LINZ. Klimastadträtin Eva Schobesberger drängt auf eine Umsetzung bereits beschlossener Konzepte, um die Auswirkungen der Hitze in der Stadt für die Menschen erträglicher zu machen.
Von Christian Diabl, 12. August 2026, 14:43 Uhr
395 Hitzetote im Juni, eine Milliarde Euro Dürreschäden in der Landwirtschaft, ausgetrocknete Bäche und Temperaturrekorde auf allen Ebenen: Die Auswirkungen der Klimakrise sind in diesem Sommer deutlich zu spüren.
Auch deshalb irritiert sie das "ohrenbetäubende Schweigen" ihrer Regierungskollegen, sagt die Linzer Klimastadträtin Eva Schobesberger (Grüne). "Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um die weitere Befeuerung der Klimakrise einzudämmen und uns gleichzeitig noch stärker auf jene Folgen vorzubereiten, die nicht mehr abwendbar sind", sagt Schobesberger. Das sei auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. "Das Einkommen darf nicht darüber entscheiden, ob Menschen der Hitze schutzlos ausgeliefert sind oder nicht", spielt sie auf die Tatsache an, dass strukturschwächere Stadtteile mehr unter der Hitze leiden als jene, wo wohlhabende Linzer wohnen.
Schleppende Umsetzung beschlossener MaßnahmenSeit drei Jahren gibt es ein Klimaneutralitäts- und ein Klimaanpassungskonzept. Die Umsetzung, für die alle Ressorts Verantwortung übernehmen müssten, lässt aber aus grüner Sicht noch zu Wünschen übrig. Schobesberger legt daher einen Zehn-Punkte-Plan für einen Hitzeschutz für alle vor.
In ihrem eigenen Ressort sei der klimagerechte Umbau der Stadt bereits Schwerpunkt, sagt Schobesberger und nennt etwa die Baumpflanzoffensive, die im Makartviertel fortgesetzt wird. Bezüglich der Finanzierung dieser Maßnahmen, etwa dem kostenlosen Eintritt in die Linz AG-Bäder verweist Schobesberger auf andere Projekte, wo dies offenbar kurzfristig möglich ist, wie das im nächsten Jahr stattfindende internationale Chorfestival, bei dem Stadt und Linz AG mitzahlen. "In diesem Sommer geht es nicht nur ums Klima, sondern um die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen", sagt Schobesberger. Ihr Ziel sei, die Stadt so zu gestalten, dass auch die nächsten Generationen noch in einer lebens- und liebenswerten Stadt aufwachsen.
"Es kann nicht sein, dass wird
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