Die eigene Immobilie ist für viele Deutsche der wichtigste Baustein der Altersvorsorge. Berücksichtigt man Inflation und Kaufkraft sind Wohnimmobilien laut einer Studie heute aber weniger wert als vor einem Jahr.
Der Immobilienmarkt in Deutschland kühlt sich spürbar ab. Wohnimmobilien verteuerten sich im zweiten Quartal nur noch moderat, wie das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) zu seinem aktuellen Greix-Kaufpreisindex mitteilte. Demnach kosteten Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahresquartal 0,4 Prozent und Einfamilienhäuser 1,9 Prozent mehr. Bei Mehrfamilienhäusern fielen die Preise sogar um 3,5 Prozent.
Inflationsbereinigt, also gemessen in aktueller Kaufkraft, zeigt sich noch ein gänzlich anderes Bild: Im Vorjahresvergleich liegen alle drei Segmente im Minus: Eigentumswohnungen 2,1 Prozent, Einfamilienhäuser 0,7 Prozent und Mehrfamilienhäuser 5,9 Prozent, wobei die Aussagekraft des Werts bei Mehrfamilienhäusern aufgrund weniger Transaktionen eingeschränkt ist.
»Nominal steigen die Preise zwar weiter, doch der Auftrieb hat sichtbar an Schwung verloren«, sagte IfW-Experte Jonas Zdrzalek. Entscheidend sei der Blick auf die Kaufkraft. »Im Jahresvergleich liegen alle drei Marktsegmente real im Minus.«
Sprich: Selbst, wenn die Kaufpreise in Euro gegenüber dem Vorjahr weiter steigen, können sich Verkäufer von diesem Betrag heute weniger leisten als vor einem Jahr. Wer eine Immobilie zur Altersvorsorge hat, dessen Vermögen ist also zwar nominal gewachsen, hat real aber abgenommen. Für Käufer wiederum sind Immobilien gemessen an der Kaufkraft wieder etwas günstiger.
Der Greix-Kaufpreisindex bildet die Preisentwicklung einzelner Städte und Stadtviertel bis zurück ins Jahr 1960 ab und basiert auf über zwei Millionen Transaktionsdaten, besonders den Kaufpreissammlungen der lokalen Gutachterausschüsse, die notariell beglaubigte Verkaufspreise enthalten. Mithilfe des Datensatzes können langfristige Trends der Immobilienmärkte analysiert und aktuelle Entwicklungen im historischen Kontext eingeordnet werden.
Ein weiteres Anzeichen für eine Abkühlung sei die Entwicklung bei Inseraten. »Dazu passt, dass Angebotspreise in Inseraten wieder häufiger nach unten angepasst werden, was in der Vergangenheit ein zuverlässiger Indikator für eine nachlassende Preisdynamik war«, sagte Zdrzalek.
Regional zeigt sich ein uneinheitliches Bild. In den größten Städten reichte die Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorquartal von Zuwächsen in Düsseldorf (plus 1,2 Prozent) und Köln (plus 0,1 Prozent) bis zu Rückgängen in Frankfurt am Main (minus 0,6 Prozent) und Stuttgart (minus 1,6 Prozent). Auch außerhalb der größten Städte gab es keinen klaren Trend. So legten die Preise in Bonn um 2,8 Prozent und in Münster um 2,1 Prozent zu, während sie in Bochum um 0,5 Prozent nachgaben.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Immobilie als Altersvorsorge: Lohnt sich ein Eigenheim wirklich fürs Alter? | 0 | 6 | 01-07-2026 |
| 2 | Erschwinglichkeitsindex Interhyp und IW – 400 Regionen im Check | 0 | 13.68 | 01-01-2026 |
| 3 | Millionen Babyboomer trennen sich bald von ihren Häusern: Werden Immobilien dadurch wieder günstiger? | 0 | 6.94 | 11-08-2026 |
| 4 | Immobilienkauf wird teurer: Worauf Käufer achten müssen | 0 | 8.52 | 09-05-2026 |
| 5 | Eigenkapital, Kosten, Ablauf: Können Sie sich eine Immobilie leisten? | 0 | 6 | 01-07-2026 |
| 6 | IW-Studie: Wo es noch günstige Häuser gibt | 0 | 9.51 | 29-07-2026 |
| 7 | Исследование: российское жилье за год подорожало почти на 7% | 0 | 0 | 09-09-2019 |
| 8 | Исследование: квартиры на вторичном рынке Москвы дешевеют на фоне общего подорожания в РФ | 0 | 0 | 13-07-2022 |
| 9 | Rund eine Million Wohnungen fehlen: Mieten steigen deutschlandweit um 3,2 Prozent – Berlin bleibt fast stabil | 0 | 10.36 | 10-08-2026 |