Bereits seit Herbst 2025 läuft die Sanierung des Planschbeckens im Dillinger Freibad. Eigentlich sollten die Arbeiten bis zum Beginn der neuen Badesaison fertig sein. Doch sie dauern weiter an. Was hinter der Verzögerung steckt – und wann das Planschbecken stattdessen öffnen soll.
Dillingen · Bereits seit Herbst 2025 läuft die Sanierung des Planschbeckens im Dillinger Freibad. Eigentlich sollten die Arbeiten bis zum Beginn der neuen Badesaison fertig sein. Doch sie dauern weiter an. Was hinter der Verzögerung steckt – und wann das Planschbecken stattdessen öffnen soll.
Seit Herbst 2025 laufen die Arbeiten für das neue Planschbecken im Dillinger Freibad. Wenngleich das Becken und die Gebäude an Form annehmen, lässt eine Fertigstellung noch auf sich warten.
Foto: Julia Schmitt/Stadt Dillingen/Stadt Dillingen/SaarEin Kran, der über der Baustelle thront. Mehrere Erdhügel, die sich um den Rand des Beckens türmen und Schotter statt klarem Wasser, den Bauarbeiter mit Schaufeln zwischen den geschwungenen Edelstahlwänden verteilen, um den Boden zu ebnen. Derweil glitzert nur wenige Meter dahinter bereits das Wasser im Nichtschwimmerbecken im Dillinger Freibad. Doch dort, wo im Sommer sonst die Kleinsten spielen und toben können, herrscht zurzeit noch eine Baustelle – und das auch dann noch, wenn das Freibad längst geöffnet ist.
Arbeiten am Planschbecken in Dillingen dauern an
Eigentlich sollte das neue Planschbecken pünktlich zur Freibadsaison fertig sein. Hierfür laufen bereits seit vergangenem Herbst die Arbeiten, schildert Dillingens Bürgermeister Christian Finkler bei einem Besuch vor Ort. „Nach der Saison wurde das alte Becken abgerissen und im November die Bodenplatte gegossen.“ Noch im Winter entstand zudem das neue Technikgebäude. Im Grunde verliefen die Arbeiten im Zeitplan.
Die Grundform des neuen Planschbeckens steht schon mal.
Foto: Julia Schmitt/Stadt Dillingen/Stadt Dillingen/SaarDoch schon im Frühjahr zeichnete sich ein Problem ab, erzählt Finkler. Bereits im Januar hatte die Stadt bundesweit und öffentlich die Arbeiten für das Herzstück des neuen Planschbeckens – der Badewassertechnik – ausgeschrieben. „Dabei erhielten wir jedoch keine Rückmeldungen“, sagt Finkler. Daraufhin startete die Stadt einen neuen Versuch und schrieb die Arbeiten im April erneut deutschlandweit aus. Diesmal jedoch beschränkt. „Dabei werden Firmen gezielt angeschrieben“, erläutert Finkler. Zwar wäre damit eine Fertigstellung zu Saisonbeginn ebenfalls unwahrscheinlich gewesen. „Aber wir hatten die Hoffnung, das Planschbecken im Juli oder August öffnen zu können.“
Dritter Anlauf für die Ausschreibung der Arbeiten
Aber auch dieser zweite Versuch schlug fehl. Nach Angaben der Stadt haben die Firmen keine „wertbaren Angebote“ abgegeben. Ursache hierfür sei, dass die beauftragten Planungsbüros den vorgesehenen Zeitplan nicht eingehalten haben. Und da die Stadt dadurch die Arbeiten für die Badewassertechnik bislang nicht vergeben konnte, verzögert sich die Fertigstellung.
Die Verwaltung unternimmt jetzt einen dritten Anlauf und will die Bauarbeiten erneut öffentlich ausschreiben. Dadurch verschiebt sich die Umsetzung auf einen späteren Zeitpunkt, „der hoffentlich für die Firmen besser ist“, sagt Finkler. Ihm zufolge könnte diese nach der laufenden Saison dann die Badewassertechnik einbauen und das Planschbecken zur Freibadsaison 2027 fertig sein. „Wir warten nur auf die Badewassertechnik“, sagt Finkler.
Wie das Planschbecken mal aussehen soll
Doch in der Zwischenzeit hat sich bereits viel am eigentlichen Planschbecken getan. Vor rund vier Wochen haben Bauarbeiter angefangen, die Edelstahlränder aufzustellen und diese einzubetonieren. Vergangene Woche wurde der Boden des Beckens begradigt und zurzeit wird der neue Römerturm eingebaut. Da die Baustelle zunächst gesichert werden musste und die Stadt noch den Schulen gegenüber verpflichtet ist, konnte das Freibad erst am Montag öffnen.
Der Römerturm wird nur eins von vielen weiteren Attraktionen, die das fertige Planschbecken bieten soll. Der Entwurf für den Neubau des fast 300 Quadratmeter großen Beckens sieht dabei Bereiche vor, je nach Alter der Kinder. Im vorderen Teil ist das etwa 60 Quadratmeter große Kleinstkinderbecken für anderthalb- bis dreijährige Kinder. An einem Randbereich ist das rund 90 Quadratmeter große Planschbecken für drei- bis siebenjährige Kinder geplant.
Neubau wird teurer
Den größten Bereich nimmt der Wasserspielplatz mit einer Fläche von etwa 144 Quadratmetern ein. Hier können Kinder zwischen fünf und 13 Jahren unter anderem mit Spritzkanonen Fontänen, Vulkandüsen und Wasserblumen spielen. Und um für ausreichend Schatten zu sorgen, kommen Sonnensegel zum Einsatz. Im benachbarten neuen Technikgebäude befinden sich künftig zudem ein Sanitärbereich mit Toiletten, Waschgelegenheit, Außendusche und Wickeltisch-Kombination.
Im Laufe des Baus haben sich nach Worten von Bürgermeister Finkler bereits Mehrkosten von rund 600.000 Euro ergeben. Die Sanierung des Planschbeckens soll nun voraussichtlich 2,8 Millionen Euro kosten. Hierfür erhält die Stadt zudem eine Förderung aus dem „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ aus dem Bund-Länder-Investitionspakt von 2022 in Höhe von 495.000 Euro. (pte)