Bei einem Wohnungsbrand ist am Donnerstagabend ein Mann ums Leben gekommen. Rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Großeinsatz, die Brandursache ist noch unklar.
Bei einem Wohnungsbrand in einem Hochhaus in Dresden-Gruna ist am Donnerstagabend ein Mann ums Leben gekommen. Einsatzkräfte der Feuerwehr fanden ihn nach Angaben der Feuerwehr Dresden mit lebensbedrohlichen Verletzungen in einer Wohnung im 13. Obergeschoss eines Hochhauses an der Rosenbergstraße. Trotz der Erstversorgung vor Ort durch einen Notarzt und der anschließenden Versorgung in einem Krankenhaus starb der 60-Jährige, wie die Polizei mitteilte. Warum das Feuer im 13. Stock des Hauses ausbrach, soll nun von der Kriminalpolizei untersucht werden.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drangen bereits Flammen und Rauch aus den Fenstern der betroffenen Wohnung, wie die Feuerwehr Dresden mitteilte. Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Gebäude, der Rauch war über weite Teile der sächsischen Landeshauptstadt sichtbar. Vor dem Hochhaus versammelten sich hunderte Anwohner, die zwischenzeitlich evakuiert worden waren.
Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Unter Atemschutz und mit handgeführten Strahlrohren versuchten die Einsatzkräfte den Brand auf der Wohnetage zu bekämpfen und Bewohner zu retten. Nach rund 30 Minuten war das Feuer den Angaben zufolge gelöscht.
Bewohner durften erst um Mitternacht in ihre WohnungenIm Anschluss waren umfangreiche Nachlöscharbeiten und Kontrollen erforderlich. Sämtliche Bereiche, die mit Brandrauch in Kontakt gekommen waren, mussten überprüft werden. Zudem kontrollierten die Einsatzkräfte, ob Bewohner im unmittelbaren Umfeld Rauchgase eingeatmet hatten. Dies war nach Auskunft der Feuerwehr nicht der Fall.
Die Brandwohnung sowie die darunterliegende Wohnung sind derzeit nicht bewohnbar. Die Einsatzleitung kümmerte sich um die Unterbringung einer Frau, die in einer Wohnung unterhalb der brennenden Etage lebt. Sie wurde in ein Pflegeheim gebracht. Alle übrigen Bewohner des Hauses konnten nach einer Überprüfung des Gebäudes gegen Mitternacht in ihre Wohnungen zurückkehren.
Ein Feuerwehrmann beim Einsatz in der Brandwohnung.
© Roland Halkasch
Aufgrund der aufwendigen Nacharbeiten zog sich der Einsatz bis weit in die Nacht hinein. Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr Dresden rund 70 Einsatzkräfte im Einsatz. Beteiligt waren alle Feuer- und Rettungswachen sowie die Rettungswachen Johannstadt, Leuben und Reick, zusätzlich die Stadtteilfeuerwehr Niedersedlitz sowie der B-Dienst und der U-Dienst.
Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Die Einsatzstelle wurde zur weiteren Ermittlung an die Kriminalpolizei übergeben, die noch in der Nacht vor Ort ermittelte.
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