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Elon Musks Behörde DOGE gab an, mit einer Vertragskündigung 1,7 Milliarden Dollar eingespart zu haben. Prüfer stellten nun fest, dass es nie dazu kam

Дата публикации: 12-08-2026 13:06:00

Elon Musks US-Behörde Doge meldete die Ersparnis von 1,76 Milliarden Dollar. Eine Kontrollbehörde stellt nun fest: Der Vertrag lief weiter, Geld floss, Leistungen blieben.

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Elon Musks US-Behörde Doge meldete die Ersparnis von 1,76 Milliarden Dollar. Eine Kontrollbehörde stellt nun fest: Der Vertrag lief weiter, Geld floss, Leistungen blieben.

Der Rechnungshof des US-Kongresses widerspricht einer Behauptung des Department of Government Efficiency (Doge). Die ehemalige Behörde unter Leitung von Tech-Unternehmer Elon Musk gab an, 1,76 Milliarden US-Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) mit der Kündigung eines IT-Vertrags eingespart zu haben. Tatsächlich lief dieser aber weiter.

Das geht aus einer neuen Prüfung des Government Accountability Office (GAO) hervor. Doge führte den Posten seit dem 14. April 2025 auf seiner öffentlichen „Wall of Receipts“ („Quittungswand“). Dort hieß es, die Einsparung stamme aus der Beendigung eines Vertrags der Defense Health Agency, also der Gesundheitsbehörde des US-Verteidigungsministeriums.

Was war Doge?

Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit wollte Donald Trump die Staatsausgaben massiv kürzen. Er hatte den Tech-Unternehmer Elon Musk mit der Umsetzung beauftragt. Der Milliardär trieb den Umbau des Staatsapparats mit dem ans Weiße Haus angeschlossenen Department of Government Efficiency (Doge) voran.

Der US-Präsident räumte ihm dafür weitreichende, aber rechtlich fragwürdige Befugnisse ein. Im Sommer 2025 kündigte er an, in Washington etwas kürzertreten zu wollen, um wieder mehr Zeit mit der Führung des Elektroauto-Herstellers Tesla zu verbringen. Doge galt ab November 2025 als aufgelöst.

Kontrollbehörde findet keine Kündigung des Milliarden-Deals

Nach Angaben des GAO gab es bei dem Vertrag jedoch weder eine vollständige noch eine teilweise Kündigung. Die Prüfer fanden auch keine Verringerung von Leistungsumfang oder Vertragswert. Ebenfalls fehlte die Rücknahme bereits gebundener Haushaltsmittel.

Mitarbeiter der Defense Health Agency sagten den Prüfern klar, es habe „keine Einsparungen“ bei diesem Vertrag gegeben, so das US-Fachmagazin „Defense News“. Der Auftrag stammte aus dem Jahr 2023. Dabei sollten standardisierte IT-Dienste für medizinische Einrichtungen der US-Streitkräfte geliefert werden.

Treffen mit Doge änderte den gemeldeten Betrag nicht

Am 10. April 2025 wurde ein Memorandum von Verteidigungsminister Pete Hegseth verschickt. Darin ordnete er die Kündigung mehrerer Verträge im Pentagon an. Das Ministerium bezifferte das Volumen damals auf 5,1 Milliarden US-Dollar (rund 4,4 Milliarden Euro) und die erwarteten Einsparungen auf fast 4 Milliarden US-Dollar (rund 3,5 Milliarden Euro). Darunter tauchte auch der besagte Beratungsvertrag der Defense Health Agency auf.

Vier Tage später stellte Doge den Eintrag online und setzte die Ersparnis bei 1,76 Milliarden US-Dollar an. Nach einem späteren Gespräch mit Vertretern der Gesundheitsbehörde sah Doge laut GAO selbst ein, dass der Vertrag nicht beendet werden sollte. Trotzdem blieb die Zahl auf der Website stehen.

Wie Doge überhaupt auf die Summe kam, ließ sich nicht klären. Das GAO bekam auf Anfragen nach Unterlagen und Gesprächen jedoch keine Antwort.

Elon Musk (l.) und Donald Trump (r.) sagen, sie wollen mit ihrer Effizienzbehörde ordentlich in der US-Regierung aufräumen

Elon Musk und Donald Trump im Jahr 2025. Andrew Harnik/Getty Images via AFP
Prüfer entdecken weitere Fehler in Doge-Sparliste

Das GAO überprüfte auch andere Fälle. Insgesamt reklamierte Doge mehr als 61 Milliarden US-Dollar (rund 53 Milliarden Euro) an Einsparungen aus 13.476 angeblich beendeten Verträgen.

Bei 2503 dieser Verträge fanden die Prüfer in den staatlichen Vergabedaten aber gar keinen Kündigungsvorgang. Die dazu gemeldete Ersparnis summierte sich auf 23,7 Milliarden US-Dollar (rund 25,23 Milliarden Euro). Zudem nutzte Doge nach Feststellung der Kontrolleure bei der Mehrheit der Verträge nicht einmal die eigene Berechnungsmethode.

Laut „Defense News“ antworteten weder das Weiße Haus noch die Defense Health Agency auf Fragen. Die beanstandete Summe stand laut GAO weiterhin auf der Doge-Website, die zuletzt am 1. Januar 2026 aktualisiert wurde.

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