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"Final Fantasy"-Community feiert in Berlin Computerspiel-Erweiterung

Дата публикации: 27-07-2026 14:41:21

In Berlin trifft sich die internationale Community des Computerspiels "Final Fantasy", um neue Details für die nächste Erweiterung Evercold zu mitzubekommen. Es geht hier aber auch vor allem um die Begegnung von Angesicht zu Angesicht.


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Cosplay und Gaming "Final Fantasy"-Community feiert in Berlin neue Computerspiel-Erweiterung

Katrin auf dem "Final Fantasy" Gaming Event in Berlin. (Quelle: rbb/Pohst)
Katrin auf dem "Final Fantasy" Gaming Event in Berlin. (Quelle: rbb/Pohst)

Von Finn Pohst

Spanisch, Französisch, Englisch, Ungarisch, Niederländisch und natürlich: Japanisch. Das sind wahrscheinlich bei Weitem nicht alle Sprachen, die es auf dem "Final Fantasy"-Festival in Berlin zu hören gibt.

Die Halle ist proppenvoll, als der unter dem Namen Yoshi-P bekannte japanische Entwickler Naoki Yoshida erste Details zur neuen "Final Fantasy XIV"-Erweiterung Evercold bekannt gibt. Hin und wieder geht ein Raunen durch die Menge, als es erste Blicke auf die neuen Designs und Grafiken gibt.

Nur Sitzmöglichkeiten gibt es für die vielen Fans bei Weitem nicht genug. Viele stehen in einer Art großem Halbkreis um diejenigen herum, die noch einen der Stühle für sich bekommen konnten, andere setzten sich als Notlösung einfach auf den Boden.

"Final Fantasy"-Community ist riesig

Aber ob sitzend oder stehend: Alle verfolgen sehr aufmerksam die simultane Übersetzung der Ankündigungen von Yoshi-P vom Japanischen ins Englische auf der Bühne. Im Spiel erstellen die Spieler in immer neuen Fantasy-Welten eigene, individuelle Figuren und erfüllen gemeinsam oder allein Missionen.

Die Community der Reihe ist riesig, das bekannte Online-Rollenspiel wird weltweit von über 30 Millionen Menschen gespielt. Für die erste "Final Fantasy"-Veranstaltung in Berlin sind dementsprechend viele internationale Gäste, Spielende, Cosplayerinnen und Cosplayer angereist. Kein Wunder: Es ist das einzige Festival in Europa in diesem Jahr, im April stand Kalifornien auf dem Plan und Ende Oktober 2026 ein weiteres Event im Heimatland der Entwickler, Japan.

Eine Fantasy-Welt zum Anfassen in Halle 25

Wer etwas Abwechslung vom reinen Bühnenprogramm sucht, bekommt in der Halle 25 eine große Auswahl an Aktivitäten geboten.

Es gibt eine Fläche zum Tanzen und jeder kann die eigene Präzision in der Hand beim Magnetangeln testen, zwei große Glücksräder drehen, Malen, Karotten fangen oder Dart spielen: Hier wird wirklich jede Fan-Seele glücklich.

Mittendrin im Gedränge um die Stände ist Joe aus Schulzendorf in Brandenburg. Im Gespräch gibt er allen "Final Fantasy"-Anfängern und Interessierten einen Ratschlag mit: Das Wichtigste sei die Geduld. Am Anfang brauche es Zeit, die man dem Spiel auch erstmal geben müsse. Also: Ausdauer und Durchhaltevermögen mitbringen und nicht bei den anfänglichen Schwierigkeiten mit einem neuen Spiel direkt frustriert aufgeben. Wer sich darum bemüht, könne auch neue Kontakte und Freundschaften über das Spiel knüpfen, erzählt Joe.

Einige der Besucher und Fans treffen sich auf dem Event nämlich erstmals von Angesicht zu Angesicht mit ihren Bekanntschaften und Freunden aus der "Final Fantasy"-Welt.

Susann, Saskia, Melissa, Maria (hinten von links nach rechts) Jay, Andrea (vorn von links nach rechts) (Quelle: rbb/Pohst) Susann, Saskia, Melissa, Maria (hinten von links nach rechts) Jay, Andrea (vorn von links nach rechts) (Quelle: rbb/Pohst)

Zwei Berlinerinnen aus Hellersdorf

Dass es möglich ist, neue Kontakte und Freundschaften über "Final Fantasy" zu knüpfen, zeigen auch zwei Frauen aus Hellersdorf. Susann und Andrea kannten sich bereits vorher, aber haben Gäste von außerhalb, zu denen sie Kontakt über das Spiel geknüpft haben. Zu sechst sind sie gemeinsam als Cosplayerinnen auf dem Festival unterwegs.

Im Spiel selbst legen die verheirateten Gamerinnen keinen Schwerpunkt auf das Kämpfen, sie seien eher als Sammlerinnen unterwegs. Das zeigt die Vielfältigkeit des Spiels: Jeder kann sich eigene Schwerpunkte setzten und entdecken, was einem persönlich am meisten Spaß macht.

Der eigene ausgewählte Charakter im Spiel werde sozusagen "mit einem erwachsen", erzählen sie. Dass ermöglicht die Gelegenheit für alle Spieler, ihre Spielerfiguren im Spiel völlig individuell zu gestalten. Ein Konzept, das bei vielen gut ankommt, zumindest Susann und Andrea scheinen an ihren Charakteren im Spiel zu hängen. Verkleidet sind sie aber als "Hythlodeus" (Andrea) und "Emeth Selch" (Susann).

Peter (Krieger) aus Hannover und Andreas in Weiß aus Österreich auf dem "Final Fantasy" Gaming Event in Berlin. (Quelle: rbb/Pohst) Peter (Krieger) aus Hannover und Andreas in Weiß aus Österreich auf dem "Final Fantasy" Gaming Event in Berlin. (Quelle: rbb/Pohst)

Schlangen vor einzelnen Besuchern im Cosplay-Outfit

Spitze Ohren, rote Augen, pinke Haare, Schwerter, Schilde und Äxte: Ganz besonders stechen die vielen Cosplayerinnen und Cosplayer ins Auge, die mit ihren unterschiedlichsten Kostümen Blicke auf sich ziehen. Viele von ihnen werden angesprochen und lassen sich bereitwillig gleich mehrfach hintereinander fotografieren. Einige Male entstehen sogar Schlangen vor Besuchern mit sehr ausgefallenen und vor allem aufwändigen Kostümen.
Aber daran scheinen sie sich nicht zu stören: Ganz im Gegenteil, sie genießen das viele Lob für ihre Kostüme.

Die Besucher auf dem Festival lassen sich die gute Stimmung nicht nehmen, daran können auch fehlende Stühle oder oft lange Schlangen vor den Ständen drinnen oder den Food-Trucks draußen nichts ändern.

Svenja auf dem "Final Fantasy" Gaming Event in Berlin. (Quelle: rbb/Pohst) Svenja auf dem "Final Fantasy" Gaming Event in Berlin. (Quelle: rbb/Pohst)

Sendung: Radio3, 24.07.2026, 17:10 Uhr
Audio: Radio3, 24.07.2026, Gespräch mit Josefa Much

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