Der Kongo stoppt wichtige Rohstoffexporte und trifft damit auch China. Kurz darauf wächst im Pazifik der Ärger über einen chinesischen Raketentest.
Der Kongo stoppt wichtige Rohstoffexporte und trifft damit auch China. Kurz darauf wächst im Pazifik der Ärger über einen chinesischen Raketentest.
Die Demokratische Republik Kongo hat den Export von Kupfer- und Kobaltkonzentraten gestoppt. Das hat auch Folgen für China. Laut „Business Insider Africa“ könnte Peking dadurch den Zugang zu einer wichtigen Rohstoffroute verlieren, über die womöglich auch Uran ins Land gelangte.
Die Maßnahme aus Kinshasa soll mehr Verarbeitung im eigenen Land erzwingen. Für China kommt sie zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Das Land hat sein Atomarsenal laut dem Bericht inzwischen auf mehr als 600 Sprengköpfe ausgebaut. Damit hat sich der Bestand demnach binnen weniger Jahre verdoppelt. Bis 2030 könnte die Zahl auf über 1000 steigen.
Beobachter gehen davon aus, dass China Uran womöglich verdeckt über Kobaltlieferungen aus dem Kongo bezogen hat. Uran ist ein zentraler Rohstoff für Atomwaffen. Demnach könnte ein Teil dieses Materials als Nebenprodukt in Lieferungen aus dem Bergbau nach China gelangt sein.
Das chinesische Bergbauunternehmen CMOC weist die Vorwürfe zurück. Die Produkte entsprächen „allen geltenden lokalen Vorschriften“ und enthielten kein überhöhtes Uran, erklärte das Unternehmen laut „Business Insider Africa“. Wissenschaftler bleiben dennoch skeptisch. Chinas bekannte heimische Uranproduktion erklärt den schnellen Ausbau des Arsenals aus ihrer Sicht nicht vollständig.
Die Demokratische Republik Kongo zählt zu den wichtigsten Produzenten von Kobalt und Kupfer weltweit. Sollte die mutmaßliche Lieferkette tatsächlich bestanden haben, hätte das Exportverbot aus dem Kongo direkte Folgen. Der Zugang zu diesem Material wäre dann deutlich erschwert oder vorerst abgeschnitten.
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China handelte sich zuletzt noch aus einem weiteren Grund Kritik ein. Im Juli feuerte das Land eine ballistische Rakete in den Pazifik. Mehrere Inselstaaten reagierten verärgert. China hatte den Start zwar angekündigt, aber den Einschlagsort nicht genannt.
Papua-Neuguineas Außenminister Justin Tkatschenko nannte den Test „völlig unangebracht“. China sei ein enger Partner, doch dieser Schritt helfe „überhaupt nicht“. Aus Peking hielt Außenamtssprecherin Mao Ning dagegen, der Test sei sicher verlaufen. Andere Staaten sollten die Angelegenheit „nicht überinterpretieren“.
Eine gemeinsame Verurteilung kam bei einem Treffen der Außenminister in Suwa nicht zustande. Länder wie Kiribati und Nauru unterstützten eine solche Formulierung laut dem Bericht nicht. In drei Wochen wollen die politischen Spitzen der Region in Palau erneut beraten.