Russlands Präsident Wladimir Putin hat europäischen Staaten mit Gegenmaßnahmen gedroht, sollten sie russische Handelsschiffe beschlagnahmen.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat europäischen Staaten mit Gegenmaßnahmen gedroht, sollten sie russische Handelsschiffe beschlagnahmen.
Solche Aktionen seien „nichts anderes als Piraterie und Banditentum“, sagte Putin laut Reuters.
„Wenn dies tatsächlich umgesetzt wird, werden wir gezwungen sein, mit gleichen Mitteln zu reagieren“, so der Kremlchef. Die russische Antwort werde sich zudem nicht zwangsläufig auf die Gewässer beschränken, in denen russische Schiffe festgesetzt würden. Sie könne „dort erfolgen, wo wir es für notwendig und angemessen halten“, zitiert Reuters den Präsidenten.
Putin äußerte sich während eines Besuchs auf der fernöstlichen Insel Sachalin. Dort beobachtet er Übungen der russischen Pazifikflotte. Hintergrund der Drohung ist der verschärfte Druck auf Russlands sogenannte „Schattenflotte“.
Dabei handelt es sich um ältere Tanker und andere Schiffe, die nach westlicher Einschätzung dazu eingesetzt werden, Sanktionen zu umgehen und russisches Öl zu transportieren. Viele dieser Schiffe fahren unter der Flagge anderer Staaten und verfügen teils nur über eine unzureichende Versicherung.
In den vergangenen Monaten haben Schweden, Frankreich, Großbritannien und Belgien Schiffe aus diesem Umfeld kontrolliert oder festgesetzt. Die Europäische Union hat zudem ihre Sanktionen gegen mehrere hundert Schiffe ausgeweitet, berichtet Reuters. Einige europäische Regierungen prüfen demnach weitere Maßnahmen gegen Schiffe, die im Verdacht stehen, Sanktionen zu umgehen.
Ein schwedisches Gericht stimmte laut „Kyiv Independent“ inzwischen der Übergabe des Schiffes „Caffa“ an die Ukraine zu. Der Tanker soll Getreide transportiert haben, das aus von Russland besetzten ukrainischen Gebieten stammen soll.
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Am 7. Januar 2026 beschlagnahmten US-Behörden im Atlantik erstmals seit längerer Zeit einen Tanker, der unter russischer Flagge fuhr. Moskau soll daraufhin ein U-Boot zu dessen Schutz entsandt haben.
Westliche Regierungen und Beobachter warnen zudem vor den Risiken der alternden Tanker. Wegen ihres hohen Alters und teils unklarer Versicherungsverhältnisse könnten sie eine Gefahr für die maritime Sicherheit und die Umwelt darstellen. Ein Unfall mit auslaufendem Öl könnte Schifffahrtsrouten und Meeresökosysteme belasten.