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Batteriespeicher oft ein Fehlkauf? Studie warnt vor überdimensionierten PV-Akkus

Дата публикации: 14-08-2026 07:51:00

Viele Betreiber von Photovoltaikanlagen kaufen zu große Batteriespeicher. Eine Studie von Fraunhofer Austria zeigt: Selbst kleine PV-Speicher amortisieren sich oft erst nach acht Jahren – größere Modelle häufig gar nicht.

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Fraunhofer AustriaBatteriespeicher oft ein Fehlkauf? Studie warnt vor überdimensionierten PV-Akkus

Laut einer Studie von Fraunhofer Austria sind viele für Privathaushalte empfohlene PV-Speicher überdimensioniert.

Foto: COMPUTER BILD

Viele Betreiber von Photovoltaikanlagen kaufen zu große Batteriespeicher. Eine Studie von Fraunhofer Austria zeigt: Selbst kleine PV-Speicher amortisieren sich oft erst nach acht Jahren – größere Modelle häufig gar nicht.

Batteriespeicher gelten als ideale Ergänzung zur Photovoltaikanlage. Sie sollen überschüssigen Solarstrom zwischenspeichern und den Eigenverbrauch erhöhen. Doch hier liegt laut Forschenden von

Fraunhofer Austria

das Problem: Viele Hausbesitzer und -besitzerinnen entscheiden sich beim Speicherkauf eher nach Gefühl als auf Basis konkreter Wirtschaftlichkeitsberechnungen.

Balkonkraftwerk-Speicher im Überblick

Selbst kleine Speicher amortisieren sich lange nicht

Im Rahmen des Forschungsprojekts iLESS entwickelten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein Simulationsprogramm, das typische Haushalte mit Photovoltaikanlage analysiert. Es flossen reale Verbrauchsdaten, die Leistung der Solaranlage, Strompreise, Einspeisevergütungen sowie Anschaffungs- und Installationskosten in die Berechnungen ein. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Selbst ein vergleichsweise kleiner Batteriespeicher mit 5 Kilowattstunden (kWh) Kapazität benötigt rund acht Jahre, um seine Kosten einzuspielen. Angesichts einer typischen Lebensdauer von etwa zehn Jahren bleibt nur ein kurzer Zeitraum, in dem der Speicher tatsächlich einen finanziellen Vorteil bringt.

10-kWh-Speicher häufig viel zu groß

Besonders kritisch sehen die Forscher die oft empfohlenen 10-kWh-Batterien. Für einen typischen Privathaushalt mit gewöhnlichen Elektrogeräten und Wärmepumpe seien solche Systeme häufig überdimensioniert. Der Grund: Die zusätzliche Speicherkapazität wird oft gar nicht genutzt. Viele Batterien erreichen selten ihre maximale Ladung. Überschüssiger Solarstrom landet trotz großen Speichers weiterhin im Netz, während ein Teil der teuren Speicherkapazität ungenutzt bleibt. Nach Ansicht der Wissenschaftler reicht deshalb in vielen Fällen ein deutlich kleineres System.

Smart Meter liefern die Daten – die Software fehlt

Für eine zuverlässige Wirtschaftlichkeitsrechnung sind detaillierte Lastprofile notwendig. Moderne Smart Meter erfassen, wann Strom im Haushalt verbraucht oder erzeugt wird. Bislang fehlt jedoch eine frei verfügbare Software, die diese Daten automatisch auswertet und die optimale Speichergröße berechnet. Das Fraunhofer-Team hat dafür einen Prototyp entwickelt. Die Software simuliert unter anderem den Ladezustand des Speichers über einen längeren Zeitraum und ermittelt, welche Speichergröße die beste Amortisationszeit bietet.

Gilt das auch für Balkonkraftwerke?

Für klassische Balkonkraftwerke ist die Einordnung nur eingeschränkt relevant. Steckersolargeräte mit bis zu 2 Kilowatt Modulleistung und 800 Voltampere Wechselrichterleistung sind von den Fernsteuerpflichten nach § 9 EEG ausgenommen. Zudem hängt der Effekt bei Speichersystemen vom Aufbau ab: Bei manchen Anlagen sitzen die Solarmodule zuerst am Speicher oder an einem Hybridwechselrichter. Dann ist eine Drosselung am Wechselrichter nicht ohne Weiteres mit einer klassischen PV-Anlage vergleichbar.

Mehr Autarkie als Argument

Die Forscher und Forscherinnen betonen jedoch, dass Wirtschaftlichkeit nicht das einzige Entscheidungskriterium sein müsse. Wer seinen Eigenverbrauch maximieren und unabhängiger vom Stromnetz werden möchte, kann sich bewusst für einen größeren Speicher entscheiden. Entscheidend sei aber, dass diese Wahl auf transparenten Daten basiert – und nicht auf pauschalen Empfehlungen von Herstellern oder Installateuren. Vor dem Kauf eines Speichers lohnt sich deshalb eine genaue Analyse des eigenen Stromverbrauchs.

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