An neun Bahnhöfen ist bereits ein Alkoholverbot in Kraft. Jetzt soll die Maßnahme für 17 weitere Bahnhöfe geprüft werden.
Der Alkoholkonsum auf Österreichs Bahnhöfen ist derzeit über die Hausordnung geregelt. Diese verbietet aktuell „übermäßigen“ Konsum. An gewissen Bahnhöfen scheint diese Grenze aber nicht mehr zu reichen: „Rund jede sechste sicherheitsrelevante Meldung an den ÖBB-Bahnhöfen steht im Zusammenhang mit Alkoholkonsum“, heißt es aus dem Verkehrsministerium. Deshalb soll nun ein zusätzliches Alkoholkonsumationsverbot an gewissen, stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten geprüft werden.
Genauer unter die Lupe genommen werden könnten dabei folgende Bahnhöfe, wie das Verkehrsministerium mitteilt: Konkret handelt es sich um folgende 17 Bahnhöfe:
Wien:
Niederösterreich:
Oberösterreich:
Steiermark:
Fix sei die Liste aber noch nicht. Sie könne noch geändert oder erweitert werden.
Von den derzeit auf der Liste stehenden Bahnhöfen liegt der Großteil aber in Wien. Nämlich ganze zehn der 17 Bahnhöfe. Darunter fallen auch kleinere Bahnhöfe, wie Liesing oder Heiligenstadt. Größere Bahnhöfe, wie etwa Klagenfurt oder Innsbruck, hingegen fehlen. Der Grund dafür ist nicht etwa, dass dort keine Probleme herrschen. Sondern, dass es dort bereits ein zusätzliches Alkoholkonsumationsverbot gibt. Sprich: An neun österreichischen Bahnhöfen ist es bereits jetzt verboten, am gesamten Bahnhofsbereich Alkohol zu konsumieren.
Die gesamte Liste der Bahnhöfe, an denen bereits ein zusätzliches Alkoholverbot gilt:
Vor allem am Westbahnhof habe sich die Situation seit der Einführung des Alkoholkonsumationsverbotes im Mai deutlich verbessert. Mitarbeiter hätten durchaus positive Erfahrungen gemacht, berichtet ein Pressesprecher der ÖBB.
Eine Ausweitung des Alkoholverbots auf andere Bahnhöfe soll vor allem aus zwei Gründen geprüft werden, wie Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) am Mittwoch in einer Aussendung mitteilt: Erstens zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, „die im Einsatz klare Regeln statt Auslegungsfragen brauchen“. Zweitens sollen Bahnhöfe Orte der Begegnung bleiben, „an denen sich alle Menschen wohlfühlen“.
Die ÖBB schließen sich dem an. Beim Alkoholkonsumationsverbot gehe es vor allem darum, den „Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Werkzeug in die Hand zu legen, mit dem sie ihre Kompetenzen auch tatsächlich ausüben können“, sagt der Pressesprecher. Derzeit müsse nämlich oft über die Definition von „übermäßigem Alkoholkonsum“ diskutiert werden. Dieser Diskussion würde mit einem Verbot ein Ende gesetzt. Das Verkehrsministerium rechnet mit einem Ergebnis im Herbst.
kurier.at | 12.08.2026, 11:43
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