Weil Städte Parkflächen systematisch reduzieren, werden auch private Stellplätze knapp und als Mietobjekt begehrt.
Nicht nur öffentliches Parken wird immer teurer. Weil Städte Parkflächen systematisch reduzieren, werden auch private Stellplätze knapp und als Mietobjekt begehrt.
Viele deutsche Städte und Kommunen wollen den Autoverkehr aus der Stadt verdrängen. Stattdessen soll es mehr Radwege und Platz für Fußgänger geben, außerdem attraktivere Umgebungen für teure Innenstadt-Immobilien. München zum Beispiel lässt beim Umbau der östlichen Innenstadt mehr als die Hälfte der Parkplätze verschwinden.
Ersatzflächen gibt es oft nicht, auch nicht für Anwohner. Ein anderer Zweck der bewussten Parkraum-Verknappung ist die Generierung von Einnahmen für Kommunen. Unter dem Stichwort „Parkraumbewirtschaftung“ müssen Anwohner selbst dann, wenn sie vor ihrem eigenen Haus parken, einen Anwohnerparkausweis erwerben. Damit dürfen sie parken, allerdings nur, wenn nicht schon alle Plätze belegt sind. Vorbild dieser Politik sind oft die Niederlande. Autofahrerinnen und Autofahrer, die keine eigene Garage besitzen, haben das Nachsehen oder müssen einen festen Stellplatz mieten.
Angesichts dieser Entwicklung sind die Daten, die die Immobilien-Plattform ImmoScout24 jetzt erhoben hat, keine Überraschung: Bundesweit stiegen die Angebotspreise für Stellplätze zwischen 2020 und 2025 um 28 Prozent. „Wo öffentliche Parkflächen knapper werden, gewinnt ein privater Stellplatz an Wert. Er ist für viele Wohnungssuchende ein praktisches Ausstattungsmerkmal und kann die Attraktivität einer Immobilie steigern. Diese Entwicklung spiegelt sich zunehmend auch in den Stellplatzmieten wider“, sagt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24.
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Die höchsten Stellplatzmieten werden laut ImmoScout in Frankfurt am Main, Hamburg und Düsseldorf aufgerufen; dort liegen sie bei über 100 Euro im Monat. Die stärksten Preisanstiege verzeichnen allerdings kleinere Städte wie Delmenhorst (plus 148 Prozent) oder Wilhelmshaven (plus 107 Prozent).
Am günstigsten können Autofahrer noch in den östlichen Bundeasländern einen Stellplatz mieten. „Unter den acht deutschen Metropolen ist Leipzig mit 73,69 Euro pro Monat der günstigste Markt. Den niedrigsten Angebotspreis aller untersuchten Städte weist Zwickau mit durchschnittlich 30,93 Euro auf“, listet ImmoScout auf.
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