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Bremen in der Vorreiterrolle: Erstmals eine Frau im Männerteam

Дата публикации: 02-08-2026 11:44:01

Das gab es noch nie: Die Bremen Dockers setzten, wenn auch aus Personalmangel, erstmals eine Frau im Männerteam der 2. Bundesliga ein. Und Luisa Kieschnick hat nicht nur mitgespielt, sie war auch erfolgreich.

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Das gab es noch nie: Die Bremen Dockers setzten, wenn auch aus Personalmangel, erstmals eine Frau im Männerteam der 2. Bundesliga ein. Und Luisa Kieschnick hat nicht nur mitgespielt, sie war auch erfolgreich.

Erfolgreiches Debüt: Luisa Kieschnik im Einsatz für die Bremen Dockers in der 2. Bundesliga.

Erfolgreiches Debüt: Luisa Kieschnik im Einsatz für die Bremen Dockers in der 2. Bundesliga. privat

Der Anlass war simpel, die Auswirkungen könnten den Baseball in Deutschland nachhaltig verändern: Aufgrund des Ausfalls mehrerer Stammspieler setzten die Bremen Dockers im letzten Heimspieltag der regulären Saison gegen die Hamburg Knights als erste Mannschaft in der 2. Baseball-Bundesliga Nord eine Frau ein. Dockers-Pressewartin Luisa Kieschnick debütierte bei der Schlammschlacht im Fritz-Schütt-Stadion und überzeugte nicht nur das Publikum oder ihre Mitspieler. "Ich habe es noch nicht erlebt, dass eine Frau in der zweiten Baseball-Bundesliga auf dem Platz steht", freute sich auch Trainer Fabrizio Cagliani. "Auf der einen Seite natürlich traurig, dass es jetzt erst dazu kam", erklärte er, "aber auf der anderen bin ich glücklich, dass wir die ersten sein durften."

Gleich vier Stammspieler aus dem Infield fehlten urlaubsbedingt, sodass der Trainer beinahe den kompletten Kader hatte umstellen müssen – und die 21-Jährige zu ihrer Premiere kam. "Frauen sind tatsächlich in allen deutschen Baseball-Ligen erlaubt, aber eher untypisch", sagte Luisa Kieschnick. "Gerade in den Bundesligen haben wir das zuvor auch noch nicht gesehen. Die meisten Frauen spielen irgendwann Softball. Mir macht Baseball aber einfach mehr Spaß."

Alberto Orti Roig übernahm zunächst den Wurfhügel, ließ keine Läufer zu und machte den Gästen das Leben schwer. Roig ließ keinen einzigen Lauf zu, nach sechs Innings führten die Dockers mit 6:0. Dann übernahm Alex Reil, der eine solide Leistung abrief und nur einen Punkt der Gäste zuließ. Nach einer kurzen Regenpause endete das erste Spiel schließlich mit 6:1 für die Gastgeber. "Wir haben zwar gewonnen, aber nur drei Hits sammeln können", resümierte Cagliani, "gegen eine Mannschaft wie die Knights ist das einfach zu schlecht." Ihm hätten zwar einige wichtige Spieler gefehlt", erläuterte der Bremer Coach, "das ist für die anderen Spieler aber kein Grund, eine Pause zu machen. Alle haben das Potenzial, es wurde heute aber nicht abgerufen, und das frustriert mich extrem."

Ich hoffe, dass wir schon bald deutlich mehr Frauen in der ersten und zweiten Bundesliga sehen werden.

Luisa Kieschnick

Die Standpauke sollte ihre Wirkung nicht verfehlen, in der zweiten Begegnung des Tages stellten die Dockers ihre Qualität eindrucksvoll unter Beweis. Zwar musste Pitcher Michael Bockhop im ersten Inning zwei Hamburger Punkte zulassen, doch schon bald führte seine Mannschaft bereits mit 6:2. Nach zwei unspektakulären Innings und mehreren Wechseln bei den Gästen wurde es im fünften Inning noch einmal spannend: Bremen schaffte zwei Runs, Hamburg einen, und im sechsten Durchgang legten die Dockers noch einen weiteren drauf. Am Ende stand aber nicht der souveräne 9:3-Erfolg im Mittelpunkt, sondern die glückliche Debütantin der Bremen Dockers.

"Ich bin unendlich stolz auf Luisa", gratulierte Fabrizio Cagliani. "Erst mal hat sie zwei unglaublich starke Spiele gespielt, sah souverän an der Platte beim Schlag aus, war in der Defensive eine Bank und hat sich am Ende auch noch mit ihrem ersten Hit belohnt, besser kann ein Debüt nicht laufen." Nun hoffen die Bremer, dass ihre Maßnahme nachhaltig Wirkung hinterlässt. In der Bundesspielordnung stehe ausdrücklich geschrieben, dass in den "Baseball- und Softballligen in Deutschland sämtliche Geschlechter gleichermaßen zugelassen" seien. "Aus meiner und der Sicht aller anderen Dockers bedeutet das, dass eine Frau unbedingt in den höchsten deutschen Spielklassen eingesetzt werden kann, sofern sie die sportlichen und formalen Voraussetzungen erfüllt", betont Luisa Kieschnick – und hofft, "dass wir schon bald deutlich mehr Frauen in der ersten und zweiten Bundesliga sehen werden".

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