Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

UEFA versus FIFA - Wie Infantinos Investorenplan scheiterte

Дата публикации: 01-08-2026 12:40:00


Die FIFA wollte die Fußball-WM für Investoren öffnen. Nach heftiger Kritik aus mehreren Kontinentalverbänden hat Präsident Infantino die umstrittenen Pläne aufgegeben. Die Debatte wirft jedoch grundsätzliche Fragen zur Zukunft des Weltfußballs auf.Von Maximilian Rieger


Основное содержимое страницы с новостью.

UEFA versus FIFA
Wie Infantinos Investorenplan scheiterte

Die FIFA wollte die Fußball-WM für Investoren öffnen. Nach heftiger Kritik aus mehreren Kontinentalverbänden hat Präsident Infantino die umstrittenen Pläne aufgegeben. Die Debatte wirft jedoch grundsätzliche Fragen zur Zukunft des Weltfußballs auf.

Von Maximilian Rieger | 01.08.2026

Fifa-Präsident Gianni Infantino streckt den Daumen nach oben.

FIFA-Präsident Gianni Infantino wollte Anteile der Fußball-WM an private Investoren verkaufen (picture alliance / PA Images / Bradley Collyer)

Es war ein historischer Vorgang: Die Pläne des Fußball-Weltverbands FIFA und seines Präsidenten Gianni Infantino, Anteile an der Vermarktung der Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, sorgten weltweit für Widerstand. Die UEFA mit ihren 55 Mitgliedsverbänden drohte mit einem Boykott und auch die für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige CONCACAF und der asiatische Fußballdachverband AFC gingen deutlich auf Distanz.

Schließlich erklärte Infantino, dass der Vorschlag nicht weiterverfolgt werde. Die Diskussion habe zu einer Spaltung geführt, die nicht im Interesse des eigentlichen Ziels sein könne, den Sport zu vereinen und zu verbessern. Damit endet vorerst ein Konflikt, der zeitweise das Potenzial hatte, den Weltfußball zu spalten. 

Was ist der Auslöser für den Boykott der UEFA?

Begonnen hatte die Auseinandersetzung mit einer Idee von Gianni Infantino. Der FIFA-Präsident plante, für die Vermarktung der Turniere des Weltverbandes – also vor allem der lukrativen Männer-WM – eine Tochtergesellschaft zu gründen. Rund 20 Prozent dieser Tochtergesellschaft sollten dann an Investoren verkauft werden.

Der Verkauf der Anteile sollte mehr als vier Milliarden Dollar einbringen. Dieses Geld wollte Infantino dann an die mehr als 200 Mitgliedsverbände der FIFA weiterleiten. Jeder Verband sollte eine Einmalzahlung von 20 Millionen Dollar erhalten. Für viele der kleinen Nationalverbände, die größtenteils von FIFA-Geldern abhängig sind, war das ein großer Anreiz. 

Redaktionell empfohlener externer Inhalt

Mit Aktivierung des Schalters (Blau) werden externe Inhalte angezeigt und personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Deutschlandradio hat darauf keinen Einfluss. Näheres dazu lesen Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können die Anzeige und die damit verbundene Datenübermittlung mit dem Schalter (Grau) jederzeit wieder deaktivieren.

Kritiker warnten jedoch, dass eine Beteiligung von Investoren zu einer weiteren Kommerzialisierung der Fußball-WM führen könnte. Befürchtet wurden unter anderem steigende Ticketpreise. Auch die Trinkpausen, die es bei der WM in Nordamerika gegeben hat, hätten Standard werden können, um TV-Sendern weitere lukrative Werbeplätze zu ermöglichen. Zudem stand eine Ausweitung der WM auf 64 Teams oder im Extremfall häufiger als alle vier Jahre im Raum.

Warum hat sich die UEFA für einen Boykott entschieden?

Gerade aus dem europäischen Fußball gab es an diesen Plänen scharfe Kritik. Die Seele des Fußballs stehe nicht zum Verkauf, schrieb die UEFA in einer Stellungnahme, nachdem mehrere Medien über die mögliche Privatisierung berichtet hatten. 

Auf einer Dringlichkeitssitzung sprachen sich die europäischen Nationalverbände dann für einen Boykott aus. In dem Moment, in dem Investoren Anteile an FIFA-Wettbewerben übernehmen würden, würde sich der Fußball für immer verändern, erklärte die UEFA. Gewinne würden Pflicht werden. Jede Entscheidung würde davon abhängig gemacht werden, was gut für die Investoren sei – und nicht, was gut für den Fußball.

Allerdings passte diese Rhetorik nicht zum Verhalten der UEFA in den vergangenen Jahrzehnten. Denn der europäische Spitzenfußball hat in den vergangenen Jahren die Kommerzialisierung stark vorangetrieben. Die spanische und französische Liga haben zum Beispiel ein Investorenmodell umgesetzt, das Infantinos Plänen ähnelt. 

Der UEFA ging es zudem um die Wahrung von eigenen finanziellen Interessen. „Auch die UEFA hat ein Interesse daran, das Spiel auszubeuten“, sagte der Sport-Historiker Dietrich Schulze-Marmeling. 

Insbesondere Überlegungen zu einer häufigeren Austragung der Weltmeisterschaft hätten die Bedeutung der Europameisterschaft und damit eine wichtige Einnahmequelle der UEFA gefährden können.

Was bedeutet der Rückzug der Pläne für FIFA-Präsident Gianni Infantino? 

Für Gianni Infantino ist das Scheitern der Investorenpläne ein deutlicher Rückschlag. Der FIFA-Präsident musste ein Vorhaben aufgeben, das er persönlich vorangetrieben hatte. Die Kritik aus mehreren Verbänden zeigt, dass sein Rückhalt im Weltfußball nicht uneingeschränkt ist.  

Besonders brisant ist, dass die UEFA den Konflikt damit nicht als beendet betrachtet. Sie wirft Infantino vor, den Investoren-Deal hinter verschlossenen Türen vorbereitet zu haben und kritisiert mangelnde Transparenz. „Die derzeitige Führung der FIFA hat nicht nur das Vertrauen der UEFA verloren, sondern auch von vielen anderen Mitgliedern der Fußball-Familie", hieß es in einer Erklärung des europäischen Fußballverbands. 

Redaktionell empfohlener externer Inhalt

Mit Aktivierung des Schalters (Blau) werden externe Inhalte angezeigt und personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Deutschlandradio hat darauf keinen Einfluss. Näheres dazu lesen Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können die Anzeige und die damit verbundene Datenübermittlung mit dem Schalter (Grau) jederzeit wieder deaktivieren.

Auch innerhalb der FIFA bröckelt die Unterstützung für Infantino. FIFA-Betriebsdirektor Kevin Lamour warf Infantino vor, die Mitarbeiter hintergangen zu haben. Ein hochrangiger Berater Infantinos, Carlos Cordeiro, trat aus Protest gegen die Pläne zurück. 

Für Infantino geht es nun um mehr als ein gescheitertes Geschäftsprojekt. Seine Position wirkt derzeit so angreifbar wie seit Jahren nicht mehr.


Isabelle Klein, dpa, AfP

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Investorendeal: WM-Boykott – Europa vollzieht den ultimativen Bruch mit der Fifa012.4430-07-2026
2Infantino plante 30 Millionen Jahresgehalt für Anschlussjob in WM-Firma012.5503-08-2026
3Инфантино отказался от плана по привлечению инвесторов в мировые футбольные первенства07.6601-08-2026
4Инфантино отказался продавать коммерческие права на ЧМ 010.6301-08-2026
5Fifa-Spitze stellt sich geschlossen hinter Infantino010.2406-08-2026
6УЕФА — о плане Инфантино: чемпионат мира не продаётся011.6730-07-2026
7«Футбол не продаётся»: УЕФА и премьер Британии осудили план Инфантино по приватизации чемпионата мира07.3529-07-2026
8Infantino abandons plans to sell World Cup profits to private equity following massive pushback05.8501-08-2026
9«Как вор среди ночи»: задумка ФИФА с фондом обернулась кризисом власти, от Инфантино открещиваются даже соратники08.631-07-2026
10Uefa und zwei weitere Fußballdachverbände erhöhen mit Brief Druck auf Infantino010.9710-08-2026

Классификация: Спорт. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 10.41. Источник: www.deutschlandfunk.de.