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Waldbrand im Hohen Venn: Lage stabilisiert sich dank leichtem Regen

Дата публикации: 17-08-2026 04:00:00

Zuvor mussten Teile der Stadt Monschau in NRW evakuiert werden. In der Nacht half der Feuerwehr auf der deutschen Seite das Wetter. News im Blog.

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Wichtige Updates

Mehr Tage mit Waldbrandgefahr durch Klimawandel

Leichter Regen bremst Feuer im Hohen Venn: Lage stabil auf deutscher Seite

Evakuierung bei Monschau angeordnet: Enormer Waldbrand im Hohen Venn

Landrat: Waldbrand im Hürtgenwald unter Kontrolle

Kampf gegen Brand in Belgien - eine Feuerwehrkraft in Klinik

Beim Einsatz im belgischen Hohen Venn ist eine Einsatzkraft der unterstützenden Feuerwehr aus Monschau mit Verdacht auf einen Herzinfarkt ins Krankenhaus gekommen. Das berichtete der Leiter der Feuerwehr in der Eifelstadt, die direkt an der belgischen Grenze liegt. 

Ein Feuerwehrfahrzeug der belgischen Kollegen sei in einem Graben gelandet, daher könnten die Monschauer Einsatzkräfte nicht mit größeren Fahrzeugen vorrücken, schilderte Einsatzleiter Philipp Krüger in einer Pressekonferenz. Aktuell löschten 60 Brandschützer aus Monschau mit Schläuchen. Das sei sehr kräftezehrend, das Personal müsse regelmäßig ausgetauscht werden. 

Inzwischen gibt auch die Warn-App Nina für den Kreis Düren Entwarnung: "Es besteht keine Gefahr mehr."

Mehr Tage mit Waldbrandgefahr durch Klimawandel

Infolge des Klimawandels haben die Tage mit hoher Waldbrandgefahr in den vergangenen Jahrzehnten laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zugenommen. Die Anzahl der Tage mit Gefahrenstufe vier von maximal fünf - hohe Gefahr - sei vor allem über die letzten zwei bis drei Jahrzehnte hinweg deutlich gestiegen, schilderte der DWD-Agrarmeteorologe Andreas Brömser.

Zu den Ursachen gehörten hohe Temperaturen mit höherer Verdunstung, längere Trockenheit und weniger anhaltender, moderater Regen, der dann auch tiefer, nachhaltig in die Böden einsickern könne. 

Belgiens König Philippe hat sich einen Eindruck von den verheerenden Bränden im Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze verschafft. Er ließ sich in einem Krisenzentrum in der Gemeinde Herstal über die aktuelle Lage informieren, wie das belgische Königshaus mitteilte. Anschließend waren demnach Gespräche mit Einsatzkräften am Brandort geplant.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert mehr Tempo bei der Wiederherstellung entwässerter Moore, Wälder und Auen. Angesichts der Großbrände in der Nordeifel und im Hohen Venn auf der belgischen Seite werde deutlich, wie wichtig widerstandsfähige Landschaften im Umgang mit den Folgen der Klimakrise sind, erklärte der NRW-Landesvorsitzende Holger Sticht am Montag in Düsseldorf.

„In intakten Mooren kann der Torf nicht brennen, in naturnahen Waldökosystemen ist die Brandgefahr geringer als in Aufforstungen“, erläuterte der Umweltschützer.

Marc Wolko

Die aktuelle Lage in Belgien

Der Waldbrand im Hohen Venn ist einer der größten der belgischen Geschichte. Die Bekämpfung sei besonders schwierig, erläuterte der belgische Feuerwehrkommandant Luc Burette im niederländischen Fernsehen. "Wir stehen hier vor einem Problem", sagte er. "Der Boden besteht aus Torf, an der Oberfläche ist Gras. Dadurch kann sich das Feuer schnell ausbreiten."

Belgische Medien berichteten am Morgen, die Einsatzkräfte freuten sich zwar über den einsetzenden Regen, allerdings sei dieser vorerst zu gering, um das Feuer entscheidend zu beeinflussen. Für die nächsten Tage sei allerdings mehr Regen angesagt.

Der Biologe Tobias Ceulemans sagte der flämischen Zeitung "Nieuwsblad", das Hohe Venn sei eigentlich ein Moorgebiet, das nur schwer in Brand gerate. Das aktuelle Feuer sei jedoch das Ergebnis jahrzehntelanger Entwässerung, um dort für die Holzgewinnung Fichtenforst anpflanzen zu können. "Auf solchen Böden müsste es verboten sein, Nutzforst anzulegen", kritisierte Ceulemans.

Marc Wolko

Erleichterung in Monschau: Das Feuer aus Belgien rückt nicht weiter vor

Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien ist nicht weiter auf die deutsche Grenze vorgerückt. Regen und ausbleibender Wind wirken sich derzeit positiv aus. Der Monschauer Einsatzleiter Philipp Krüger sagte am Morgen, die Nacht sei sehr ruhig verlaufen. Man habe die Situation "etwas entschärfen" können. 

Die 30 Menschen aus dem grenznahen Monschau-Kalterherberg, die am Sonntagabend wegen drohender Rauchbelastung evakuiert worden waren, könnten aktuell noch nicht zurück in ihre Häuser zurück, sagte Ziegler. Weitere Evakuierungen seien derzeit nicht geplant: "Die nächste Linie zur weiteren Evakuierung liegt noch weit, weit entfernt", stellte er klar.

Gut sei auch, dass es zu regnen begonnen habe: "Der Regen ist natürlich ein kleiner Segen für uns." Er allein könne das Feuer aber nicht löschen. Günstig sei außerdem, dass es zurzeit auch verhältnismäßig windstill sei. 

Derzeit seien auf deutscher Seite 200 bis 250 Einsatzkräfte an der Brandbekämpfung beteiligt, sagte Krüger. Eventuell könne im Laufe des Tages ein Rückbau vorgenommen werden. 

Die evakuierten 30 Bewohner waren überwiegend bei Verwandten oder Freunden untergekommen. Vier Personen hätten Auffangeinrichtungen aufgesucht, sagte Franz-Karl Boden, Stellvertreter der Monschauer Bürgermeisterin. Man habe den Betroffenen alle im persönlichen Gespräch die Information überbracht, dass sie ihre Häuser räumen müssten. Sie hätten verständnisvoll reagiert.

Marc Wolko

So ist die Lage beim Waldbrand in der Eifel

Die Lage im Hürtgenwald ist weiter unter Kontrolle, wenngleich nicht von einem Ende des seit Donnerstag andauernden Großbrandes gesprochen werden kann. Nach wie vor gibt es zahlreiche Glutnester, um die sich die Einsatzkräfte kümmern müssen. Offene Flammen gibt es nicht. 

In der Nacht zum Sonntag, 17.8., waren 400 Kräfte im Einsatz, heute soll es laut dem Kreis Düren tagsüber werden es rund 800 sein. Mehr und mehr sollen nun lokale Kräfte zum Einsatz kommen. Gelöscht wird zudem wieder mit zwei Helikoptern, sofern die Wetterverhältnisse dies zulassen. 

Marc Wolko

Monschau hofft auf Entspannung der Lage durch Regen

Nach der Evakuierung von Teilen Monschaus hofft die Stadt auf eine Besserung der Lage durch Regen. „Im Moment regnet es. Wir erwarten, dass sich die Situation entspannt“, sagte Andrea Compes von der Stadtverwaltung am Montagmorgen. „Wir hoffen auf eine positive Wendung“.

Wegen des Brandes im jenseits der Grenze gelegenen Naturschutzgebiet Hohes Venn waren am Sonntagabend zwei Straßenzüge in Monschau evakuiert worden.

Marc Wolko

Bundeswehr hilft in Belgien gegen Waldbrand

Die Bundeswehr beteiligt sich aus der Luft an der Bekämpfung des Waldbrandes in Belgien. Dazu würden zwei Hubschrauber vom Typ NH-90 bereitgestellt, die Löschwasserbehälter tragen, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. 

"Der Einsatz beginnt noch heute und ist zunächst für sieben Tage vorgesehen", erklärte das Ministerium.

Die Transporthubschrauber sind mit einem sogenannten Bambi Bucket bestückt, einem faltbaren Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber. Mit jedem einzelnen Flug können damit 2000 Liter Löschwasser abgelassen werden. 

Marc Wolko

Brandbekämpfung im Hohen Venn geht weiter

Die Bekämpfung des Brands im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien direkt an der Grenze zu Deutschland geht weiter. Bei Tageslicht werden die Maßnahmen wieder intensiviert, wie Franz-Karl Boden, Stellvertreter der Bürgermeisterin von Monschau, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Hubschrauber würden wieder ihren Einsatz aufnehmen.

Im Moment gehe man nicht davon aus, dass das Feuer auf deutsches Gebiet überspringe, sagte Boden. In der Nacht sei das Feuer nicht weiter vorgerückt. Jetzt regne es leicht. 

Etwa 30 Bewohner von Monschau-Kalterherberg waren am Sonntagabend wegen einer möglichen starken Rauchbelastung evakuiert worden. Die meisten seien bei Freunden oder Verwandten untergekommen, sagte Boden. Vier Personen hätten Auffangeinrichtungen aufgesucht. Man habe den Betroffenen alle im persönlichen Gespräch die Information überbracht, dass sie ihre Häuser räumen müssten. Sie hätten verständnisvoll reagiert.

In einem Fall sei "ein bisschen Diskussion" nötig gewesen, aber grundsätzlich gelte: "Die waren alle ruckzuck bereit zu gehen." Er fügte hinzu: Wenn man seit zwei Tagen diese Drohung aus dem Venn kommen sieht, dann ist man auch offen dafür." 

Marc Wolko

Weiter Löscharbeiten in Hürtgenwald 

Der wohl bislang größte Waldbrand in der NRW-Geschichte in Hürtgenwald in der Eifel ist glücklicherweise seit Sonntag unter Kontrolle, bis alles endgültig gelöscht sei, werde noch einige Zeit vergehen, so Dürens Landrat Ralf Nolten. Die Zahl der Einsatzkräfte sei deutlich reduziert worden. Ein Aufklärungshubschrauber mit Wärmebildkamera beobachte aber nach wie vor, ob sich die vereinzelten Glutnester auf dem 300 Hektar großen Areal wieder entzünden. Zwei Löschhubschrauber blieben ebenfalls vor Ort. 

Marc Wolko

Ständig drehender Wind erschwert Löscharbeiten

Der Kampf gegen die Flammenfront im Hohen Venn im Osten Belgiens bereitet den Einsatzkräften weiter große Mühe. Besonders zu schaffen mache ihnen der vergleichsweise starke und ständig drehende Wind, sagte der belgische Innenminister Bernard Quintin dem Sender RTL am Sonntagabend.

Auf rund 3.000 Hektar Fläche lodert jenseits der Grenze der größte Waldbrand in der Geschichte Belgiens. Am Sonntag kamen auch deutsche Einsatzkräfte aus der Region Aachen zu Hilfe, die ins belgische Küchelscheid ausrückten, einem Nachbarort von Monschau. Auch andere europäische Länder helfen. 

Die zerklüftete Landschaft des Hohen Venn erschwert die Löscharbeiten, da es nur wenige Zufahrten gibt und ausgedehnte Torfmoore die Brandbekämpfung erschweren. Das Hochmoor gilt als ökologisch besonders wertvoll.

Leichter Regen bremst Feuer im Hohen Venn: Lage stabil auf deutscher Seite

Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn rückt nicht mehr auf die deutsche Grenze vor. Leichter Regen, kein Wind und hohe Luftfeuchtigkeit spielten den Einsatzkräften in die Hände. "Das ist gut für uns", sagte ein Feuerwehrsprecher in der Einsatzleitstelle in Kalterherberg, einem Stadtteil von Monschau. Es handelt sich mit rund 3000 Hektar Fläche um den größten Waldbrand in der Geschichte Belgiens.

Hohes Venn: Feuerwehr kämpft in der Nacht gegen nahende Flammen

Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn rückt auf die erste Wohnbebauung auf deutschem Gebiet vor. Die Flammen stünden etwa 300 Meter vor den vor einigen Stunden evakuierten Gebäuden, sagte Monschaus Feuerwehrsprecher Tobias Schell. Die Häuser in den Ortslagen Ruitzhof und Geisberg mit rund 30 Bewohnern waren gegen 22.00 Uhr evakuiert worden.

Im Minutentakt rauschen in der Nacht Transporter mit Wassertanks durch Kalterherberg, das zu Monschau gehört, ins Einsatzgebiet. Auf der nächsten Anhöhe war Feuerschein zu sehen, der mal stärker aufleuchtete und dann wieder schwächer wurde. 

Der Kampf gegen die Flammen werde die ganze Nacht fortgesetzt. "Wir ziehen durch", sagte Schell. Auf einem Garagendach beobachteten Schaulustige das Geschehen und applaudierten jedem vorbeifahrenden Einsatzfahrzeug. Nicht nur die Wiesen würden gewässert, sondern auch große Wassertanks ständig aufgefüllt für die Löschfahrzeuge, die die Flammen direkt bekämpfen. Das Wasser müsse von der Talsperre Perlenbach herbeigeschafft werden.

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