Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Auftritt in Düsseldorf: „Wer mich nur aus dem Karneval kennt, kennt mich nicht“

Дата публикации: 10-08-2026 08:28:00




Vor seinem Auftritt im Capitol spricht Bernd Stelter über sein neues Bühnenprogramm, Körperertüchtigung und Lektüre-Vorlieben. Fans können übrigens mit ihm gemeinsam 10.000 Schritte gehen.



Основное содержимое страницы с новостью.

Auftritt in Düsseldorf „Wer mich nur aus dem Karneval kennt, kennt mich nicht“

Jeden Tag 10.000 Schritte: der Humorist Bernd Stelter.

Foto: Manfred Esser

Interview | Düsseldorf · Vor seinem Auftritt im Capitol spricht Bernd Stelter über sein neues Bühnenprogramm, Körperertüchtigung und Lektüre-Vorlieben. Fans können übrigens mit ihm gemeinsam 10.000 Schritte gehen.

Lust auf eine Beauty-Behandlung ganz ohne Botox und Chirurgie? Bernd Stelters Versprechen klingt verheißungsvoll: „In zwei Stunden werden Falten geglättet, das Hautbild verbessert und die Mundwinkel nach oben gezogen.“ Die Kosten? Überschaubar. Sie beschränken sich auf den Kauf einer Karte für sein neues Programm „Reg‘ dich nicht auf. Gibt nur Falten.“ Damit gastiert der 65 Jahre alte Humorist, TV-Moderator, Musiker und Autor am 28. September im Capitol Theater. Vorab spricht er über seinen Wandertrieb, sein Vergnügen am Bücherlesen und sein Lebensmotto.

Sie plädieren in Ihrem Programm für ein entspanntes Miteinander. Wie kamen Sie auf dieses Thema?

Bernd STELTER Man muss gar nicht weit reisen, da reichen schon Holland und Dänemark, um festzustellen, was wir doch für ein schlecht gelauntes Volk sind. Das fängt beim Autofahren an. In Ländern mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn fließt der Verkehr relativ ruhig vor sich hin. Kaum bist du zurück in Deutschland, knallen sie dir ins Heck, schimpfen, blinken und hupen, wenn‘s nicht schnell genug geht. Ganz zu schweigen von den unwürdigen Szenen, die sich an den Supermarktkassen abspielen.

Haben Sie denn für sich den Gipfel der Gelassenheit erreicht? Und wenn ja – wie?

STELTER Na ja, ich bin kein Heiliger, ich kann mich auch noch aufregen. Manchmal ist so ein Ventil auch für etwas gut. Aber oft genügt es schon, wenn ich mir bei unverschämten Mitmenschen ausmale, das wären Kinder. Die vielleicht gerade zahnen, Hunger haben oder eine volle Buxe. Mit denen geht man doch auch milde um.

Wie kriegen wir mehr Freundlichkeit untereinander hin?

STELTER Dafür klaue ich gern ein Zitat meines Lieblingsschauspielers Robin Williams: „Jeder Mensch, den du triffst, kämpft einen Kampf, von dem du nichts weißt. Sei freundlich.“ Wäre nicht schlecht, uns das vor Augen zu führen. Damit wäre schon viel gerettet.

Also bietet Ihr Programm reale Lebenshilfe?

STELTER Ich bin kein Coach und will auch keiner sein. Ich mache Kabarett und Unterhaltung, mit lustigen und nachdenklichen Momenten. Und ich möchte, dass die Leute nach Hause gehen und sagen, das war ein geiler Abend. Dann bin ich zufrieden.

Sie sind einer der bekanntesten rheinischen Karnevalisten….

STELTER (unterbricht) Wenn jemand sagt, den kenn‘ ich aus dem Karneval, dann kennt er mich eben nicht. Karneval ist Comedy, man spult seinen Stand-Up-Auftritt ab, feuert einen Gag nach dem anderen raus und bringt das Publikum zum Lachen. Und wenn man gut ist, darf man wiederkommen. So geht das bei mir seit 37 Jahren.

Und was ist der Unterschied zu Ihrem Bühnenprogramm?

STELTER Wäre ich in diesen zweieinhalb Stunden nur witzig – wie langweilig wäre das. Ein gewisser Tiefgang muss schon sein, so wie in meiner Nummer über Respekt. Ich habe mich doch entwickelt in bald vier Jahrzehnten, das sollte man auch spüren.

Wie gut kennen Sie sich mit den Falten aus, die es zu vermeiden gilt?

STELTER Bestens. Es gibt die senkrechte Glabella-Falte mitten auf der Stirn, man nennt sie auch Zornesfalte. Dann die Marionetten-Falten an den Mundwinkeln. Ich besitze dazu noch eine ganz besondere, die hat sonst keiner. Eine diagonale, oben links auf der Stirn. Die habe ich mir wohl erschlafen, weil ich im Bett immer auf der Seite liege.

Im September startet Ihre Tour. Sie pflegen in jeder Stadt ein Ritual. Was steckt hinter diesem „Walk & Talk?“

STELTER Ich gehe täglich eisern meine 10.000 Schritte. Wenn ich schon durch die Gegend laufe, dachte ich, könnte ich auch Leute mitnehmen und mich mit ihnen unterhalten. Das funktioniert bei einem Spaziergang besser als in der knappen Zeit, die mir nach der Vorstellung für persönliche Begegnungen bleibt. Los geht es meist um 13 Uhr. Den Fans macht das Spaß. Und ich lerne Städte kennen, in denen ich noch nie war.

Wie kommen Sie im Alltag auf Ihr Pensum von 10.000 Schritten?

STELTER Na ja, es reicht nicht, wenn ich die Treppe statt des Aufzugs nehme. Ich habe da ein simples Rezept – meine Brötchenrunden. In Bornheim, wo ich wohne, gibt es drei Bäcker und im Nachbardorf noch einen. Also bastle ich mir jeden Morgen meine Routen zusammen, sie sind zwischen 3,9 und 4,8 Kilometer lang. Damit ist die Hälfte der fälligen Strecke schon weg.

Haben Sie noch mehr tägliche Routinen?

STELTER Ja. Das Lesen. Jeden Tag mindestens 30 Seiten, das ist Pflicht. Ein Vorsatz von Silvester, ich erfülle ihn diszipliniert. Inzwischen bin ich bei meinem 23. Buch in diesem Jahr. Die Empfehlungen hole ich mir aus den Buchhandlungen meines Vertrauens. Auf viele wäre ich von alleine nie gekommen. Oft gibt es auch Verknüpfungen. Als ich „Wenn die Sonne untergeht“ las, das Buch von Florian Illies über die Mann-Familie im südfranzösischen Exil, wurde mein Interesse an Thomas Mann erneut geweckt. In diesen Sommerwochen habe ich etwas mehr Zeit, da nehme ich mir mutig den „Zauberberg“ vor.

Sie schreiben ja auch selbst, Bücher übers Campen und Krimis. Was steht an?

STELTER Eine Verbindung von beidem. Anfang August erscheint mein fünfter Krimi, er heißt „Die kalte Hand des Camping-Killers“. Er spielt auf einem Platz im fiktiven Ferienort Noordkapelle in Holland. Ein gieriger Investor will das Gelände gegen den Willen der Einwohner aufkaufen. Der liegt dann eines Tages ziemlich tot in den Dünen.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Стас Михайлов рассказал, когда уйдет со сцены0514-07-2026
2Neue Bilder zeigen: Stefan Mross kämpft bei Andy-Borg-Show mit den Tränen010.430-07-2026
3Ultra-Radmarathon-Teilnehmer: "Übermüdet vom Rad fallen, wird mir niemals passieren"013.3802-08-2026
4„Hello Again“ in Gelsenkirchen: Wir verlosen Karten für Howard Carpendale012.8411-08-2026
5Neue Roncalli-Show in Oberhausen – „Wir feiern ja nicht wie am Ballermann“016.6707-08-2026
6„Das muss die Zukunft werden”: Stefanie Hertel fordert Umdenken bei Fleischkonsum07.625-07-2026
7Kapfenburg-Premiere: Myle will aus Fremden Fans machen012.7423-07-2026
8Kabarettistin Gisa Flake in der Tonhalle: „Das Böse liegt mir sehr“09.907-08-2026
9Viele Debüts, Hummels-Besuch und eine endende Tradition: Alle Infos zur BVB-Saisoneröffnung032.0714-08-2026
10Бурляев рассказал, как отпразднует юбилей07.3502-08-2026

Классификация: Культура. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 13.11. Источник: rp-online.de.