Am 20. März 2026 übernimmt der Glaziologe die wissenschaftliche Leitung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Bislang leitete er als Direktor das International Arctic Research Center der Universität von Alaska in Fairbanks.
„Mit Prof. Dr. Hajo Eicken bekommt das AWI einen Spitzenforscher als Leiter, der aus unserer Region stammt und den es nach einer beeindruckenden internationalen Karriere hierher zurückzieht. Das zeigt, wie attraktiv wir in Bremen und Bremerhaven als Wissenschaftsstandort sind. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit Herrn Eicken künftige Potenziale auszuloten, die auch bei uns vor Ort Wirkung entfalten. Unsere Küsten- und Meeresgebiete beispielsweise sind ebenso empfindlich wie auch lebens- und schützenswert. Hier kann das Alfred-Wegener-Institut wichtige Beiträge leisten“, sagt Dr. Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen.
Sein Werdegang in Alaska habe ihn nun an einen Punkt gebracht, an dem er die bestehende AWI-Expertise gut ergänzen könne. Aber auch die kooperative Ausrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft wisse er zu schätzen, sagt der 60-Jährige. Eine wichtige Grundlage für exzellente Forschung sei die nationale und internationale Kooperation. Hier könne er auf ein Netzwerk zurückgreifen, das er über Jahrzehnte aufgebaut habe.
„Hajo Eicken ist eine starke und überzeugende Wahl für das AWI. Er gehört zu den führenden Polarforschern weltweit und bringt eine transatlantische Perspektive mit, die in einer sich wandelnden Welt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ich freue mich auf den Austausch und die Zusammenarbeit – welcome back to Germany!“, sagt Prof. Dr. Martin Keller, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.
Das AWI wird sich in den kommenden Jahren unter anderem beim Internationalen Polarjahr engagieren, aber auch in vielen wegweisenden Expeditionen in der Arktis und der Antarktis. „Einen in der Polarforschung so erfahrenen Top-Wissenschaftler als künftigen AWI-Direktor zu gewinnen, ist ein echter Glücksfall für uns“, sagt Prof. Dr. Maarten Boersma, der derzeitige kommissarische Direktor des Instituts. „In einer Zeit, in der gerade die internationale Arktisforschung vor großen Herausforderungen steht, bringt er genau die Erfahrung und Expertise mit, die wir brauchen, um die richtigen wissenschaftlichen Impulse zu setzen. Das AWI besitzt in der internationalen Polar- und Meeresforschung eine hervorragende Stellung. Mit Hajo Eicken können wir unsere Partnerschaften nun weiter ausbauen.“
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