Auf Wuppertals Straßen häufen sich gefährliche Situationen mit E-Scootern. Zu zweit oder zu dritt unterwegs, rücksichtslos abgestellt und oft ohne ausreichende Kenntnis der Verkehrsregeln: Warum Polizei und Stadt dringend handeln müssen.
Meinung | Wuppertal · Auf Wuppertals Straßen häufen sich gefährliche Situationen mit E-Scootern. Zu zweit oder zu dritt unterwegs, rücksichtslos abgestellt und oft ohne ausreichende Kenntnis der Verkehrsregeln: Warum Polizei und Stadt dringend handeln müssen.
Der E-Scooter, also der elektromotorisierte Roller auf kleinen Hartgummireifen, fährt aus Richtung Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium auf die Südstraße zu. Das nicht sonderlich große Trittbrett des Gefährts teilen sich zwei junge Frauen. Das ist natürlich die Ausnahme bei der Nutzung dieses angesagten Fortbewegungsmittels. In der Regel sind es eher zwei junge Männer, je nach Abenteuerlust auch drei. Auf den Straßen Wuppertals ist der Wilde Westen ausgebrochen. Mit E-Scootern fährt anscheinend jeder, wie er will. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, lautet das Motto, und die anderen passen schon auf. Das tun sie aber nicht immer in ausreichendem Maße, weil auch Autofahrer und Fußgänger Wucht und Tempo der lautlosen Raser zuweilen unterschätzen. Die Nachricht, dass dieser Tage in Oberbarmen ein Roller-Fahrer einen Fußgänger in das Außengelände eines Gastronomiebetriebes gerammt hat, kommt über eine Randnotiz nicht hinaus. Anscheinend haben sich alle an die permanente Gefahr gewöhnt. Das birgt lebensgefährliche Risiken.