Die F-35 soll Raketen künftig nicht nur bekämpfen, sondern früh erfassen und vor ihnen warnen. Neue Datenwege sollen das Abfangen deutlich beschleunigen.
Die F-35 soll Raketen künftig nicht nur bekämpfen, sondern früh erfassen und vor ihnen warnen. Neue Datenwege sollen das Abfangen deutlich beschleunigen.
Die F-35 erhält offenbar eine neue Aufgabe in der Raketenabwehr. Das Kampfflugzeug soll künftig Flugbahnen und Zieldaten erfassen und an ein vernetztes Abwehrsystem weitergeben. Damit sollen Streitkräfte schneller auf gegnerische Raketenstarts reagieren können. Das geht aus einer neuen Pressemitteilung von Lockheed Martin hervor.
Darin beschreibt der Rüstungskonzern die F-35 darin als „luftgestützten Sensor- und Zielknoten“, der Daten aus der Luft in ein Geflecht aus Satelliten, Führungsnetzen und Abfangwaffen einspeist.
Der Ablauf beginnt demnach schon im All. Dort entdecken Infrarotsensoren auf Satelliten einen Raketenstart und liefern die erste Warnung. Danach sammelt die F-35 weitere Verfolgungs- und Zieldaten und schickt sie in das Führungsnetz C2BMC.
Hier laufen die Informationen zusammen und gehen an die zuständigen Kommandostellen. So lässt sich schneller entscheiden, welches Abwehrmittel den anfliegenden Flugkörper stoppen soll.
Nach Angaben von Lockheed Martin arbeitet C2BMC an mehr als 30 Standorten über 18 Zeitzonen hinweg. Das Netzwerk soll bei Angriffen mit mehreren Flugbahnen ein vollständigeres Lagebild liefern.
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Am Ende dieser Kette stehen unterschiedliche Abwehrwaffen. Das THAAD-System übernimmt die mobile Abwehr ballistischer Raketen in regionalen Einsatzräumen. Das Abfangraketenprogramm „Next Generation Interceptor“ ist für die Verteidigung der USA gegen ballistische Raketen vorgesehen. Beide Systeme sollen in derselben Architektur zusammenarbeiten.
Diese neuen Fähigkeiten seien „keine experimentellen Prototypen, sondern aktive Systeme“, die bereits an militärische Nutzer ausgeliefert würden, so der Konzern.
Ein Vorteil des Jets liegt in seiner Beweglichkeit. Anders als stationäre Sensoren kann die F-35 vorverlegt und je nach Lage neu positioniert werden. Lockheed Martin setzt dabei nicht auf ein völlig neues Abwehrsystem. Vorhandene Technik soll in großem Maßstab vernetzt werden, um schneller auf Bedrohungen reagieren zu können.
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