Tokio plant einen neuen unterirdischen Schutzraum nahe dem Bahnhof Tokio. Japan reagiert damit auf die wachsende Bedrohung durch Nordkoreas Raketen und Chinas militärische Aktivitäten.
Tokio plant einen neuen unterirdischen Schutzraum nahe dem Bahnhof Tokio. Japan reagiert damit auf die wachsende Bedrohung durch Nordkoreas Raketen und Chinas militärische Aktivitäten.
Tokio plant einen neuen unterirdischen Schutzraum nahe dem Bahnhof Tokio, um Menschen bei möglichen Raketenangriffen besser zu schützen. Gouverneurin Yuriko Koike kündigte das Vorhaben am 7. August an und verwies dabei auf die wachsenden militärischen Spannungen in Ostasien.
Der geplante Schutzraum soll in einem Parkhaus unter der Yaesu-dori-Straße entstehen, direkt östlich des Bahnhofs von Tokio. Das Parkhaus erstreckt sich über die erste und zweite Untergeschossebene und verfügt über eine Fläche von rund 13.000 Quadratmetern, berichtet die „Japan Times“.
Laut dem Bericht wurde der Standort wegen seiner Nähe zum Bahnhof Tokio ausgewählt, an dem täglich zahlreiche Menschen unterwegs sind. Bei der Planung sollen auch Gefahren wie Druckwellen, Trümmer und einstürzende Gebäudeteile berücksichtigt werden, weshalb unter anderem spezielle Schutztüren geprüft werden.
Das Parkhaus bietet derzeit Platz für rund 260 Fahrzeuge und soll für die neue Nutzung umgebaut werden. Detaillierte Untersuchungen sowie die Planung und Ausarbeitung des Projektssollen sollen noch im laufenden japanischen Haushaltsjahr beginnen, einen Termin für die Fertigstellung gibt es bislang nicht.
Parallel dazu soll ein weiterer unterirdischer Schutzraum an der U-Bahn-Station Azabu-Juban erneuert werden. Die Arbeiten an der rund 1400 Quadratmeter großen Anlage sind für die Haushaltsjahre 2026 und 2027 laut dem Bericht vorgesehen. Die U-Bahn-Station ist an ein Lager für Katastrophenschutzmaterial angeschlossen.
Tokio reagiert damit auf die zunehmenden Sorgen über mögliche Raketenangriffe auf Japan. Besonders Nordkorea sorgt mit regelmäßigen Tests ballistischer Raketen für Unruhe, während China seine militärischen Fähigkeiten weiter ausbaut.
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Erst am 6. August hatte Nordkorea erneut eine Rakete in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Laut „Japan Times“ verwies Koike bei der Vorstellung des Schutzraumprojekts ausdrücklich auf diesen Start und bezeichnete die wiederholten nordkoreanischen Raketenabschüsse als ernste Bedrohung für Japans Sicherheit.
Auch Chinas militärische Aktivitäten beschäftigen die japanische Regierung. Zuletzt führte die chinesische Marine Schießübungen in der Nähe des Atolls Okinotorishima durch, worauf Japan mit Protesten reagierte.
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