Das erste Ziel ist erreicht: Die deutschen Turnerinnen stehen bei der EM mit tollen Aussichten im Team-Finale. Helen Kevric glänzt dabei am Stufenbarren. Der erste Titel geht nach Russland.
Stand: 14.08.2026 • 08:33 Uhr
Das erste Ziel ist erreicht: Die deutschen Turnerinnen stehen bei der EM mit tollen Aussichten im Team-Finale. Helen Kevric glänzte am Stufenbarren.
Deutschlands Turnerinnen sind bei der ersten Entscheidung der Europameisterschaften in Zagreb zwar wie erwartet leer ausgegangen, haben aber zum Abschluss im Team-Wettbewerb Medaillenchancen und überzeugten an drei Geräten. Die Chemnitzerin Lea Marie Quaas war mit 51,132 Punkten als 16. beste deutsche Vierkämpferin.
Helen Kevric glänzte mit Bestwertung an ihrem Paradegerät Stufenbarren. Die Turnerin vom MTV Stuttgart zeigte nach ihrer langwierigen Verletzung eine Top-Leistung. "Ich bin einfach nur unglaublich zufrieden und freue mich auf das Finale, das ich geschafft habe", sagte die Stuttgarterin nach ihrem starken Vorstellung im Sportschau-Interview.
Medaillenchancen fürs deutsche TeamZum EM-Abschluss darf sich die deutsche Riege mit Mehrkampf-Meisterin Silja Stöhr (Heddesheim), Helen Kevric (Stuttgart) sowie Karina Schönmaier, Lea Marie Quaas und Pauline Schäfer-Betz (alle Chemnitz) durchaus Hoffnungen auf eine Medaille machen, das Team beendete die Qualifikation als Vierte. Zugleich hat das Quintett damit die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Oktober in Rotterdam sicher. Im vorigen Jahr hatte die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) Silber hinter Italien gewonnen. Ein russisches Team war zuletzt 2018 bei einer EM am Start.
Rund lief es für die deutschen Turnerinnen auch in der Qualifikation für die kommenden Finals an den Einzelgeräten am Samstag. Überragend war der Vortrag von Kevric am Stufenbarren, wo sie als Beste mit 14,766 Punkten Goldkandidatin ist. "Ich war schon nervös", gab die 18-Jährige nach ihrem Wettkampf zu. "Aber ich habe versucht, ruhig zu bleiben. Ich war mutig und habe alles gegeben. Und das hat geklappt." Die letzten Monate seien aufgrund ihrer Verletzung nicht ganz einfach gewesen, aber sie habe viel gelernt und sei stärker geworden, so Kevric weiter.
Am Sprung zog Titelverteidigerin Schönmaier mit 14,016 Zählern als Zweitbeste in den Endkampf ein. Ex-Weltmeisterin Schäfer-Betz qualifizierte sich mit 13,500 Punkten für das Finale am Schwebebalken.
Melnikowa holt Mehrkampf-TitelDen Titel im Mehrkampf gewann Topfavoritin Angelina Melnikowa aus Russland mit 55,932 Punkten. Die Mehrkampf-Weltmeisterin, die für ihre Nähe zum Putin-Regime schon lange stark in der Kritik steht, führte auch das Team zu Platz eins in der Qualifikation für das Finale am Sonntag. Die russischen Turnerinnen dürfen in Zagreb nur ohne Flaggen, Hymne und jegliche nationalen Symbole antreten und werden als "World Gymnastics 2" geführt. Gleiches gilt für Belarus, das als "World Gymnatics 1" antritt.
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