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Kurvenreiche Straße: Neue Symbole auf der L268 sollen Radfahrer schützen

Дата публикации: 05-08-2026 12:30:00




Auf der kurvenreichen Strecke zwischen Heisterbacherrott und Oberdollendorf wurden Fahrradsymbole auf die Fahrbahn aufgebracht. Sie sollen Autofahrer auf Radfahrer aufmerksam machen. Der Initiator der Idee hat noch einen anderen Wunsch.



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Kurvenreiche Straße Neue Symbole auf der L268 sollen Radfahrer schützen

Königswinter · Auf der kurvenreichen Strecke zwischen Heisterbacherrott und Oberdollendorf wurden Fahrradsymbole auf die Fahrbahn aufgebracht. Sie sollen Autofahrer auf Radfahrer aufmerksam machen. Der Initiator der Idee hat noch einen anderen Wunsch.

Sollen für mehr Sicherheit für Radfahrer sorgen: die neuen Piktogramme auf der L 268 zwischen Oberdollendorf und Heisterbacherrott.

Sollen für mehr Sicherheit für Radfahrer sorgen: die neuen Piktogramme auf der L 268 zwischen Oberdollendorf und Heisterbacherrott.

Foto: Claudia Sülzen

Wer auf dem Fahrrad die kurvenreiche Landesstraße 268 zwischen Heisterbacherrott und Oberdollendorf talwärts hinunterfährt, kennt das mulmige Gefühl: Autos überholen mit zu wenig Abstand, der vorgeschriebene Sicherheitsabstand von zwei Metern wird regelmäßig nicht eingehalten. Seit gut einer Woche gibt es auf diesem Abschnitt zumindest ein sichtbares Zeichen für mehr Sicherheit – Fahrrad-Piktogramme auf der Fahrbahn. Von dem von Radfahrern gewünschten Neubau eines Geh- und Radweges ist Königswinter jedoch weiter weit entfernt.

Die Initiative für die Piktogramme als „kleine Lösung“ geht auf einen Bürgerantrag zurück, den Wolfgang Körver im August 2025 zusammen mit Julia Mühlhausen für die Klimagruppe Königswinter an den damaligen Bürgermeister Lutz Wagner adressiert hatte. Der städtische Bau- und Verkehrsausschuss war im März 2026 dem Antrag gefolgt und hatte die Verwaltung per Beschluss beauftragt, mit dem für die Landesstraße zuständigen Landesbetrieb zu prüfen, inwieweit der Antrag umgesetzt werden kann.

Fahrrad-Symbole sollen für mehr Sicherheit sorgen

Die Prüfung war erfolgreich. Vor gut einer Woche wurden daher die Piktogramme auf der Fahrbahn der Landesstraße 268 aufgebracht. „Bei unseren Radtouren fiel uns in den letzten Jahren die zunehmende Markierung mit Piktogrammen auf Straßen außerorts auf“, sagt Körver, der in Thomasberg wohnt, zu seinem Bürgerantrag. „Zusammen mit dem Wunsch vieler Bürger im Bergbereich und der wegen des Denkmal- und Biotopschutzes als äußerst unwahrscheinlich erscheinenden Umsetzung der Neubau-Planung des Rad- und Gehweges zwischen Heisterbacherrott und dem Kloster Heisterbach motivierte mich das, den Antrag zu stellen.“

Die Markierungen reduzieren nach seiner Ansicht die Gefahrensituation auf der L 268, können jedoch nicht als endgültige Lösung gesehen werden. „Als weitere Maßnahme wäre zum Beispiel eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 Kilometer pro Stunde sinnvoll“, so der Antragsteller.

So funktionieren Fahrrad-Piktogramme auf der Straße

Eine Fahrrad-Piktogrammkette besteht aus regelmäßig wiederkehrenden Fahrradsymbolen auf der Fahrbahn. Nach einem Erlass des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums werden die Symbole in der Regel im Abstand von 25 bis 50 Metern am rechten Fahrbahnrand aufgebracht. „Sie weisen den Kraftfahrzeugverkehr darauf hin, dass hier mit Radfahrenden auf der Fahrbahn zu rechnen ist und diese besonders geschützt werden müssen“, so die Verwaltung.

Die Fahrradpiktogramme sind in der Regel im Abstand von 25 bis 50 Metern am rechten Fahrbahnrand aufgebracht.

Die Fahrradpiktogramme sind in der Regel im Abstand von 25 bis 50 Metern am rechten Fahrbahnrand aufgebracht.

Foto: Stadt Königswinter

Vorgesehen seien Piktogrammketten insbesondere auf bedeutenden Radverbindungen, an Engstellen oder dort, wo aufgrund geringer Straßenbreiten keine getrennte Radverkehrsanlage geschaffen werden kann. Sie seien kein Ersatz für einen baulich getrennten Radweg, könnten aber kurzfristig für mehr Aufmerksamkeit und Sicherheit sorgen.

Ausbau der L 268: Warum der Radweg nicht kommt

Ein solcher Radweg ist weiterhin nicht in Sicht. Der von Radfahrern seit vielen Jahren geforderte Ausbau der Berg-Tal-Verbindung zwischen Oberdollendorf und Heisterbacherrott hat bereits eine lange Geschichte. 2019 hatte die Kommunalpolitik die Verwaltung ermächtigt, die Planung für den Ausbau zu beauftragen und auf dieser Basis mit dem Landesbetrieb Straßen NRW über eine Realisierung zu verhandeln. 2020 lag der erste Entwurf vor. Dabei wurde deutlich, dass der Ausbau des Weges in regelgerechter Breite zuzüglich der erforderlichen Abstandsflächen zur Fahrbahn erhebliche Flächen beanspruchen würde, die im Naturschutzgebiet liegen.

Ergebnis der anschließenden Abstimmung mit dem Amt für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises war, dass die Eingriffe auf den angrenzenden Waldmeister-Buchenwaldbestand minimiert werden müssen, da es nur geringe Möglichkeiten gibt, diese auszugleichen. Eine überarbeitete Planung lag wenige Monate später vor. Sie entsprach jedoch nicht mehr der Empfehlung für Radverkehrsanlagen.

NRW-Minister gab Zusage – der Radweg fehlt bis heute

Bei einem Ortstermin am Kloster Heisterbach im Jahr 2023 sagte Oliver Krischer, NRW-Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Königswinter seine Unterstützung beim geplanten Ausbau des Radwegs zu. Passiert ist jedoch nichts.

Dafür gibt es jetzt immerhin Piktogramme auf der Fahrbahn. Die Stadt weist darauf hin, dass diese sich besonders an die Autofahrer richten. „Talwärts fahrende Radfahrende dürfen auf diesem Abschnitt die Fahrbahn benutzen. Der bergwärts geführte gemeinsame Geh- und Radweg, der stellenweise lediglich rund 1,50 Meter breit ist, ist keine Ausweichstrecke für den talwärts fahrenden Radverkehr“, so die Verwaltung. Gefährliche und zu enge Überholmanöver müssten unterbleiben.

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Классификация: Общество. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 6.69. Источник: ga.de.