Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Gefährliche Wende: Stettens Rufbus-Haltestelle bringt Bürger auf die Barrikaden

Дата публикации: 27-07-2026 18:00:00

Schotter statt Wartehäuschen, Wendemanöver und Ärger im Dorf – das steckt hinter dem Wirbel um die Schnellbus-Haltestelle im Neresheimer Teilort.

Основное содержимое страницы с новостью.

  1. Startseite
  2. Ostalb
  3. Härtsfeld

Stand: 27.07.2026, 20:00 Uhr

Von: Ulrike Schneider

Uns auf Google folgen

Ärgern sich über die Situation der Bushaltestellen in Neresheim (v.l.): Nina Weiss, Gabriele Schmid, Bernd Dollansky und Katja Maier. Die vier Stettener Bürger hätten gerne, dass - wie vor zwei Jahren - sämtliche Busse an dieser Haltestelle am Löwen, direkt im Ort, halten.

Ärgern sich über die Situation der Bushaltestellen in Neresheim (v.l.): Nina Weiss, Gabriele Schmid, Bernd Dollansky und Katja Maier. Die vier Stettener Bürger hätten gerne, dass - wie vor zwei Jahren - sämtliche Busse an dieser Haltestelle am Löwen, direkt im Ort, halten. © Oliver Giers

Schotter statt Wartehäuschen, Wendemanöver und Ärger im Dorf – das steckt hinter dem Wirbel um die Schnellbus-Haltestelle im Neresheimer Teilort.

Neresheim-Stetten. Gabriele Schmid steht mit Nina Weiss, Katja Maier und Bernd Dollansky im Wartehäuschen am "Löwen". "Hier hält frühmorgens der Schulbus", sagt sie. Dann zeigt sie in Richtung Ortsausgang „Und der Rufbus hält dort draußen.“ Dazwischen liegen 350 Meter – und eine Geschichte, die die 250 Einwohner von Stetten seit mehr als zwei Jahren nicht mehr loslässt. 

Dabei schien von offizieller Seite die Sache längst geklärt. Eine Sache, die recht komplex ist: Wer vor dem 9. Juni 2024 in Stetten mit dem Omnibus nach Neresheim oder in Richtung Aalen (ZOB) fahren wollte, ging zur Bushaltestelle beim "Löwen". Mit diesem Tag führte der Landkreis auf dem Härtsfeld den Schnellbus ein. In Stetten wird dieser seither als Rufbus bedient und muss vorab per Telefon oder App bestellt werden. Um Zeit zu sparen, verlegte man damals die Bushaltestelle des Rufbusses an den Ortsrand, direkt an die Landesstraße 1084.

Nach Widerstand und Sicherheitsbedenken bei den Bürgern kehrte der Bus noch im Sommer zurück nach Stetten. Doch nicht an seinen angestammten Platz am „Löwen“, sondern an den östlichen Ortsrand. Dort wurden die Bankette geschottert und zur "Wendeplatte" für den Schnellbus. Nur Schulbusse, etwa die drei Frühbusse am Morgen sammeln – außerhalb der Ferienzeit – noch am "Löwen" Fahrgäste ein. Seither gibt es in Stetten praktisch zwei Bushaltestellen: eine für den Schulbus im Ortskern und eine für den Schnell- und Rufbus am Ortsrand.

Häuschen gegen Schotterfläche

Zwei geschotterte Flächen soll Omnibusfahrern in Stetten das Wenden erleichtern. Häufig steigen an diesen Stellen auch Fahrgäste ein und aus.

Zwei geschotterte Flächen soll Omnibusfahrern in Stetten das Wenden erleichtern. Häufig steigen an diesen Stellen auch Fahrgäste ein und aus. © Oliver Giers

Gabriele Schmid nutzt den Schulbus-Halt am „Löwen“ regelmäßig. Um 6.48 Uhr fährt sie von dort zur Arbeit nach Aalen. Die 61-Jährige fragt sich, weshalb der Bus nicht immer dort halten könne. Dort, wo ein Wartehäuschen die Fahrgäste zu jeder Zeit vor Wind und Wetter schützt, wo eine Sitzbank und Beleuchtung für Komfort zu Wartezeiten sorgen.

Die Haltestelle für den Rufbus am östlichen Ortsrand wirke auch zwei Jahre später wie ein Provisorium. „Uns geht es darum, dass das bis heute keine vernünftige Haltestelle ist und wir manchmal mitten auf der Straße aussteigen – uns geht es vor allem aber darum, dass die Busse dort wenden müssen“, sagt Nina Weiss.

Zu eng, zu gefährlich – und trotzdem Alltag

Was sie und ihre Mitstreiter meinen, zeigt sich vor Ort. Ein Haltestellenschild am Ortsrand sucht man vergeblich, ebenso einen befestigten Ein- und Ausstiegsbereich. „Die Bankette wurden geschottert, damit an der Kreuzung genügend Platz zum Wenden bleibt. Gleichzeitig steigen dort die Fahrgäste ein und aus“, erklärt Gabriele Schmid. Der Schnell- und Rufbus fährt nach dem Halt nicht durch den Ort weiter, sondern muss wenden und auf derselben Strecke zur Landesstraße zurückkehren – obwohl die Ortsdurchfahrt nahezu parallel zur L 1084 verläuft.

Nach Ansicht der Stettener reicht der Platz fürs Kehrtmachen jedoch nicht aus. „Der Wendebogen ist eigentlich zu eng. Deshalb fahren die Busse regelmäßig über den Gehweg“, sagt Bernd Dollansky, der direkt an der Kreuzung wohnt. Mitunter rage der Bus dabei sogar weit in seine Hofeinfahrt hinein. „Das geht so nicht.“

Blick auf die Kreuzung am Ortsrand von Stetten, wo der Bus wendet. Neben Autofahrern sind hier auch Radfahrer unterwegs.

Blick auf die Kreuzung am Ortsrand von Stetten, wo der Bus wendet. Neben Autofahrern sind hier auch Radfahrer unterwegs. © Oliver Giers

Noch kritischer sieht Gabriele Schmid ein anderes Problem: „Die Busse setzen beim Wenden in der Regel zurück.“ Darin erkennt sie ein Sicherheitsrisiko. Immer wieder habe sie Situationen erlebt, in denen das Rangieren unübersichtlich gewesen sei. Sie verweist auf den großen Toten Winkel der Busse und auf Kinder, die dort regelmäßig mit ihren Fahrrädern unterwegs seien. „Manche Busfahrer fahren einfach durch den Ort“, sagt sie und lächelt. „Und kommen trotzdem pünktlich in Aalen an.“

Kritik ja – aber nicht an den Fahrern

Dabei ist es Gabriele Schmid wichtig: Ihre Kritik richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Fahrerinnen und Fahrer. "Die sind immer höflich und tun ihr Bestes", sagt sie. Sie lobt deren Umsicht ebenso wie ihre Zuverlässigkeit. "In den 20 Jahren, in denen ich von Stetten mit dem Bus fahre, ist der Bus nur ein einziges Mal nicht gekommen – und das lag am vielen Schnee", erzählt sie. Auch komme der Bus ihrer Erfahrung nach stets pünktlich am ZOB in Aalen an.

Zeitersparnis oder Vorwand?

Gerade deshalb können Schmid sowie Nina Weiss, Katja Maier und Bernd Dollansky das Argument nicht nachvollziehen, eine Fahrt durch den Ortskern koste zu viel Zeit. Aus ihrer Sicht müsste der Fahrplan genügend Spielraum bieten. „Beim Rufbus weiß man ja vorher auch nicht, wie viele Fahrgäste unterwegs ein- oder aussteigen“, sagt Katja Maier. Zwar lasse sich das anhand von Erfahrungen abschätzen. „Aber genau deshalb verstehen wir nicht, warum die paar hundert Meter durch den Ort nicht möglich sein sollen.“

Mit dieser Einschätzung stehen die vier nicht allein. Auch Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele hält das Zeitargument für wenig überzeugend. Nach seinen Beobachtungen nehme ohnehin ein Großteil der Busfahrer die Strecke durch den Ortskern, am "Löwen" vorbei. „Die Realität zeigt, dass das funktioniert“, sagt der Schultes auf Nachfrage. Die Zeitersparnis durch das Wenden am Ortsrand schätzt er als gering ein. Er habe deshalb bereits mehrfach das Gespräch mit dem Busunternehmen gesucht und eine Testphase angeregt. Schließlich koste auch ein Wendemanöver Zeit.

Was das Landratsamt sagt

Das Landratsamt Ostalbkreis liefert auf Nachfrage eine Begründung für die Lösung am Ortsrand. "Eine Fahrt durch den Ort dauert ein bis zwei Minuten länger – wegen Tempo 30 und mehrerer Kreuzungen mit Rechts-vor-links-Regelung", sagt dessen Pressesprecherin Susanne Dietterle. Und: Verpflichten könne man das Busunternehmen zur Durchfahrt ohnehin nicht. Denn der Schnellbus fahre im sogenannten eigenwirtschaftlichen Verkehr – also auf eigene Initiative des Unternehmens, nicht auf Anordnung des Landkreises.

Lesen Sie auch: Frust am Schnellbushalt Stetten: Warum die Probleme nicht enden

Damit nicht genug. Auf Nachfrage erklärt Dietterle, dass die Haltestelle auf der Schotterfläche verkehrsrechtlich gar nicht angeordnet wurde. Die offizielle Haltestelle "Kreuzäcker" befinde sich auf Höhe Härtsfeldstraße Nr. 15 – nicht dort, wo die Fahrgäste tatsächlich ein- und aussteigen. Das fehlende Haltestellenschild? Werde „schnellstmöglich" nachgerüstet.

Und dann ist da noch eine Zahl, die aufhorchen lässt: Zwischen zwei und fünf Mal pro Woche wird der Rufbus, so die Pressesprecherin, in Stetten tatsächlich genutzt. "Die restlichen 168 möglichen Fahrten werden gar nicht nachgefragt." Das bedeutet: Für durchschnittlich nur wenige Fahrten pro Woche rangiert ein Bus seit zwei Jahren an einer Kreuzung, die nach Ansicht der Anwohner dafür ungeeignet ist – um nach Angaben des Landratsamts ein bis zwei Minuten Fahrzeit einzusparen.

Immerhin: Bewegung scheint in die Sache zu kommen. Nach Angaben des Landratsamts steht die Behörde inzwischen mit Bürgermeister Thomas Häfele und dem Busunternehmen in Kontakt. Ziel sei eine einvernehmliche Lösung.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Bahnhofshocketse Neresheim: Die "Schättere" hat noch einen großen Traum07.5609-08-2026
2Что с маршрутом?08.5203-08-2026
3B&B HOTELS: Neues Hotel belebt die Rüsselsheimer Innenstadt05.7214-08-2026
4Новый взгляд на знакомые улицы с высоты второго этажа: как студенты АмГУ протестировали двухэтажный туристический автобус0508-07-2026
5Neresheim: Bahnhofshocketse mit Oldtimern am Wochenende011.7902-08-2026
6ТАСС: столкнувшаяся с автобусом в Москве "Газель" уже попадала в ДТП0510-07-2026
7На Ставрополье вывезли пассажиров рейсового автобуса, съехавшего на обочину0015-01-2022
8Стала известна причина ДТП с перевернувшимся автобусом в Татарстане0511-07-2026
9В Подмосковье на автовокзале автобус сбил пешеходов на тротуаре0018-03-2023

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 15.26. Источник: www.schwaebische-post.de.