasst letzte Testspiele

Sukzessive erarbeitete sich Musiala über den Januar und Februar hinweg dann weitere Einsatzminuten. Beim 4:1 über Borussia Mönchengladbach Anfang März durfte er erstmals wieder eine Partie über die volle Distanz absolvieren und erstmals seit seinem Comeback wieder über einen eigenen Treffer jubeln. Wenige Tage später erzielte Musiala auch beim 6:1 bei Atalanta Bergamo im Achtelfinale der Champions League ein Tor.

Der Höhenflug war jedoch nur von kurzer Dauer. Nur einen Tag nach der Partie bei den Italienern verkündete der FC Bayern, Musiala laboriere "an einer Schmerzreaktion am im Sommer verletzten, linken Sprunggelenk". Für die Nummer zehn der Münchner bedeutete dies eine erneute Zwangspause, die auch Einfluss auf die deutsche Nationalmannschaft hatte.

Der damalige Bundestrainer Julian Nagelsmann verzichtete für die Partien gegen die Schweiz und Ghana auf Musiala – und das, obwohl sie die letzten Testspiele vor der Kadernominierung für die WM darstellten. Musiala hatte zu diesem Zeitpunkt zudem seit einem Jahr nicht mehr für Deutschland gespielt. Nagelsmann machte seinem Schützling hinsichtlich seiner Fitness dementsprechend Druck.

"Er hat nicht mehr so viel Zeit. Das steht außer Frage", sagte Nagelsmann auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen die Schweiz in Basel angesichts der nahenden Weltmeisterschaft. "Ich traue es ihm zu, dass er auf hundert Prozent kommt. Er hat jetzt noch acht Wochen."

Bei der WM nur noch ein Schatten seiner selbst

Anderthalb Monate später stand Musiala dann tatsächlich auf der Kaderliste der Nationalmannschaft für das Turnier in Übersee. Nagelsmann sah den gebürtigen Stuttgarter nach einigen weiteren ordentlichen Auftritten im Bayern-Trikot offenbar bereit für die WM. Doch bereits das letzte Testspiel gegen die USA zeigte, dass Musiala weiter mit Fitness und Form zu kämpfen hatte.

Während er beim 4:0-Erfolg in Mainz gegen die für die Weltmeisterschaft nicht qualifizierten Finnen noch traf, machte die Partie gegen den WM-Gastgeber deutlich, dass er gegen ambitioniertere Gegner nicht an das Leistungsniveau früherer Tage anknüpfen konnte. Musiala wirkte gehemmt, war über weite Strecken der Partie kein Faktor, auch wenn er das entscheidende 2:1 durch Leroy Sané einleitete.

Dennoch erklärte Nagelsmann im Nachgang im DFB-Interview, dass Musiala "immer besser in Tritt" komme. "Er braucht aber noch ein bisschen Zeit. Er hat noch eine Woche, dann ist er bei 100 Prozent. Da mache ich mir keine großen Sorgen."

Doch mit dieser Einschätzung lag der DFB-Coach letztlich daneben. Zwar konnte sich Musiala zum Turnierstart gegen den WM-Neuling Curaçao in die Torschützenliste eintragen, doch schon in den beiden darauffolgenden Partien gegen die Elfenbeinküste und gegen Ecuador agierte er wieder unglücklich, war phasenweise komplett abgemeldet.

Im Sechzehntelfinale gegen Paraguay vertraute Nagelsmann in der Startformation dann plötzlich auf Deniz Undav anstelle von Musiala. Deutschland schied letztlich im Elfmeterschießen aus, auch wenn der später eingewechselte Bayern-Profi sich noch mit am stärksten gegen die Niederlage stemmte und seinen Versuch vom Punkt verwandelte. An einer entscheidenden Erkenntnis änderte dies aber nichts: Musiala hatte zuvor nie wirklich ins Turnier gefunden und war fußballerisch nur als ein Schatten seiner selbst aufgetreten.

Nach dem WM-Aus: Musialas Neustart erst einmal vertagt

Das enttäuschende Abschneiden bei der WM und seine eigene Leistung schienen anschließend an Musiala zu nagen. "Wir alle wollten bei diesem Turnier mehr, viel mehr", schrieb er kurz nach dem Aus auf Instagram. "Das gilt natürlich genauso für mich. Selbst nach Tagen ist es noch schwer, an irgendetwas anderes zu denken oder diese Worte zu schreiben."

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Gleichzeitig versuchte er, den Blick nach vorn zu richten. "Wir müssen jetzt Energie tanken und aus dieser Enttäuschung lernen", betonte Musiala und dürfte damit in erster Linie sich persönlich gemeint haben. Nach einem bezüglich der körperlichen Gesundheit schwierigen Jahr symbolisierte die WM für ihn nun zusätzlich einen mentalen Tiefpunkt – auch weil der Eindruck sich verfestigte, dass mit der Verletzung gegen Paris die für ihn eigentlich charakteristische Leichtigkeit auf dem Platz verloren ging.

Die neue Spielzeit wäre nun der ideale Zeitpunkt für einen Neustart gewesen – für das DFB-Team, aber vor allem für Musiala. Sein Gesundheitszustand macht ihm jetzt aber erst einmal einen Strich durch die Rechnung. Die Odyssee geht weiter.

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