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Batteriegröße, Kosten, Versicherung: E-Auto-Kauf: Achten Sie nicht nur auf die Prämie

Дата публикации: 09-03-2026 09:51:14

Der Staat fördert wieder, Händler geben zusätzlich Rabatte. Sich jetzt ein E-Auto zu kaufen, ist verlockend. Doch was ist beim Umstieg zu beachten? Sieben Tipps.

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Dank der E-Auto-Förderung wird der Kauf eines neuen Elektrofahr­zeugs für einige attraktiv, die bisher noch Verbrenner gefahren sind. So können Sie sich als Erst­käufer für den Besuch im Auto­haus vorbereiten.

1. Batteriegröße wählen

Je kleiner die Batterie­kapazität, desto güns­tiger die Anschaffung. Für die Masse der Auto­fahrer reicht eine mitt­lere Batteriegröße. Denn laut Studien fahren mehr als 90 Prozent der Auto­fahrer an Werk­tagen weniger als 50 Kilo­meter. Für tägliche Stadt­fahrten reichen daher Batterien mit 40 bis 55 Kilowatt­stunden. Für den Mix aus längeren und kürzeren Stre­cken sind 60 bis 77 Kilowatt­stunden sinn­voll. Für regel­mäßige Lang­stre­cken empfehlen sich Kapazitäten von mehr als 80 Kilowatt­stunden.

2. Echte Reich­weite kennen

Die Herstel­ler­angaben für Reich­weiten wurden unter Laborbedingungen gemessen. Im Alltag liegen sie meist um 20 bis 35 Prozent darunter. Ein Auto mit 400 Kilo­metern Normreich­weite schafft real also häufig nur 260 bis 300 Kilo­meter. Auto­bahn­fahrten erhöhen den Strom­verbrauch um 30 bis 50 Prozent. Winterkälte reduziert die Reich­weite um etwa 20 bis 35 Prozent. Bevor Sie eine Batterie wählen, sollten Sie also über­legen: Wie hoch ist meine jähr­liche Fahr­leistung? Und wie weit geht die längste typische Einzel­fahrt?

Lang­stre­cken im Blick behalten

Planen Sie auf Reisen von mehr als 500 Kilo­meter Lade­pausen ein. Wir raten, den Lade­zustand auf der Auto­bahn nicht unter 10 bis 15 Prozent sinken zu lassen und Lade­pausen von etwa 20 bis 30 Minuten einzuplanen. Fahr­zeuge mit rund 150 Kilowatt Lade­leistung können dabei ungefähr 80 bis 120 Kilo­meter Reich­weite nach­laden. Eine Über­sicht über Ladesäulen bieten Apps einschlägiger Strom­anbieter oder der ADAC.

3. Strom­kosten vergleichen

Am güns­tigsten ist das Laden zu Hause, etwa über dynamische Stromtarife. Der Haus­halts­strom­preis lag im ersten Quartal 2026 im Schnitt bei knapp 31 Cent pro Kilowatt­stunde. Bei einem Verbrauch von 18 bis 22 Kilowatt­stunden pro 100 Kilo­meter entstehen Ihnen Energiekosten von etwa 5,60 bis 6,80 Euro pro 100 Kilo­meter.

Laden Sie an öffent­lichen Wechsel­strom-Ladesäulen, kostet das 35 bis 55 Cent pro Kilowatt­stunde, an Gleich­strom-Schnell­ladesäulen sind es sogar 55 bis über 80 Cent. Wer nur öffent­lich lädt, vergibt einen großen Teil des Vorteils gegen­über Verbrennern.

4. Lade­möglich­keiten zu Hause prüfen

Die Verbraucherzentralen raten, Lade­möglich­keiten vor dem E-Auto­kauf verbindlich zu klären. Seit der Reform des Wohnungs­eigentums­gesetzes 2020 haben Eigentümer Anspruch auf die Installation eines Lade­punkts auf eigene Kosten. Mieter können ihn grund­sätzlich vom Vermieter verlangen. In der Praxis verzögern schwache Haus­anschlüsse oder Abstimmungen in Eigentümergemeinschaften jedoch oft eine Installation.

5. Strom aus der Wall­box verwenden

Für gemeinschaftliche Lade­anlagen entstehen Kosten zwischen 3 000 und 15 000 Euro, die auf ihre Nutzer umge­legt werden. Für Eigenheim­besitzer ist eine Wall­box mit 11 Kilowatt Lade­leistung der Stan­dard. Sie lädt eine Batterie mit 60 Kilowatt­stunden in etwa sechs Stunden voll auf. Wallboxen mit einer Leistung von mehr als 3,7 Kilowatt müssen Sie beim Netz­betreiber anmelden. Die Installation kostet zwischen 800 bis 2 500 Euro. Das Laden über herkömm­liche Schuko-Steck­dosen ist keine gute Idee, warnen Fach­verbände – die Dosen sind nicht für eine Dauer­belastung ausgelegt.

Nicht vergessen: Batterien altern!

Neben den Lade­zyklen setzen auch Zeit­ablauf, Hitze und Kälte der Batterie zu. Üblich sind Garan­tien von mindestens 70 Prozent Rest­kapazität nach acht Jahren oder 160 000 Kilo­metern. Im Alltag sollte der Lade­zustand zwischen 20 und 80 Prozent liegen. Den Wagen voll­zuladen empfiehlt sich nur vor langen Reisen. Gleich­strom-Schnell­ladesäulen lieber nur im Ausnahme­fall nutzen. Auch Lang­zeit­parken bei Hitze oder Frost mit voller Batterie beschleunigt den Verschleiß. Ein Batterietausch außer­halb der Garantie wird teuer und kostet je nach Modell 8 000 bis 20 000 Euro. Informieren Sie sich also schon beim Kauf des Fahr­zeug, wie teuer ein Austausch werden könnte.

6. Den richtigen Versicherungs­schutz wählen

In der Kfz-Haftpflichtversicherung werden Elektro­autos behandelt wie andere Fahr­zeuge auch. Wichtig: Im Voll­kasko-Schutz sollte ausdrück­lich auch die Batterie als versichertes Bauteil einge­schlossen sein. Und − die Pannen­hilfe nicht vergessen: Ein Fahr­zeug mit leerer Batterie muss abge­schleppt werden. Vergleichen lohnt also! Geeignete Tarife finden Sie in unserem Test von Autoversicherungen.

7. Alle Kosten einbeziehen

Wann lohnt sich ein E-Auto finanziell gesehen? Laut ADAC können Elektro­autos in der Kompakt­klasse bei etwa 15 000 Kilo­metern Jahres­fahr­leistung und über­wiegendem Laden zu Hause güns­tiger sein als Benziner. Die Wartung ist meist billiger, da Ölwechsel entfallen und Bremsen weniger verschleißen.

Tipp: Wie Sie günstig mit selbst erzeugtem Strom fahren, den Lade­vorgang smart steuern und das E-Auto als Stromspeicher nutzen, steht in unserem Ratgeber Umstieg aufs Elektroauto (256 Seiten, 39,90 Euro; E-Book: 36,99 Euro). Plus: Alles Wissens­werte zu den Themen Finanzierung, Versicherung, Steuern, THG-Quote.

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