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Was guckst du? Die Filmtipps der Woche

Дата публикации: 06-08-2026 04:00:00

Mütter, die über sich selbst hinauswachsen, Horror mit Süßigkeiten und ein ungewöhnlicher Tierfilm: Das sind die Neustarts im Kino.

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„Spider-Man“ hat den zweiterfolgreichsten Wochenendstart aller Zeiten hingelegt und blockiert derzeit alle großen Säle. Aber zumindest aus dem Arthousebereich gibt es auch noch viele Neuzugänge. Gleich zwei Dramen über eine Mutter in Extremsituation, gleich zwei Horrorfilme, die einem Gänsehaut verschaffen, und ein sehr sehr ungewöhnlicher Tierfilm. Die Neustarts im Überblick:

  • „Everytime“

So hat man Trauer im Kino noch nie gesehen. Nach dem Unfalltod ihrer 17-jährigen Tochter hadert die von Birgit Minichmayr gespielte Mutter nicht mit dem Leben. Patent lebt sie weiter und hält auch den Kontakt zu dem Freund ihrer Tochter, der an ihrem Tod nicht ganz unschuldig ist. Eine sehr schräge Patchworkfamilie – ähnlich schräg erzählt, mit nüchternen Bildern, aber immer neuen Wendungen. Und am Ende kippt das Ganze ins Absurde. Ein un- und außergewöhnlicher Film mit einer brillanten Minichmayr.

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Everytime

Mit der Hauptdarstellerin haben wir auch über den Film gesprochen. Dabei bekennt sie, dass „Everytime“ eine der forderndsten, aber auch befriedigendsten ihrer Arbeiten war.

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Birigt Minichmayr
  • „Der Klang der Stradivari“

Stradivaris sind die Rolls-Royces unter den Musikinstrumenten. Unendlich selten und begehrt. Die Idee in diesem Film: Vier Stradivaris werden für ein Quartett vereint, und damit vier Solisten zum Zusammenspiel gezwungen. Das geht natürlich nicht ohne Eitelkeiten und Dissonanzen. Keine Komödie im üblichen Sinn – ein außergewöhnlicher Musikfilm, für den eigens ein Musikstück komponiert wurde. Und die Darsteller spielen alle wirklich die Instrumente.

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Der Klang der Stradivari
  • „Nightborn“

Horror aus Finnland mit „Harry Potter“-Zauberlehrling Rupert Grint. Ein junges Paar will in einem entlegenen Waldhaus eine Familie gründen. Doch mit dem dort gezeugten Baby stimmt irgendwas nicht. Findet jedenfalls die Mutter. Während alle anderen meinen, nicht das Kind sei das Problem, sondern sie. Das Tabuthema postpartale Depression wird hier einmal mit den Mitteln des Horrorfilms verhandelt. Atmosphärisch dicht, aber auch mit genreüblichen allzu grellen Elementen.

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Nightborn
  • „Lebensansichten eines Huhns“

Der Titel ist wörtlich zu nehmen. Dieser Film ist ganz aus der Perspektive eines Federviehs erzählt. Und das weder mit einer menschlichen Stimme aus dem Off noch mit computeranimierten Tricks. Mit dem Huhn geht es auf ein Roadmovie über Straßen, Märkte, Hühnerställe – bis hinein in ein Schleuserdrama. Das ist großes Kino mit einfachen Mitteln. Und dabei wird dem menschlichen Zuschauer ganz oft der Spiegel vorgehalten.

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Lebensabsichten eines Huhns
  • „Flieg Steil“

Die ultrarechte Szene, einmal von innen betrachtet. Und nicht etwa aus der Perspektive eines Hooligan-Schlägers, sondern einer Frau, die hier eine feministische Gruppe gründen will. Zusätzliches Konfliktpotenzial erhält der Film, als die Antiheldin einen linken Punk kennenlernt. Ein interessanter und relevanter Ansatz. Aber der Film ist zu sehr in seinen Ideen verhaftet und neigt zu dramaturgischen Unwahrscheinlichkeiten, die eine ernsthafte Auseinandersetzung erschweren. Und den anspielungsvollen Filmtitel hätte man sich vielleicht auch verkneifen können.

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Flieg steil
  • „Ice Cream Man“

Nirgends schmeckt Eis besser als im Hochsommer. Doch dieser Horrorfilm aus den USA kann einem den Genuss ziemlich vermiesen. Regie führte Eli Roth, der schon Gruseligkeiten wie „Hostel“ gedreht hat. Und es ist nicht zu viel verraten, dass der titelgebende Eisverkäufer hier Böses im Schilde führt. Wehe, wer da Eis schleckt. Hier heißt es nicht Süßes oder Saures. Hier gibt’s beides auf einen Streich. Ist aber nur was für Hartgesottene.

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Ice Cream Man

Und das sagen die Filmkritiker:

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BMO_Filmspiegel_0608_csba.jpg© bm infografik | Babette Ackermann Reiche

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