Akku-Rasenmäher haben sich mittlerweile zum Standard für viele Gartenbesitzer entwickelt. Welche Modelle im Test bei Schnittleistung, Akkulaufzeit und Bedienung überzeugen konnten, erfahren Sie bei COMPUTER BILD.
Akku-Rasenmäher haben sich mittlerweile zum Standard für viele Gartenbesitzer entwickelt. Welche Modelle im Test bei Schnittleistung, Akkulaufzeit und Bedienung überzeugen konnten, erfahren Sie bei COMPUTER BILD.
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Die Vorteile eines Akku-Rasenmähers liegen auf der Hand: kein Stromkabel, keine Abgase und deutlich weniger Wartungsaufwand als bei Benzin-Modellen. Gleichzeitig sind moderne Akkus inzwischen leistungsfähig genug, um auch größere Rasenflächen zuverlässig zu bewältigen. Und während
Mähroboterzwar viele Routinearbeiten übernehmen können, bleibt der klassische Rasenmäher für Nacharbeiten, verwinkelte Grundstücke oder größere Schnitte oft unverzichtbar.
Für diesen Praxis-Test hat COMPUTER BILD neun aktuelle Akku-Rasenmäher verschiedener Hersteller unter realen Bedingungen im Garten geprüft. Neben kurzem Zierrasen musste auch höheres Gras bewältigt werden. Bewertet wurden unter anderem Schnittqualität, Fangverhalten, Akkureichweite, Bedienung, Kantenmähen sowie Ausstattung und Wartungsfreundlichkeit.
Das Ergebnis: Mit allen getesteten Geräten lässt sich per se der Rasen mähen. Die Unterschiede liegen vielmehr im Detail. Vor allem Akkulaufzeit, Flächenleistung und Bedienkomfort unterscheiden sich teilweise deutlich. Interessant dabei: Teure Markenmodelle liegen nicht automatisch vorne. Einige preisgünstigere Geräte überraschten mit starken Leistungen.

Welcher Akku-Rasenmäher schneidet im Test am besten ab?
Foto: Christian Lohse / COMPUTER BILD
Um unser Testfeld vergleichbar zu gestalten, haben wir uns auf Akku-Geräte mit 36- oder 40-Volt-Akkus fokussiert. Die meisten Mäher werden dafür mit zwei 18- oder 20-Volt-Akkus betrieben. Eine Sonderrolle nimmt der Ikra IB-LM 38 ein. Als einziges Modell im Test nutzt er einen einzelnen 36-Volt-Akku statt eines Systems mit zwei Akkus. Unser Testfeld bestand aus folgenden Modellen:
Um vergleichbare Bedingungen zu schaffen, wurden sämtliche Geräte mit Akkus gleicher Kapazität (4 Ah) betrieben. So lassen sich Laufzeiten und Flächenleistungen deutlich besser gegenüberstellen als anhand der Herstellerangaben.
Testsieger
Testsieger
Einhell
373,99 EUR
Der Einhell GE-CM 36/43 Li M lieferte im Test die überzeugendste Gesamtleistung ab. Besonders stark präsentierte sich das Gerät bei der Schnittqualität. Sowohl auf kurzem als auch auf höherem Rasen hinterließ der Mäher ein gleichmäßiges und sauberes Ergebnis. Hinzu kommt eine außergewöhnlich hohe Ausdauer. Mit einer Akkuladung erreichte der Einhell im Test eine hochgerechnete Flächenleistung von rund 1.876 Quadratmetern und übertraf damit alle Konkurrenten deutlich.

Der Hartschalen-Fangkorb des Einhell-Mähers konnte zwar mit einem großen Volumen überzeugen, musste aber zunächst aus drei Teilen zusammengesteckt werden.
Foto: Christian Lohse / COMPUTER BILD
Auch bei der Ausstattung sammelt der Mäher von Einhell viele Pluspunkte. Der großzügig bemessene 63-Liter-Fangkorb reduziert die Zahl der Entleerungen, während der bürstenlose Motor angenehm laufruhig arbeitet. Zudem profitieren Käufer vom umfangreichen Power-X-Change-System, das mehr als 350 kompatible Geräte umfasst.
Preis-Leistungs-Sieger
Preis-Leistungs-Sieger
LUX Tools
269,99 EUR
Nicht jeder braucht einen teuren Rasenmäher. Der Lux A-RM-2×20/43 zeigt eindrucksvoll, dass sich auch für deutlich weniger Geld überzeugende Ergebnisse erzielen lassen. Im Praxis-Test punktete die Obi-Eigenmarke mit einer ausgewogenen Mischung aus solider Mähleistung, guter Reichweite und unkomplizierter Bedienung. Besonders auffällig war die hohe Flächenleistung: Hochgerechnet waren rund 1.170 Quadratmeter pro Akkuladung möglich.

Der Mäher von Lux wird mit zwei Akkus der Obi-Eigenmarke betrieben.
Foto: Christian Lohse / COMPUTER BILD
Auch das Schnittbild konnte überzeugen. Sowohl auf kurzem als auch auf längerem Gras arbeitete der Mäher zuverlässig und hinterließ einen ordentlichen Eindruck. Positiv fiel zudem das Fangverhalten auf. Praktisch: Das verwendete Akkusystem kommt auch in weiteren Werkzeugen und Gartengeräten der Marke zum Einsatz. Allerdings ist das Akkusystem von Lux noch nicht so umfangreich wie das von Einhell, Makita oder Bosch.
Im Mittelpunkt standen praxisnahe Bedingungen statt Laborwerte. Bewertet wurden fünf Hauptkategorien:
Wesentliche Kriterien waren die Schnittqualität auf unterschiedlich hohem Gras, das Fangverhalten des Grasschnitts sowie die Leistung entlang von Rasenkanten und Mauern. Zusätzlich floss die tatsächliche Reichweite in die Wertung ein. Diese wurde aus Laufzeit, Schnittbreite und einer standardisierten Arbeitsgeschwindigkeit ermittelt. Weitere Aspekte waren Ergonomie, Laufruhe, Kippstabilität, Bedienkomfort sowie Wartungsaufwand und Ersatzteilversorgung.
In der wichtigsten Testdisziplin konnte sich Einhell deutlich absetzen. Das Gerät überzeugte mit einem sauberen Schnittbild und einer konstant hohen Arbeitsqualität. Ebenfalls starke Leistungen zeigten der Ikra IB-LM 38 sowie der Makita DLM432. Beide hinterließen einen hochwertigen Eindruck und arbeiteten zuverlässig.

Im Praxis-Test mussten die Mäher (hier: Bosch) auch enge Passagen im Garten meistern.
Foto: COMPUTER BILD
Der Lux überzeugte ebenfalls mit einer gelungenen Kombination aus Schnittqualität und Fangverhalten. Bosch lieferte zwar ein gutes Schnittergebnis, verlor jedoch bei der Reichweite wichtige Punkte. Am unteren Ende des Testfeldes landeten Gardena und Scheppach, wobei beide Geräte einfache Mäharbeiten grundsätzlich zuverlässig erledigten.
Besonders deutlich fielen die Unterschiede bei der Akkulaufzeit aus. An der Spitze stand erneut der Einhell mit einer Laufzeit von 77 Minuten und der höchsten errechneten Flächenleistung von rund 1.876 Quadratmetern. Platz zwei sicherte sich der Ikra mit 64 Minuten Laufzeit und etwa 1.379 Quadratmetern. Dahinter folgten Lux und Makita.

Beim Reichweitentest gab es teils erhebliche Unterschiede.
Foto: COMPUTER BILD
Auffällig ist, dass die im Test erzielten Werte teilweise deutlich über den Flächenempfehlungen der Hersteller liegen. Diese kalkulieren ihre Angaben üblicherweise konservativ und berücksichtigen ungünstige Bedingungen wie besonders dichtes Gras, Steigungen oder häufige Wendemanöver.
Neben der reinen Leistung spielt im Alltag die Handhabung eine große Rolle. Die besten Eindrücke hinterließen hier Einhell und Makita. Beide Geräte arbeiten angenehm laufruhig und vermitteln einen hochwertigen Eindruck. Auch Verarbeitung und Bedienung überzeugten.

Praktisch: eine Akkustandsanzeige am Holm, hier bei der Lidl-Eigenmarke Parkside.
Foto: COMPUTER BILD
Bosch punktete insbesondere mit ergonomischen Details und guter Anpassbarkeit an unterschiedliche Körpergrößen. Negativ fiel dagegen Scheppach auf. Bereits bei der Montage gab es Probleme, zudem versagte im Test der Griff des Fangkorbs.
Alle Geräte erfüllten die grundlegenden Sicherheitsanforderungen. Die vorgeschriebene Zweihandbedienung funktionierte bei allen Testkandidaten zuverlässig. Im Praxis-Test überprüfte COMPUTER BILD außerdem die Gefahr durch ausgeworfene Steine. Das Ergebnis fällt positiv aus: Kein Gerät schleuderte die verwendeten Kiesel aus dem Mähwerk heraus.

Beim Sicherheitstest mussten die Mäher zeigen, wie viele Steinchen bei niedrigster Schnitthöhe liegen bleiben, im Fangkorb landen oder herausgeschleudert werden.
Foto: COMPUTER BILD
Bei Ausstattung und Systemgedanken hatte Einhell die Nase vorn. Besonders das große Power-X-Change-Ökosystem macht den Mäher interessant für Nutzer, die bereits weitere Akku-Geräte des Herstellers besitzen. Makita punktet mit einer sehr guten Ersatzteilversorgung und seinem umfangreichen LXT-System. Bosch und Gardena profitieren wiederum vom herstellerübergreifenden Power-for-All-Standard, während auch Worx oder Parkside inzwischen sehr umfangreiche Akku-Plattformen anbieten.

Der Messerwechsel war bei allen Mähern im Test problemlos möglich. Allerdings lag nur bei Makita und Einhell ein Maulschlüssel bei.
Foto: COMPUTER BILD
Gardena
PowerMax 37/36V P4A
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Unser Test zeigt, wie weit sich moderne Akku-Rasenmäher inzwischen entwickelt haben. Selbst größere Flächen lassen sich problemlos ohne Benzin und Kabel pflegen. Den Gesamtsieg holt sich der Einhell GE-CM 36/43 Li M. Er kombiniert starke Mähleistungen mit hervorragender Reichweite und einer umfangreichen Ausstattung. Wer weniger ausgeben möchte, erhält mit dem Lux A-RM-2×20/43 eine überzeugende Alternative mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Testsieger
Testsieger
Einhell
373,99 EUR
Entscheidend ist am Ende nicht die Leistung auf dem Datenblatt. Erst das Zusammenspiel aus Schnittqualität, Laufzeit, Bedienkomfort und Akkusystem entscheidet darüber, wie gut ein Rasenmäher im Alltag funktioniert.
Den ersten Platz sicherte sich der Einhell GE-CM 36/43 Li M. Ausschlaggebend waren insbesondere die sehr gute Schnittqualität, die hohe Ausdauer im Praxiseinsatz und die umfangreiche Ausstattung. Zudem erzielte der Mäher die höchste Flächenleistung im gesamten Testfeld.
Der Lux A-RM-2×20/43 erwies sich als besonders attraktive Wahl für preisbewusste Käufer. Trotz des vergleichsweise niedrigen Preises überzeugt das Gerät mit einer guten Mähleistung, einer ordentlichen Reichweite und einer unkomplizierten Handhabung.
Die Mähleistung hängt primär von der Kapazität der Akkus ab. Diese sollte so gewählt werden, dass sie zur Größe des Gartens passt. Unnötig große Akkus kosten mehr Geld, während Sie zu kleine Akkus häufiger aufladen müssen.
Die Reichweite hängt von Faktoren wie Schnittbreite, Graslänge, Akkukapazität und Effizienz des Antriebs ab. Im Test lagen zwischen den einzelnen Geräten deutliche Unterschiede: Die Laufzeiten reichten von rund einer halben Stunde bis deutlich über eine Stunde.
Moderne Akku-Rasenmäher sind längst nicht mehr nur für kleine Grundstücke gedacht. Im Test erreichten einige Modelle hochgerechnete Flächenleistungen von deutlich über 1.000 Quadratmetern pro Akkuladung. Für die meisten privaten Gärten bieten sie damit mehr als ausreichende Reserven.
Für die meisten Hausbesitzer ja. Akku-Rasenmäher arbeiten leiser, verursachen keine direkten Abgase und benötigen weniger Wartung als vergleichbare Benzingeräte. Nur auf sehr großen Grundstücken oder bei besonders anspruchsvollen Mähbedingungen können Benzinmäher noch Vorteile bei der Ausdauer bieten.
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