Die Ukraine hat Russland über einen Vermittler eine gegenseitige Waffenruhe im Schwarzen Meer vorgeschlagen. Kiew wartet noch auf eine Antwort aus Moskau.
Die Ukraine hat Russland über einen Vermittler eine gegenseitige Waffenruhe im Schwarzen Meer vorgeschlagen. Kiew wartet noch auf eine Antwort aus Moskau.
Die Ukraine hat Russland eine gegenseitige Waffenruhe im Schwarzen Meer vorgeschlagen. Beide Seiten sollen Angriffe auf zivile Ziele, Schiffe und Infrastruktur einstellen. Ein Vermittler habe den Vorschlag an Moskau übermittelt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Quelle.
Eine Antwort Russlands liegt demnach bislang nicht vor. Auch der Kreml und das russische Außenministerium äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorschlag. Der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zuvor, Moskau habe „keine formellen Vorschläge“ für eine Waffenruhe im Schwarzen Meer erhalten.
In den vergangenen Wochen haben sich die gegenseitigen Vorwürfe über Angriffe auf Schiffe und Hafenanlagen verschärft. Die Ukraine und Russland sind wichtige Lieferanten für den weltweiten Agrarmarkt. Beide Seiten warnen deshalb, dass die Angriffe die Getreideversorgung und die Preise beeinflussen könnten, berichtet Reuters.
Die Folgen zeigen sich bereits in den Exportzahlen. Die ukrainischen Getreideausfuhren lagen im August bislang 76 Prozent unter dem Vorjahreswert, berichtet Reuters. Sollte die faktische Blockade der Schwarzmeerhäfen anhalten, warnt die ukrainische Landwirtschaft vor erheblichen wirtschaftlichen Schäden.
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Nach dem russischen Einmarsch im Jahr 2022 hatten die Vereinten Nationen und die Türkei ein Abkommen ermöglicht, das ukrainische Getreideexporte über das Schwarze Meer absicherte. Russland verlängerte die Vereinbarung 2023 jedoch nicht.
Kiew baute anschließend eine eigene Seeroute auf, die bis zur jüngsten Eskalation funktionsfähig blieb. Alternative Transporte per Bahn oder über die Donau können die Ausfälle nach ukrainischer Darstellung nicht vollständig ersetzen.
Auch die Türkei drängt auf eine Beruhigung der Lage. Ankara forderte beide Seiten bereits auf, die Angriffe im Schwarzen Meer zu stoppen. Ob Moskau dem ukrainischen Vorschlag zustimmt, bleibt offen.
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