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Samsung 990 im Test: Schneller SSD-Speicher ohne High-End-Aufpreis?

Дата публикации: 15-08-2026 11:00:00

Nicht jeder benötigt ein SSD-Spitzenmodell. Die Samsung 990 will genau die Leistung liefern, die viele User im Alltag wirklich brauchen, und dabei günstiger bleiben als die 990 Pro. COMPUTER BILD hat die 2-Terabyte-Version getestet.

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PCIe-4.0-SSD getestetSamsung 990 im Test: Schneller SSD-Speicher ohne High-End-Aufpreis?

Wie gut ist die Samsung 990? COMPUTER BILD hat Tempo, Ausstattung und Speicherleistung der PCI-Express-4.0-SSD geprüft.

Foto: COMPUTER BILD/Peter Müller

Nicht jeder benötigt ein SSD-Spitzenmodell. Die Samsung 990 will genau die Leistung liefern, die viele User im Alltag wirklich brauchen, und dabei günstiger bleiben als die 990 Pro. COMPUTER BILD hat die 2-Terabyte-Version getestet.

Wer eine neue SSD sucht, landet bei Samsung schnell bei der

990 Pro

. Doch deren Leistung schöpfen viele Nutzerinnen und Nutzer im Alltag gar nicht aus. Die neue Samsung 990 will deshalb die vernünftigere Wahl sein: schnell genug für Spiele, große Dateien und anspruchsvolle Anwendungen, dabei aber günstiger als das Topmodell. Im Test musste die rund 280 Euro teure (Stand: August 2026) 2-Terabyte-Version zeigen, ob sie dieses Versprechen einlösen kann.

Viel Speicher auf kleiner Fläche

Die Samsung 990 setzt auf das weit verbreitete M.2-2280-Format. Hinter der Bezeichnung verbergen sich die Abmessungen: 22 Millimeter Breite und 80 Millimeter Länge. Damit erinnert die SSD eher an einen Kaugummistreifen als an ein klassisches Laufwerk. Der Speicherriegel verschwindet direkt auf dem Mainboard und benötigt weder Strom- noch Datenkabel.

Mit einer Bauhöhe von lediglich 2,5 Millimetern und einem Gewicht von knapp 7 Gramm eignet sich die SSD nicht nur für Desktop-PCs, sondern auch für viele Notebooks und kompakte Systeme. Auch als Speichererweiterung für die PlayStation 5 kommt sie grundsätzlich infrage. Einen Kühlkörper bringt sie allerdings nicht mit. Wer die SSD dauerhaft unter hoher Last betreibt, profitiert deshalb von einem Mainboard mit eigener SSD-Kühlung.

Samsung 990 liegt in der Hand des Testers

Dank ihres kompakten M.2-Formats findet die Samsung 990 SSD in den allermeisten PCs und Notebooks Platz.

Foto: COMPUTER BILD/Peter Müller

Im Inneren arbeiten Samsungs aktueller V-NAND-Speicher sowie eine PCI-Express-4.0-x4-Schnittstelle. V-NAND bezeichnet die mehrschichtige Speichertechnik, bei der die Speicherzellen wie ein Hochhaus übereinandergestapelt werden. Die PCI-Express-4.0-Anbindung sorgt wiederum für deutlich mehr Übertragungsbandbreite als ältere SSD-Generationen.

Die Kombination richtet sich vor allem an User, die einen schnellen Alltagsbegleiter für Spiele, große Fotosammlungen oder Videoarchive suchen, ohne gleich in die teuerste Leistungsklasse vorzustoßen. Die getestete 2-Terabyte-Version stellte dafür 1.863 Gigabyte nutzbaren Speicher bereit. Alternativ ist die SSD auch mit 1 Terabyte Speicher erhältlich – diese Variante kostet rund 170 Euro (Stand: August 2026).

Samsung 990 liegt auf der Innenverpackung. Im Hintergrund: die äußere Verpackung

Löblich: Samsung verzichtet bei der Verpackung auf unnötigen Kunststoff und setzt stattdessen überwiegend auf Karton und Papier.

Foto: COMPUTER BILD/Peter Müller

Hohes Tempo beim Lesen und Schreiben

In den Tempo-Messungen zeigte die Samsung 990 schnell, warum sie sich im gehobenen

PCI-Express-4.0-Segment

wohlfühlt. Beim Lesen erreichte sie 7.261 Megabyte pro Sekunde und bewegte sich damit nahe an den technischen Grenzen dieser Schnittstelle. Große Spiele, umfangreiche Projektdateien oder mehrere Gigabyte große Videoclips wanderten entsprechend flott über die Datenleitung.

Auch beim Schreiben fühlte sich die SSD angenehm spritzig an. Mit 5.867 Megabyte pro Sekunde legte sie ein hohes Tempo vor und transportierte große Datenmengen zügig auf den Speicher. Das machte sich insbesondere beim Kopieren umfangreicher Medienarchive oder beim Export großer Videoprojekte bemerkbar.

Doch hohe Spitzenwerte sind nur eine Seite der Medaille. Wie schnell ein Rechner auf Eingaben reagiert, Programme startet oder kleine Dateien verarbeitet, hängt auch von den sogenannten IOPS-Werten ab.

Samsung 990 in der SSD-Teststation

Im Labor musste die Samsung 990 in der SSD-Teststation zeigen, wie viel Leistung tatsächlich in ihr steckt.

Foto: COMPUTER BILD/Peter Müller

Flott im Alltag dank starker IOPS-Leistung

IOPS steht für "Input/Output Operations Per Second" und beschreibt, wie viele kleine Lese- oder Schreibvorgänge eine SSD pro Sekunde bewältigt. Gerade beim Starten von Windows, dem Öffnen vieler Programme oder beim Nachladen von Spieldaten spielen diese Werte eine wichtige Rolle.

Hier hinterließ die Samsung 990 einen insgesamt starken Eindruck. Bei den Schreibzugriffen erreichte sie 1.315.389 IOPS und übertraf damit sogar die Herstellerangaben. Viele kleine Datenpakete landeten entsprechend schnell auf dem Speicher.

Etwas verhaltener fiel das Ergebnis bei den Lesezugriffen aus. Mit 915.983 IOPS blieb die SSD zwar auf einem hohen Niveau, erreichte aber nicht absolute Spitzenwerte. Im täglichen Einsatz machte sich dieser Unterschied jedoch kaum bemerkbar. Anwendungen starteten zügig, Spiele luden schnell und das System reagierte insgesamt sehr direkt.

Passend dazu liefert Samsung mit Magician eine umfangreiche Verwaltungssoftware. Damit lassen sich Firmware-Updates einspielen, der Zustand des Speichers überwachen und verschiedene Leistungs- oder Sicherheitsfunktionen verwalten.

Externe Verlinkung

Samsung

990

  • Flottes Arbeitstempo
  • Viel Speicherplatz
  • Sehr kurze Ladezeiten
  • Lese-IOPS ausbaufähig

169,90 EUR

Samsung 990 SSD: Test-Fazit

Die Samsung 990 verzichtete im Test auf große Rekordjagden und konzentrierte sich in der geprüften 2-Terabyte-Variante stattdessen auf ein ausgewogenes Gesamtpaket. Hohe Lese- und Schreibraten, viel Speicherplatz und eine kompakte Bauform machen sie zu einer attraktiven Lösung für Gaming-PCs, Notebooks und Alltagsrechner. Die Leseleistung bei zufälligen Zugriffen liegt zwar etwas hinter den besten Modellen ihrer Klasse, der praktische Unterschied bleibt jedoch gering. Wer eine schnelle SSD mit PCI-Express-4.0-Schnittstelle sucht und keine Aufpreise für absolute Spitzenwerte zahlen möchte, findet hier eine überzeugende Wahl.

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