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Eklat in der HBL: "Wirft Fragen auf"

Дата публикации: 11-04-2026 11:39:13

Bundesliga-Aufsteiger GWD Minden steckt mitten im Abstiegskampf, verpasste am Freitagabend bei der MT Melsungen nur knapp eine dicke Überraschung. Doch bei der 28:32-Niederlage der Ostwestfalen kam es zu einem üblen Schiedsrichter-Fehler in der Anfangsphase, der die sowieso schon aufgeheizte VAR-Debatte in der HBL noch einmal mächtig anheizt.

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Bundesliga-Aufsteiger GWD Minden steckt mitten im Abstiegskampf, verpasste am Freitagabend bei der MT Melsungen nur knapp eine dicke Überraschung. Doch bei der 28:32-Niederlage der Ostwestfalen kam es zu einem üblen Schiedsrichter-Fehler in der Anfangsphase, der die sowieso schon aufgeheizte VAR-Debatte in der HBL noch einmal mächtig anheizt.

"In der 7. Spielminute hatte Mindens Rückraumspieler Philipp Vorlicek beim Stand von 4:1 für Melsungen den Ball rechts unten ins Tor geworfen. Danach rutschte der Ball unter dem hinteren Tornetz aus dem Tor heraus", heißt es in einer DHB-Mitteilung: "Das Schiedsrichter-Gespann entschied zunächst korrekterweise auf Tor für Minden. Weil der Ball aber nicht im Tor liegen blieb, nutzten die Schiedsrichter den Videobeweis, um die Szene zu überprüfen."

Frederic Linker und Sascha Schmidt hätten bei der Überprüfung des Treffers dann jedoch die falsche Kameraposition gewählt: "Die Wahl der Kameras war ein Fehler des Schiedsrichter-Gespanns. Der Blickwinkel der seitlichen Torlinien-Kamera war so ungünstig, dass die Schiedsrichter den falschen Eindruck hatten, der Ball sei ans Außennetz gegangen. Daher entschieden sie fälschlicherweise auf kein Tor mit Spielfortsetzung Abwurf Melsungen."

Handball-Bundesliga: Entscheidung "nicht nachvollziehbar"

Ob der verweigerte Torerfolg etwas an der Niederlage der Mindener in Melsungen geändert hätte, ist schwer abzuschätzen, der Traditionsklub reagiert dennoch entsetzt auf die Entscheidung. "Die Situation wirft aus unserer Sicht deutliche Fragen auf. Der Torlinienschiedsrichter hat die Szene zunächst eindeutig als Tor gewertet. Erst nach einem Hinweis von MT Melsungen entschieden sich die Schiedsrichter, den Videobeweis hinzuzuziehen", teilte GWD mit.

Für den Klub sei es "nicht nachvollziehbar, warum offenbar ausschließlich eine einzige Kameraperspektive zur Bewertung herangezogen wurde – und das, obwohl mehrere weitere Perspektiven sowie zusätzliche Torlinientechnik zur Verfügung standen", legte der Bundesliga-Aufsteiger, der bereits einen Einspruch gegen die Spielwertung ankündigte, in einem offiziellen Statement am Samstag nach.

"Vor diesem Hintergrund werden wir innerhalb der nächsten 72 Stunden einen Einspruch prüfen und entsprechend vorbereiten, da wir hierin einen klaren Regelverstoß sehen. Angesichts des lange engen Spielverlaufs bewerten wir diese Entscheidung zudem als potenziell spielentscheidend. Zu den weiteren Schiedsrichterleistungen in der zweiten Halbzeit möchten wir an dieser Stelle keine Stellung nehmen", betonte Minden weiter.

Mit zwölf Punkten nah 28 Spieltagen liegt Minden aktuell auf dem drittletzten Platz der Handball-Bundesliga. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt aktuell zwei Zähler.

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