PolitikWladimir Solowjow bringt als Kreml-Propagandist Wladimir Putins Parolen unters Volk - doch was ein prominenter Studiogast im russischen Staatsfernsehen zum Ukraine-Krieg von sich gab,...
Wladimir Putins Propaganda hat im russischen Staatsfernsehen einen festen Platz - und wird vor allem von einem der prominentesten Kreml-Hetzer Russlands präsentiert. Die Rede ist von Wladimir Solowjow, der als einer der einflussreichsten Propagandisten im russischen Staatsfernsehen gilt und mit seinen Sendungen wie "Solowjow Live" oder "Sonntagabend mit Wladimir Solowjow" ein Millionenpublikum erreicht.
Wladimir Solowjow ist Putins prominentester TV-Hetzer - hier erlebte er eine unangenehme ÜberraschungBekannt ist Solowjow für seine aggressiven Verbalattacken gegen alles Westliche und gegen die Ukraine - dass sich in seinem Studio plötzlich Gäste Ukraine-freundlich äußern, passt so gar nicht ins Konzept von Putins Sprachrohr. Und doch passierte genau das, als Wladimir Solowjow unlängst den russischen Regisseur und Drehbuchautor Karen Schachnasarow zu Gast hatte. Einen Ausschnitt der Solowjow-Sendung mit Karen Schachnasarow veröffentlichte die US-Journalistin Julia Davis auf dem YouTube-Kanal "Russian Media Monitor" - zu Aufklärungszwecken mit englischen Untertiteln versehen, um auch jenen die Abgründe russischer Staatspropaganda zu eröffnen, die der Sprache nicht mächtig sind.
Kritik am Ukraine-Krieg im russischen Staatsfernsehen: Diese Worte sollte niemand hörenDer Filmemacher kam vor laufender Kamera auf den Ukraine-Krieg zu sprechen und legte dar, wieso ihm der seit Februar 2022 schwelende Angriffskrieg heftig zusetzt:
Was dann folgte, ließ den Blutdruck bei Moderator Wladimir Solowjow sichtbar explodieren und wurde folgerichtig aus der TV-Aufzeichnung herausgeschnitten, denn Karen Schachnasarow fügte hinzu:
In dem Video-Mitschnitt, den Julia Davis auf dem YouTube-Kanal von "Russian Media Monitor" hochlud, ist der wenig Kreml-treue Wortbeitrag in voller Länge und mit einem Hinweis auf die herausgeschnittene Passage zu finden. Wladimir Solowjow passten die Ausführungen seines Studiogastes so gar nicht ins Konzept und der Propaganda-Moderator musste sich die Worte "Immerhin haben wir hier Meinungsfreiheit" regelrecht abringen, ohne einen Wutausbruch vor laufender Kamera hinzulegen. Immerhin in einem Punkt stimmte der Putin-Hetzer mit Karen Schachnasarow überein: "Wir müssen gewinnen, das ist zu 100 Prozent sicher. Wir müssen durch entschlossene Aktionen und Konzentration gewinnen. Kriege kann man nicht ohne Ernsthaftigkeit führen."
Auch diese Beiträge zu Wladimir Putin sind einen Blick wert:
loc/news.de