Der erhoffte Befreiungsschlag am letzten Doppelspieltag der Saison ist ausgeblieben. Die Bremer BTC Rubies müssen ein Jahr nach dem geglückten Aufstieg in die 2. Bundesliga wieder zurück in Liga drei.
Der erhoffte Befreiungsschlag am letzten Doppelspieltag der Saison ist ausgeblieben. Die Bremer BTC Rubies müssen ein Jahr nach dem geglückten Aufstieg in die 2. Bundesliga wieder zurück in Liga drei.
Das Projekt zweite Liga endet mit dem Abstieg in die dritte: Rubies-Manager Ronald Reichardt (l.) und Trainer Axel Finnberg. Christina Kuhaupt
Nach nur einer Saison in der zweiten Tennis-Bundesliga müssen sich die Rubies des Bremer Tennis-Clubs von 1912 wieder in die Regionalliga verabschieden. Bereits nach der 2:7-Auswärtsniederlage gegen den TK BW Aachen am Freitag war der Abstieg besiegelt. Einen 2:4-Rückstand nach den sechs Einzelpartien konnten die Rubies nicht mehr wettmachen. Am Sonntag verloren die Bremer dann zum Saisonabschluss beim LTTC Rot-Weiß Berlin deutlich mit 1:8. Lediglich Rubies-Topspieler Svyatoslav Gulin konnte sein Einzelmatch gewinnen. Die Chancen auf einen Klassenverbleib waren vor den letzten beiden Spieltagen ohnehin nur noch sehr gering. Bei zwei eigenen Siegen hätten die Bremer auch auf Schützenhilfe hoffen müssen.
In den Wochen zuvor hatte das Team von Trainer Axel Finnberg an mehreren Spieltagen – inklusive Verletzungspech – nur knapp verloren und ging dementsprechend mit einer schwierigen Ausgangssituation in die letzten beiden Begegnungen. "Wir haben im Laufe der Saison viele Match-Tiebreaks gespielt, davon aber nur sehr wenige für uns entscheiden können", ordnete Teammanager Ronald Reichardt ein. "Das waren oft nur ein paar Ballwechsel. Hätten wir da zugeschlagen, wäre die Saison womöglich ganz anders verlaufen."
Für Finnberg und Reichardt geht es jetzt an die Vorbereitungen für die Regionalliga-Saison im nächsten Jahr. Mit einer finanziellen Hypothek. Bereits vor dem letzten Spieltag war unklar, ob man die Topspieler für ihren Einsatz wird entlohnen können. "Unsere Chancen auf den Klassenerhalt am letzten Spieltag waren ohnehin nur noch sehr gering", erklärte Reichardt. "Deshalb haben wir uns entschieden, die Kosten für Egor Gerasimov zu sparen und einem unserer Jungspieler Einsatzzeit zu ermöglichen." Insgesamt sei die zweite Bundesliga so stark aufgestellt gewesen, dass die Rubies mit dem eigenen Kader an ihre Grenzen stießen, wie der Teammanager zugab. Die Topspieler zu schonen oder deren Kosten zu sparen, kam nicht infrage. Mit Blick auf die kommende Spielzeit stehen die Verantwortlichen nun also vor der Aufgabe, den bestmöglichen Kader im Einklang mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten zusammenzustellen, um den direkten Wiederaufstieg ins Auge fassen zu können.
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