Flammen haben bei einem Entsorgungsunternehmen in Neunkirchen-Wellesweiler gewütet. Die Feuerwehr war noch bis am Donnerstagnachmittag im Einsatz – und zieht nun Bilanz zu einem äußerst gefährlichen Einsatz.
Update | Neunkirchen · Flammen haben bei einem Entsorgungsunternehmen in Neunkirchen-Wellesweiler gewütet. Die Feuerwehr war noch bis am Donnerstagnachmittag im Einsatz – und zieht nun Bilanz zu einem äußerst gefährlichen Einsatz.
Großer Brand im Raum Wellesweiler – Rauchsäule kilometerweit zu sehen
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Update von Freitag, 31. Juli, 12.53 Uhr: Die Ursache für den Brand bei einem Entsorgungsunternehmen in Neunkirchen-Wellesweiler ist mittlerweile bekannt. Wie die Pressestelle der Landespolizei im Saarland auf Anfrage mitteilt, hat wahrscheinlich ein technischer Defekt in der Anlage das Feuer ausgelöst. In der kommenden Woche werden sich externe Gutachter noch ein Bild über den Zustand der Anlage machen. Zur Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben.
Update von Donnerstag, 30. Juli, 19.30 Uhr: Die Nachlöscharbeiten bei dem Großbrand des Entsorgungsunternehmens in Neunkirchen-Wellesweiler sind seit Donnerstagnachmittag beendet. Darüber informiert die Feuerwehr Neunkirchen in einer Pressemitteilung – und zieht Bilanz über den Einsatz.
Gefährliche Ausgangslage vor Ort
Vor Ort habe eine äußerst gefährliche Ausgangslage bestanden, so die Feuerwehr. Grund dafür waren die Spraydosen und Druckbehälter fürs Recycling, die durch den Brand „explosionsartig zerbarsten“ seien. Behälter sind dabei über das Betriebsgelände hinaus geschleudert worden. Wegen der dadurch bestehenden Gefahr sei ein unmittelbarer Löschangriff nicht möglich gewesen. Die Feuerwehr hatte daher zunächst aus der sicheren Distanz gelöscht. Trotz allem konnte ein Übergreifen des Feuers auf einen Stickstofftank auf dem Gelände sowie einen benachbarten Metzgereibetrieb verhindert werden.
Auch die trockene Vegetation sei ein Problem gewesen. Das Feuer habe sich über Wiesen und Baumreihen einen steilen Hang hinauf zu den Wohnhäusern im Distelfeld und an der Homburger Straße ausbreiten können. Die Feuerwehr konnte das Feuer rechtzeitig stoppen und die Wohnhäuser schützen.
Trotzdem wurden 35 Anwohner evakuiert und in einem Gemeindezentrum versorgt. Grund dafür war zunächst die drohende Ausbreitung der Flammen, später eine erhebliche Rauchentwicklung. Erst am späten Abend haben die Anwohner wieder nach Hause gehen können, so die Feuerwehr.
Hitze machte den Einsatzkräften besonders zu schaffen
Wegen der derzeitigen Hitze war der Einsatz besonders herausfordernd für die Feuerwehr. Schwere Schutzkleidung, Hitze und körperliche Belastung haben zum Ausfall von drei Einsatzkräften geführt. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht, ebenso ein Mitarbeiter des Unternehmens.
Zwar war der Brand am frühen Mittwochabend unter Kontrolle – die Nachlöscharbeiten dauerten allerdings noch bis Donnerstagnachmittag an. Im Einsatz waren rund 150 Einsatzkräfte. Neben der Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerk sowie der Polizei waren Energieversorger aus den Landkreisen Neunkirchen, Sankt Wendel, Saarlouis, dem Saarpfalz-Kreis sowie dem Regionalverband Saarbrücken beteiligt.
Innenminister Reinhold Jost, Landrat Sören Meng, Bürgermeisterin Lisa Hensler, der Beigeordnete der Stadt Neunkirchen, Thomas Hans, sowie Landesbrandinspekteur Timo Meyer waren zwischenzeitlich vor Ort, um sich ein persönliches Bild von der Lage zu machen.
Update von Donnerstag, 30. Juli: Auch am frühen Donnerstagmorgen, 30. Juli, haben die Löscharbeiten nach dem Großbrand in Neunkirchen-Wellesweiler angedauert. Das meldet eine Sprecherin der polizeilichen Führungs- und Lagezentrale in Saarbrücken auf SZ-Anfrage. Die Lage sei aber seit dem späten Mittwochabend weiterhin unter Kontrolle.
Feuer in Unternehmen im Griff – Warnung an Bevölkerung aufgehoben
Das Feuer war am frühen Donnerstagnachmittag in einem Entsorgungsunternehmen ausgebrochen. Bis zu 150 Einsatzkräfte waren in der Spitze vor Ort. Es kam zu Explosionen von Spraydosen. Eine riesige Rauchwolke stand über der Unglücksstelle, die kilometerweit zu sehen war.
Anwohner wurden per App gewarnt, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch Klimaanlagen sollten ausgeschaltet bleiben. Diese Warnung sei mittlerweile aufgehoben. Unterdessen laufen die Ermittlungen zur Ursache an. Noch gebe es keine Hinweise darauf, wie es zu dem Großbrand kam.
Ursprungsmeldung von Mittwoch, 29. Juli: In Neunkirchen-Wellesweiler ist am Mittwoch, 29. Juli, eine Lagerhalle der Firma Seiba Entsorgungstechnik gegen 13.30 Uhr in Brand geraten. Das bestätigte eine Sprecherin der polizeilichen Führungs- und Lagezentrale in Saarbrücken auf Anfrage der SZ. In der Halle wurden Spraydosen gelagert. Die Rauchwolke des Brandes war kilometerweit sichtbar.
Update, 29. Juli, 21.35 Uhr: Mittlerweile ist das Feuer jedoch unter Kontrolle und die Nachlöscharbeiten laufen weiter. Diese sollen voraussichtlich auch noch bis in die späte Nacht andauern. „Die werden einige Stunden andauern. Das Gebäude ist nicht betretbar, auch die Dachkonstruktion ist eingestürzt.“ Das THW mit Baufachberatern und Spezialeinsatzkräften sei angefordert worden.
Die drei verletzten Personen wurden in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung gebracht.
Aktuell gilt noch immer aufgrund der hohen Rauchentwicklung, die von dem zerstörten Gebäude ausgeht, eine Warnmeldung für umliegende Orte.
Wie hoch der Sachschaden ist und was die Ursache des Feuers war, konnte bisher noch nicht ermittelt werden.
Riesiger Brand bei Entsorgungsunternehmen in Neunkirchen
„Der Brand ist seit 16.15 Uhr unter Kontrolle“, erklärte ein Feuerwehrsprecher am frühen Abend unserer Zeitung. Derzeit laufen die Nachlöscharbeiten. Es kommt aber weiter zu leichten Rauchentwicklungen. „Die Nachlöscharbeiten werden einige Stunden andauern. Das Gebäude ist nicht betretbar, auch die Dachkonstruktion ist eingestürzt“, so der Sprecher. Das THW mit Baufachberatern und Spezialeinsatzkräften sei angefordert worden.
Bis 17.30 Uhr waren mehr als 150 Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk, Katastrophenschutz, Energieversorger und Feuerwehr im Einsatz.
Halle stand vollständig in Brand
Bereits beim Eintreffen habe die Halle in der Straße Im Langenthal vollständig in Brand gestanden, so der Feuerwehrsprecher. Im Umkreis des Brandorts kam es zu lauten Knallgeräuschen, da die Druckbehälter geplatzt waren. Das Feuer war auch nahe an einem Stickstoffsilo, das aber abgeschirmt und gesichert werden konnte. Auch die angrenzenden Straßen mussten wegen des Einsatzes gesperrt werden.
Zur Unterstützung sind auch die Werkfeuerwehr Bosch mit einem Teleskopmast und ein spezieller Löschroboter aus dem Landkreis Sankt Wendel im Einsatz.
Mehrere Menschen aus umliegenden Gebäuden evakuiert – ein Verletzter
Nach Informationen der Polizei mussten aufgrund der starken Rauchentwicklung mehrere Menschen aus umliegenden Gebäuden evakuiert werden. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab. Bürger werden auch am Abend weiter per Warnmeldung (Katwarn) aufgefordert, das betroffene Gebiet zu meiden. „Schließen Sie Fenster und Türen und schalten Sie Lüftungen und Klimaanlagen ab“, hieß es.
„Aufgrund der heißen Temperaturen und der trockenen Bodenbedingungen griff der Brand schnell auf das umliegende Wald- und Wiesengelände über und breitete sich in Richtung von angrenzenden Wohngebäuden aus“, erläutert die Polizeiinspektion Neunkirchen. Während der Brandbekämpfung mussten zehn Wohnungen geräumt werden. Die Bewohner wurden in einer Notsammelstelle versorgt.
Mitarbeiter der Entsorgungsfirma musste wegen Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus
Ein Übergreifen auf Wohngebäude oder Firmen konnte verhindert werden. Drei Personen wurden bei dem Brand verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Zahlreiche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen sowie aus den Landkreisen Neunkirchen, Sankt Wendel, Regionalverband Saarbrücken und dem Saarpfalz-Kreis waren im Stadtteil Wellesweiler im Einsatz. Innenminister Reinhold Jost und Landrat Sören Meng machten sich vor Ort ein Bild von den Arbeiten. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern derzeit noch an.
Entsorgungstechnik auf die Verwertung von Aerosoldosen sowie PUR-Schaumdosen spezialisiert
Die Firma Seiba Entsorgungstechnik ist laut eigenen Angaben auf die Verwertung von Aerosoldosen wie zum Beispiel Haarspray sowie PUR-Schaumdosen spezialisiert. Statt Entsorgung setze das Unternehmen auf Verwertung.
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