Eine Touristin beschwerte sich über den Lärm der Kuhglocken an ihrem Urlaubsort.
Kühe grasen im beschaulichen Brembana-Tal in den italienischen Alpen
Das Val Brembana bei Bergamo in den italienischen Alpen ist ein beschauliches Tal, umgeben von hohen Bergen, und wird von Urlaubern für seine traumhafte Natur und viel Ruhe geschätzt. Seit jeher zum Landschaftsbild gehören auch Kühe, die auf den saftigen Weiden des Tals grasen. Doch ausgerechnet an denen stören sich offenbar einige Touristen – genauer: an den Kuhglocken.
Was klingt wie ein schlechter Scherz, ist so tatsächlich im Bergdorf Serina passiert. Wie die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ schreibt, hat sich eine Touristin in einem Social-Media-Post über den Lärm der Kuhglocken an ihrem Urlaubsort beschwert. Darin erklärte sie, es sei „unmöglich“, ihren Urlaub zu genießen, weil die Kuhglocken Tag und Nacht läuten würden. Die Tiere weideten nur wenige Meter von dem Wohnhaus entfernt, in dem sie untergebracht sei.
Mit ihrem Beitrag löste die Frau eine hitzige Diskussion aus. Während viele Nutzer kommentierten, dass man die Geräusche der Bergwelt akzeptieren müsse, verteidigten andere das Recht auf Nachtruhe. Unglaublich: Laut „Corriere della Sera“ hatte dieselbe Frau ihren Urlaub bereits im Vorjahr im Val Brembana verbracht – und sich wegen desselben „Problems“ beim Bürgermeister beschwert. Ihre erneute Beschwerde wegen des Kuhglockenlärms in diesem Jahr habe dieser einfach ignoriert.
Bürgermeister reagiert verständnislosDer Bürgermeister von Serina, Michele Villarboito, hat sich inzwischen zu der Angelegenheit geäußert. „Das ist, als würde man sich über das Rauschen der Wellen am Meer beschweren. Wir befinden uns in den Bergen. Kuhglocken und der Geruch der Weiden sind im Preis des Aufenthalts inbegriffen“, zitiert die italienische Zeitung ihn. Er bestätigte, dass die Frau sich bereits 2025 mit ihrer Beschwerde an ihn gewandt hatte. „Dieses Jahr habe ich darauf verzichtet, sie erneut zu empfangen. Es hätte keinen Sinn ergeben, dieselben Erklärungen zu wiederholen. Ehrlich gesagt gibt es wichtigere Themen, um die ich mich kümmern muss.“
Sonderverordnung erlassenUm seine Position nochmals deutlich zu machen, veröffentlichte der Bürgermeister auf der Facebook-Seite der Gemeinde Serina eine scherzhafte „Sonderverordnung“. Darin schreibt er mit einem Augenzwinkern: „Ich habe versucht, die Kühe ins Rathaus einzubestellen, damit sie eine Verwaltungsanordnung zur Nachtruhe unterschreiben. Ihre Antwort war jedoch ein wenig kooperatives ‚Muh‘.“
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