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„Sächsische Separatisten”: Björn Höcke will Terror-Angeklagte wieder in AfD zurückholen

Дата публикации: 16-08-2026 10:37:00

Im November 2024 wurden die Mitglieder der mutmaßlich rechtsextremen Terrorgruppe „Sächsische Separatisten“ festgenommen. Björn Höcke will einige von ihnen nun wieder in die AfD aufnehmen.

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Im November 2024 wurden die Mitglieder der mutmaßlich rechtsextremen Terrorgruppe „Sächsische Separatisten“ festgenommen. Björn Höcke will einige von ihnen nun wieder in die AfD aufnehmen.

Die Bundesanwaltschaft klagt acht Mitglieder der sogenannten „Sächsischen Separatisten“ an. Sie wirft ihnen unter anderem vor, Mitglieder und Rädelsführer einer terroristischen Vereinigung zu sein. Die Gruppe soll für einen Tag X schwere Gewaltverbrechen in Sachsen geplant haben.

Drei der acht Angeklagten waren Mitglied der AfD, bis sie nach Bekanntwerden der Vorwürfe aus der Partei ausgeschlossen wurden. Der Chef der AfD in Thüringen, Björn Höcke, macht sich nun dafür stark, die drei wieder in die Partei aufzunehmen. Laut der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ erklärte er die mutmaßlichen Mitglieder der Terrororganisation seit dem Sommer 2025 dreimal öffentlich für unschuldig.

Für Höcke sind die mutmaßlichen Rechtsterroristen „Justizopfer“

So mutmaßte Höcke 2025 beim Sommerfest des AfD-Kreisverbands Greiz, die Separatisten wären nur verhaftet worden, um in Sachsen 2024 eine Koalition zwischen CDU und AfD zu verhindern. Am 17. Juni 2026 erklärte Höcke dann die „Sächsischen Separatisten“ zu „Justizopfern“: Sie seien bloß Familienväter gewesen, die „sich Gedanken gemacht haben, was passiert, wenn dieser Staat irgendwann kollabiert“.

Die Entscheidung seiner Partei, die drei Angeklagten aus den eigenen Reihen zu entfernen, nannte Höcke eine „Fehlentscheidung“. Er versprach: „Ich werde mich im Rahmen meiner Möglichkeiten in […] dafür einsetzen, dass diese Fehlentscheidung korrigiert wird“. Statt sie auszuschließen, sollte die AfD den Männern im Strafprozess helfen.

«Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof» steht auf einem Schild am Eingang zum Gebäude der Bundesanwaltschaft. (zu dpa: «Razzien rund um Ex-Gazprom-Tochter - Sabotageverdacht»)

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen die mutmaßlichen „Sächsischen Separatisten” übernommen. Christoph Schmidt/dpa
Beschuldigter soll Waffe auf Polizisten gerichtet haben

Drei Tage später sprach Höcke erneut beim AfD-Sommerfest in Greiz. In seiner Rede kritisierte er das Vorgehen der Polizei bei der Festnahme 2024. Damals war dem Beschuldigten Kurt H. während der Aktion in den Kiefer geschossen worden. In einer Überrumpelungsaktion hätten die Beamten Kurt H. verletzt, einen Mann, der laut Höcke „noch nie in seinem Leben einer Fliege etwas zuleide getan hat.“

Die Bundesanwaltschaft teilte indes zu dem Zugriff mit: „Im Zuge seiner Festnahme richtete Kurt H. ein geladenes und entsichertes Gewehr gegen einen Polizeibeamten, um auf ihn zu schießen. Hierzu kam es nicht, da der betroffene Polizeibeamte zuvor in Gegenwehr Schüsse aus seiner Dienstwaffe abgab. Die Schüsse trafen den Angeschuldigten im Gesichts- und Schulterbereich und machten ihn handlungsunfähig.“

Die „Separatisten“ planten ethnische Säuberungen nach „Tag X“

Die Organisation, für deren mutmaßliche Mitglieder Höcke sich einsetzt, ist laut der Bundesanwaltschaft eine Gruppe mit rassistischem, antisemitischem und apokalyptischem Weltbild. Die Bundesanwaltschaft spricht von zuletzt 20 Mitgliedern, die sich in paramilitärischen Trainings auf den Häuserkampf vorbereiteten und im Ausland Schießübungen durchführten.

Den Ermittlungen zufolge sei es ihr Plan gewesen, nach einem „Tag X“ gewaltsam Gebiete in Ostdeutschland unter Kontrolle zu bringen und dort Repräsentanten des Staates zu ermorden. Anschließend hätten sie unter anderem Juden und Migranten „entfernen“ wollen, um, so die Ermittler, ein „am Nationalsozialismus orientiertes Gemeinwesen“ zu errichten. Das Verfahren gegen die mutmaßlichen Mitglieder ist nicht abgeschlossen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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