Nach Schüssen im Graefekiez in Berlin-Kreuzberg fahndet die Polizei nach dem Täter. Nach bisherigen Erkenntnissen schoss ein Mann am Freitagabend gegen 20.40 Uhr auf einen 22-Jährigen, der in der Graefestraße vor einem Café saß.
Nach Schüssen im Graefekiez in Berlin-Kreuzberg fahndet die Polizei nach dem Täter. Nach bisherigen Erkenntnissen schoss ein Mann am Freitagabend gegen 20.40 Uhr auf einen 22-Jährigen, der in der Graefestraße vor einem Café saß.
Das Opfer wurde verletzt und nach Angaben der Polizei notoperiert. Lebensgefahr besteht nicht.
Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge zu früheren Schüssen im Graefekiez. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Sie stehe im Austausch mit der Sondereinheit „Ferrum“, die nach einer deutlichen Zunahme von Schusswaffenkriminalität in Berlin im vergangenen Herbst beim Landeskriminalamt gegründet wurde.
Im aktuellen Fall wurden laut Polizei am Abend etliche Tatzeugen vernommen. „Wir versuchen, den möglichen Fluchtweg des unbekannten Schützen nachzuvollziehen“, sagte ein Polizeisprecher in einem beim Kurznachrichtendienst X veröffentlichten Video. Bei der Suche wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Die Graefestraße wurde weiträumig abgesperrt. Polizisten suchten Straßen, Hauseingänge und Gebüsche ab.
Es waren nicht die ersten Schüsse im Graefekiez und in der Umgebung in diesem Jahr: Am 19. März etwa hielt sich ein 23-Jähriger mit einem Bekannten auf dem Bürgersteig der Graefestraße auf, als mehrere Schüsse auf ihn abgegeben wurden. Zwei Männer wurden damals beobachtet, im Mai wurden vier Verdächtige gefasst.
Im Mai wurde in Urbanstraße auf ein Auto geschossen. Ersten Ermittlungen zufolge waren zwei Täter laut Polizei auf einem Motorroller unterwegs. Sie stoppten, der Beifahrer stieg ab und schoss mehrfach auf ein Auto, in dem vier polizeibekannte Männer im Alter von 24, 32, 35 und 55 Jahren saßen. Die Täter flüchteten anschließend mit dem Roller.
Wenige Tage später wurde in der Urbanstraße nachts auf einen Spielplatz geschossen, auf dem sich ein Mann aufhielt, wie die Staatsanwaltschaft damals mitteilte. Der Mann blieb unverletzt, laut Zeugen flüchtete ein unbekannter Täter zu Fuß Richtung Hermannplatz.
dpa
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