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Kunst und Kaffee: Die fünf charmantesten Museumscafés in Berlin

Дата публикации: 18-08-2026 19:51:56

Von imposanten Museen über brutalistische Bauten: An diesen Orten können Sie nicht nur Kunst, sondern auch eine Tasse Kaffee genießen. Unsere Favoriten.

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Genauso wie ein sorgfältig kuratierter Museumsshop den Besuch einer Ausstellung komplementiert, sorgt auch eine dampfende Tasse Kaffee gepaart mit einem leckeren Stück Kuchen für einen runden Abschluss. Doch statt nach dem Schauen erst einmal mühsam nach dem nächsten Café in der Umgebung zu suchen, ist das Gute für kunstmüde Beine oft sehr viel näher als gedacht.

Glücklicherweise verfügen diese Berliner Museen und Galerien über hauseigene Cafés. Hier können Sie die frisch gesammelten Eindrücke bei Koffein und etwas Süßem in aller Ruhe nachklingen lassen oder sich, bestens versorgt, mit Ihrer Begleitung darüber austauschen.

Bode-Museum: Kaffee trinken wie Kaiserin und Kaiser

Am meisten Eindruck schindet wohl das hauseigene Café im Bode-Museum. Es thront direkt auf dem Innenbalkon der prachtvollen Kuppelhalle, die man ohnehin auf dem Weg in die Ausstellungen durchquert. Schon von außen fasziniert der historische Sandsteinbau von 1904: Wie maßgeschneidert für die nördliche Spitze der Museumsinsel, scheint das neobarocke Gebäude geradezu auf der Spree zu schweben.

Kaffee trinken mit Stil: Das Bode-Museum bietet wohl die imposanteste Umgebung zum Verweilen.

Kaffee trinken mit Stil: Das Bode-Museum bietet wohl die imposanteste Umgebung zum Verweilen.

© Schöning/Imago

Drinnen geht es über die majestätische, doppelläufige Treppe mit rotem Läufer hinauf. An den grünen Marmortischen lässt sich wunderbar Platz nehmen und der Blick bei Kaffee und Kuchen über das vergoldete Ziergitter nach unten schweifen. Ein ziemlich pompöser Ort für eine Pause, bevor oder nachdem man sich durch Skulpturensammlung, Byzantinische Kunst und Münzkabinett treiben lässt.

Café im Bode-Museum. Geschwister-Scholl-Straße 6, 10117 Mitte. Di–So 10–18 Uhr.

Auszeit vom Trubel im Café Benjamine

Im Gegensatz zum imposanten Bode-Museum auf der Museumsinsel erwartet Sie im Westend ein eher intimer Ort der Kunst. Obwohl das Georg-Kolbe-Museum nicht weit von der lauten Heerstraße entfernt liegt, fühlt man sich auf dem Anwesen voller alter Kiefern sofort wie weit entfernt vom Trubel. Das Museum im ehemaligen Atelierhaus des Bildhauers zeigt Klassische Moderne und zeitgenössische Kunst mit Fokus auf Skulpturen und Bildhauerei in wechselnden Ausstellungen.

Gegenüber, im früheren Wohnhaus seiner Tochter, lädt heute das nach seiner Ehefrau benannte Café Benjamine zum Füßestillhalten ein. Dass man sich hier – besonders jetzt, wenn das sommerliche Wetter noch dazu einlädt, draußen zu sitzen – fühlt, als wäre man bei Freunden im Garten zu Gast, überrascht bei dieser Historie kaum. Passend zur Idylle werden regionale, hausgemachte Speisen mit viel Liebe zum Detail angerichtet. Ob Frühstück, leichte Mittagsgerichte, frisch gebackener Kuchen oder ein Tropfen von der Weinkarte: Hier lassen sich Kunst und Genuss perfekt vereinen.

Café Benjamine. Sensburger Allee 26, 14055 Charlottenburg-Wilmersdorf. Mi–Mo 10–18 Uhr.

Bravo: Schattiges Plätzchen im bekannten Hinterhof

Wer den Trubel der Auguststraße hinter sich lässt, taucht im schattigen Hinterhof der KW Institute for Contemporary Art in eine andere Welt ein. Dort, in einer ehemaligen Margarinefabrik, steht der ikonische, verspiegelte Glaspavillon des Künstlers Dan Graham – ein architektonisches Vexierspiel, das den Hof und den Himmel reflektiert.

Neues Programm für das Café Bravo: Kürzlich hat hier das Team hinter Otto, Trio und Pluto übernommen.

Neues Programm für das Café Bravo: Kürzlich hat hier das Team hinter Otto, Trio und Pluto übernommen.

© Robert Rieger

Nun hat sich das Café allerdings namhafte kulinarische Unterstützung geholt: Seit diesem Sommer leitet das bekannte Gastro-Team hinter Otto, Trio und Pluto nun das beliebte Lokal. Umgeben von den Werken zeitgenössischer Kunst und der grünen Garteninstallation Archipel genießt man im Bravo seither feinen Kaffee, saisonale Leckereien und das Spiel aus Licht und Spiegelung zwischen den Bäumen.

Bravo. Auguststraße 69, 10117 Mitte. Mi–Mo 9–20 Uhr.

Künstler-Idyll am Wannsee: Das Café Max

„Terrasse im Restaurant Jacob“, „Biergarten am Wannsee“ oder „Gartenlokal an der Havel“: In seinen Bildern hielt der Impressionist Max Liebermann immer wieder Menschen fest, die es sich im malerischen Grünen bei Speisen und Getränken gutgehen ließen. Auf der Terrasse des Café Max in der Liebermann-Villa am Wannsee fühlt man sich heute beinahe wie in eine seiner idyllischen Szenerien versetzt.

An diesem Blick auf die Liebermann-Villa kommen Sie auf dem Weg in das Café Max (glücklicherweise) nicht vorbei.

An diesem Blick auf die Liebermann-Villa kommen Sie auf dem Weg in das Café Max (glücklicherweise) nicht vorbei.

© Imago/Funke Foto Services/Jörg Carstensen

Der Blick geht über den sorgfältig angelegten Garten bis hinunter zum Wasser, daneben liegt der separate Rosengarten. Viel braucht es hier nicht: ein Stück Kuchen, eine Tasse Kaffee und ein wenig Zeit. Statt Chi-Chi, das man sonst in den neusten Mitte-Cafés findet, gibt es hier im Angebot wechselnd Streusel- und Käsekuchen sowie sahnige Torten, wie am Kaffeetisch bei der Oma.

Café Max in der Liebermann-Villa. Colomierstraße 3, 14109 Steglitz-Zehlendorf. Mi–Mo 11–17 Uhr.

Kaffee in der Beton-Kirche: Café Westberlin

Vor einigen Jahren blickte man noch etwas argwöhnisch auf die Stühle im Innenhof der brutalistischen St.-Agnes-Kirche, in der heute die König Galerie für zeitgenössische Kunst beheimatet ist. Hinter dem Tor standen dort zwar Gartenmöbel, allerdings vor allem für die Mitarbeitenden. Ein charmanten Ort, an dem sich Besucherinnen und Besucher nach dem Galeriebesuch niederlassen konnten, gab es damals noch nicht in unmittelbarer Umgebung.

Seit Mai 2024 sieht das anders aus: In die ehemaligen Gemeinderäume der Kirche zog das Café Westberlin ein, nachdem es seinen vorherigen Standort am Checkpoint Charlie aufgeben musste. Heute lässt sich hier zwischen Kunst und Beton eine kleine Pause einlegen. Neben Kuchen und Gebäck gibt es herzhafte Speisen, Salate, Quiches und Suppen. Und wer nach dem Kaffeetrinken noch etwas stöbern möchte, findet neben dem Museumsshop auch im Café eine große Auswahl an Magazinen zu Mode, Reisen und Kulinarik.

Café Westend. c/o St. Agnes, Alexandrinenstraße 118-121, 10969 Kreuzberg. Mi–So 11–18 Uhr.

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