Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Die Batterie der Superlative – im Fricktal entsteht ein Stromspeicher, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat

Дата публикации: 20-07-2026 03:30:00

Der Aargauer Unternehmer Marcel Aumer baut in Laufenburg einen riesigen Batteriespeicher mitsamt einem KI-Rechenzentrum der Superklasse. Kann das gutgehen?

Основное содержимое страницы с новостью.

Der Aargauer Unternehmer Marcel Aumer baut in Laufenburg einen riesigen Batteriespeicher mitsamt einem KI-Rechenzentrum der Superklasse. Kann das gutgehen?

David Vonplon, Silas Zindel (Bilder), Laufenburg

20.07.2026, 05.30 Uhr


Um zehn Uhr morgens liegt die Hitze bereits schwer in der Baugrube. Über 30 Grad zeigt das Thermometer, doch unten im Loch läuft die Arbeit auf Hochtouren. Auf der einen Seite schaufeln Bagger die letzten Reste Erde weg, daneben treiben Bohrspezialisten 30 Meter lange Erdanker in die Wände. Auf der anderen Seite wächst der Bau bereits in die Höhe: 20 Meter hohe Säulen aus Beton ragen aus der Grube. Zwischen ihnen sollen künftig riesige Wannen platziert werden, gefüllt mit einer Flüssigkeit, in der Strom gespeichert wird.

Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen

NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.

Bitte passen Sie die Einstellungen an.

Auf der Baustelle in Laufenburg im Fricktal ist alles eine Nummer grösser als sonst. Die Fläche misst knapp drei Fussballfelder, das Betonfundament ist 1,4 Meter dick, die Fugen, die temperaturbedingte Ausdehnungen ausgleichen sollen, sind über einen Meter breit. Selbst die Dimensionen, die sonst nur Statiker interessieren, bekommen etwas Monumentales. Hier, gleich an der deutschen Grenze, entsteht ein Batteriespeicher, wie es ihn in dieser Form und Grösse bis jetzt weltweit nicht gibt.

Marcel Aumer, Gründer und CEO des Aargauer Unternehmens Flexbase und treibende Kraft hinter dem Milliardenprojekt, bewegt sich in hohem Tempo durch die Baustelle. Mit ihm Schritt zu halten, ist eine Herausforderung. Seinen technischen Ausführungen zu folgen, nicht weniger. Er spricht in rascher Abfolge von Vanadium-Tanks, Cell-Stacks, Schwarzstartfähigkeit und der «Energiebank für die Schweiz», die er schaffen wolle. Dabei vermittelt er stets den Eindruck, dass er alles im Griff hat. «Wir sind im Zeitplan, die wichtigsten Arbeiten sind erledigt», sagt er.

In Laufenburg entsteht ein Knotenpunkt, ein neues Technologiezentrum mit der weltweit grössten Batterie und einem KI-Rechencenter.

In Laufenburg entsteht ein Knotenpunkt, ein neues Technologiezentrum mit der weltweit grössten Batterie und einem KI-Rechencenter.

© Silas Zindel für NZZ / Silas Zindel

© Silas Zindel für NZZ / Silas Zindel

Links: Marcel Aumer, Gründer und CEO des Unternehmens Flexbase. Rechts: ein Bagger bei der Arbeit.

Bis 2032 soll hier eine Batterie in Betrieb sein, die im Vollausbau während ein bis zwei Stunden bis zu 1,2 Gigawatt Leistung ins Stromnetz einspeisen kann – gleich viel wie das Kernkraftwerk Leibstadt. Ihre Speicherkapazität von 2,1 Gigawattstunden würde reichen, um die Haushalte der Stadt Zürich rund einen Tag lang mit Strom zu versorgen. «Die bislang grösste vergleichbare Anlage steht in China», sagt Aumer. «Sie erreicht bei Leistung und Kapazität aber nur ungefähr die Hälfte unserer Anlage.»

Ende 2028 soll der Rohbau des Technologiezentrums stehen. Anschliessend sollen in rascher Kadenz die Batterie, das Rechenzentrum für künstliche Intelligenz sowie ein Campus mit Büros und Laboren installiert werden. Hinzu kommt eine Fassade mit Tausenden Solarpanels: Mit einer Fläche von 11 000 Quadratmetern könnte sie zu einer der grössten Photovoltaikanlagen an einer Aussenwand in der Schweiz werden. Der Strom daraus soll das KI-Rechenzentrum und den Batteriespeicher versorgen.

Schafft Aumer es, seinen Traum zu verwirklichen, straft er all jene Lügen, die behaupten, die Schweiz könne keine Grossprojekte mehr stemmen. Noch ist seine Vision aber nicht mehr als ein gewaltiges Versprechen. In zentralen Punkten bleibt das Projekt schwer durchschaubar: Woher die Milliarden kommen für die Investitionen in Batterie, Rechenzentrum und Campus, ist auch jetzt, da bereits die Bagger aufgefahren sind, nicht bekannt. Und auch die Batterie selbst ist noch nicht definitiv bestellt: Mit dem britisch-kanadischen Anbieter Invinity besteht vorerst bloss ein Partnerschaftsvertrag, der die Planung regelt. Das Grossprojekt im Fricktal ist nicht nur eine Baustelle, sondern auch eine Blackbox.

Knotenpunkt der Energiewende

Wenn Aumer aus dem Fenster seiner Kommandozentrale blickt, dort, wo früher die Netzgesellschaft Swissgrid ihren Hauptsitz hatte, sieht er nicht nur den riesigen Bauplatz. Er überblickt ein Netz aus Transformatoren, Schaltzentralen und Hochspannungsleitungen, die in alle Richtungen weggehen. Das ist der «Stern von Laufenburg».

Er stammt aus einer Zeit, als die Schweiz noch grosse Würfe wagte: Hier wurden 1958 die Stromnetze der Schweiz, Deutschlands und Frankreichs zusammengeschaltet, seither gilt Laufenburg als Ursprung des europäischen Verbundnetzes. Noch heute laufen hier 41 Grenzleitungen zusammen. «Als ich hörte, dass das Areal frei wird, war klar: Das ist mein Standort», sagt Aumer. «So etwas gibt es kein zweites Mal.» Nun soll der historische Knotenpunkt des europäischen Stromnetzes zum Knotenpunkt der Energiewende werden.

Mit Strom und Rechenzentren beschäftigt sich Aumer seit Jahrzehnten. Ursprünglich absolvierte er eine Lehre als Elektroinstallateur, später arbeitete er an Speicher- und Netzwerklösungen für grosse Energieversorger wie Axpo. «Ich habe in meiner Laufbahn schon sieben Rechenzentren und über 200 Batteriespeicher gebaut», sagt er. Nach und nach sei ihm klargeworden, dass es beim Strom ein Problem gibt. Weil der Verbrauch mit Wärmepumpen, Elektroautos und Rechenzentren steigt. Und weil Sonne und Wind Strom nicht dann liefern, wenn er gebraucht wird. Genau dort setzt Aumer an. «Unser Speicher hilft, die enormen Schwankungen im Stromnetz zu glätten.»

Gerät das Netz aus dem Gleichgewicht, soll Aumers Riesenbatterie einspringen. Verrechnen sich Elektrizitätswerke bei ihren Produktionsprognosen und fehlt kurzfristig Strom, kann der Speicher Ausgleichsenergie liefern. Es ist ein Geschäft, das in den vergangenen Jahren immer lukrativer und grösser wurde. Zugleich kann die Batterie überschüssigen Strom aufnehmen, der tagsüber anfällt, und ihn abends oder nachts wieder abgeben. Der direkte Anschluss an die Höchstspannungsleitungen nach Frankreich und Deutschland ist für Aumer ein entscheidender Vorteil: «Ich kann damit nicht nur in der Schweiz arbeiten, sondern auch grenzüberschreitend», sagt er. So könne er das Geschäft breiter abstützen und ein Klumpenrisiko vermeiden.

Künftig sollen hier riesige Wannen stehen, gefüllt mit einer Flüssigkeit, in der Strom gespeichert wird.

Künftig sollen hier riesige Wannen stehen, gefüllt mit einer Flüssigkeit, in der Strom gespeichert wird.

© Silas Zindel für NZZ / Silas Zindel

© Silas Zindel für NZZ / Silas Zindel

© Silas Zindel für NZZ / Silas Zindel

Links: Arbeiten am Betonfundament. Rechts: Rolle mit Stahlkabeln, die in die Wände eingelegt werden.

Auch zwei andere Energieversorger haben in den vergangenen Monaten grosse Batterieprojekte auf Schweizer Gebiet lanciert – und sich dafür Netzanschlusskapazitäten bei Swissgrid gesichert. Alpiq plant in der Nähe des Kernkraftwerks Gösgen eine Grossbatterie, BKW will am Standort Mühleberg einen Speicher bauen, dessen Leistung in der gleichen Grössenordnung liegt wie das frühere AKW am selben Standort.

Keines dieser Projekte erreicht jedoch auch nur annähernd dieselbe Leistung wie die geplante Batterie in Laufenburg. Zugleich erfüllt der Batteriespeicher von Aumer noch einen zweiten Zweck: Er soll das Rechenzentrum für künstliche Intelligenz (KI) stützen, das in den Stockwerken über der Batterie geplant ist. KI-Rechenzentren unterscheiden sich stark von herkömmlichen Rechenzentren. Sie sind auf Hochleistungsrechnen und maschinelles Lernen ausgelegt. Statt vor allem herkömmliche Rechner zu betreiben, arbeiten dort grosse Cluster aus Hochleistungschips parallel an KI-Modellen. Das führt zu einer enormen Leistungsdichte und raschen Lastwechseln.

Genau hier soll die Batterie helfen. Sie dient nicht nur als Notstromreserve, sondern als Puffer zwischen Rechenzentrum und Stromnetz. Wenn die Rechenleistung plötzlich steigt, kann der Speicher Lastspitzen abfedern. Sinkt sie, glättet er den Übergang. Anfangs sei das Konzept auf Skepsis gestossen, betont Aumer. «Man sagte mir: ‹Du bist wahnsinnig, du baust eine Bombe unter das Rechenzentrum.›» Inzwischen werde die Kombination von Batteriespeicher und leistungsstarken KI-Rechenzentren weltweit eingesetzt. «Ich kann nicht innerhalb von Millisekunden mit dreistelligen Megawatt-Zahlen ins Netz hinein- und herausgehen, ohne dass das einen Schlag ins Netz gibt.»

Aumer setzt nicht auf die heute verbreiteten Lithium-Ionen-Batterien, sondern auf die sogenannte Redox-Flow-Technologie. Dabei wird Strom nicht in festen Batteriezellen gespeichert, sondern in einer Flüssigkeit, die gelöstes Vanadium enthält und in grossen Tanks lagert. Beim Laden und Entladen wird diese Flüssigkeit durch Zellstapel gepumpt, wo chemische Energie in elektrische Energie umgewandelt wird – oder umgekehrt. Vereinfacht gesagt: Die Tanks bestimmen die Speicherkapazität, die Zellstapel die Leistung.

Aumer sieht darin klare Vorteile. Zwar sei der Wirkungsgrad etwas tiefer als bei modernen Lithium-Ionen-Batterien. Dafür müsse Redox-Flow nicht aktiv gekühlt werden. Zudem bestehe die Elektrolytflüssigkeit zu rund 75 Prozent aus Wasser und sei deshalb nicht brennbar.

Der Unternehmer Marcel Aumer: «Man sagte mir: ‹Du bist wahnsinnig, du baust eine Bombe unter das Rechenzentrum.›»

Der Unternehmer Marcel Aumer: «Man sagte mir: ‹Du bist wahnsinnig, du baust eine Bombe unter das Rechenzentrum.›»

© Silas Zindel für NZZ / Silas Zindel

Hier soll der «Hotspot der modernen Energiegeschichte» entstehen: Drohnenaufnahme der Baustelle in Laufenburg.

Hier soll der «Hotspot der modernen Energiegeschichte» entstehen: Drohnenaufnahme der Baustelle in Laufenburg.

© Silas Zindel für NZZ / Silas Zindel

Auch bei der Lebensdauer sieht Aumer Vorteile. Während Lithium-Ionen-Batterien nach zehn bis zwölf Jahren ersetzt werden müssten, rechnet er bei Redox-Flow mit mindestens 25 Jahren Betriebszeit. Danach müssten die Membranen in den Zellstapeln ausgetauscht werden, nicht aber die ganze Batterie. Auch das Vanadium lasse sich wiederverwenden – etwa in der Stahlindustrie oder wieder in einer neuen Redox-Flow-Anlage.

ETH-Professor ist skeptisch

In der Fachwelt werden diese Einschätzungen nicht überall geteilt. «Redox-Flow-Batterien beruhen auf einer Technologie, die sich im Markt bisher nie breit durchsetzen konnte», sagt Tobias Schmidt, Professor für Energie- und Technologiepolitik an der ETH Zürich. Der Grund sei offensichtlich: Kostenseitig hätten sie mit Lithium-Ionen-Batterien nicht mithalten können.

Schmidt sieht keinen Hinweis darauf, dass sich dies ausgerechnet in Laufenburg ändern sollte. Im Gegenteil: Getrieben vom Boom der Elektromobilität und vom Aufbau riesiger Batteriefabriken seien die Kosten von Lithium-Ionen-Batterien stark gefallen – und dürften weiter sinken. Die Innovationsdynamik sei dort viel grösser als bei Redox-Flow.

Auch verliere Redox-Flow beim Speichern und Entladen mehr Energie. «In einem Markt, in dem Speicher gegeneinander konkurrieren, ist das entscheidend», sagt er. Hinzu komme, dass Lithium-Ionen-Batterien sehr schnell reagieren könnten und gerade für kurzfristige Lastschwankungen gut geeignet seien. Rechenzentren setzten deshalb üblicherweise auf Lithium-Ionen-Systeme. Zudem sei die Elektrolytflüssigkeit nicht völlig harmlos. Sein Fazit fällt hart aus: «Ich bin erstaunt, dass man sich für eine Technologie entscheidet, die aus meiner Sicht eigentlich verloren hat.»

Aumer ärgert diese Kritik. Rechnen könne er auch, entgegnet er. Und er verweist darauf, dass sich die Technologie in Asien bewährt hat. Dort stünden grosse Flüssigbatterieanlagen schon seit Jahren im Einsatz. Gerade bei hoher Belastung, wie sie in einem Rechenzentrum entstehe, müssten Lithium-Ionen-Batterien nach wenigen Jahren ersetzt werden. «Wohin gehen diese grossen Batteriemengen nachher?»

Zwanzig Meter tief und fast drei Fussballfelder lang: Baugrube in Laufenburg.

Zwanzig Meter tief und fast drei Fussballfelder lang: Baugrube in Laufenburg.

© Silas Zindel für NZZ / Silas Zindel

Kritische Fragen zum Projekt in Laufenburg kommen mittlerweile auch aus der Politik. So fordert der Mitte-Ständerat Benedikt Würth mehr Transparenz beim Milliardenprojekt – schliesslich gehe es hier um einen systemkritischen Anschluss an der Hauptschlagader der Schweizer Stromversorgung. «Wer dort mit einer Anlage von 800 Megawatt in einer ersten Phase und später womöglich mit 1,2 Gigawatt angeschlossen wird, muss mehr offenlegen als nur technische Anschlussdaten», sagt der St. Galler Politiker. In einer Interpellation bemängelt Würth die fehlende Transparenz über die Geldgeber hinter dem Projekt: «Unbekannt sind nicht nur die offenbar finanzstarken Privatinvestoren, unbekannt sind auch die wirtschaftlichen und strategischen Interessen, die dahinterstehen, sowie die genaue Herkunft des Kapitals.»

Investoren scheuen die Öffentlichkeit

Aumer selber gibt nur wenige Informationen zur Finanzierung seines Projekts preis. Er belässt es bei der Aussage, dass es sich um Investoren aus der DACH-Region handle, darunter befänden sich mehrere potente Family-Offices. «Diese Leute wollen nicht, dass ihr Engagement publik wird, zumal es sich um sehr hohe Summen handelt.» Auf die Frage, welche Investitionen das Projekt erfordert, bleibt Aumer vage: «Es sind mehr als zwei Milliarden, aber weniger als fünf Milliarden Franken.»

Ständerat Würth reichen diese Antworten nicht. Er weist in seiner Interpellation darauf hin, dass systemrelevante Akteure der Stromwirtschaft von Schweizern beherrscht werden müssten. Das gelte für die Netzbetreiberin Swissgrid ebenso wie für die grossen Schweizer Stromkonzerne und die Verteilnetzbetreiber. «Ob Flexbase auch von Schweizern beherrscht wird, wissen wir jedoch nicht.» Das müsse sich ändern – schliesslich handle es sich dabei um einen potenziell systemrelevanten Grossspeicher.

Der Politiker bezweifelt zudem, dass die technische Sicherheit des Projekts sorgfältig genug geprüft wurde. «Batterien von dieser Grösse sind nicht ohne Risiko. Wer das Netz stabilisieren kann, der kann es durch unsachgemässen Betrieb auch destabilisieren», betont Würth. Er fordert eine Bewilligungspflicht für den Anschluss von solchen Batteriespeichern durch die Bundesbehörden.

Er steht eigentlich immer unter Strom: der Unternehmer Marcel Aumer.

Er steht eigentlich immer unter Strom: der Unternehmer Marcel Aumer.

© Silas Zindel für NZZ / Silas Zindel

Ein Bauarbeiter verlegt Armierungseisen.

Ein Bauarbeiter verlegt Armierungseisen.

© Silas Zindel für NZZ / Silas Zindel

Die Netzbetreiberin Swissgrid hat erst Anfang Jahr den Anschluss mit einer Leistung von 800 Megawatt ans Höchstspannungsnetz für die erste Ausbauphase der Grossbatterie in Laufenburg genehmigt. Die Netzbetreiberin steht dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber: Speicher könnten helfen, erneuerbare Energien besser zu integrieren und die Spannung im Netz zu stabilisieren, sagt der Sprecher Noël Graber. Swissgrid bestätigt Würths Befürchtungen allerdings zumindest teilweise: Der Betrieb eines Speichers in dieser Grösse könne den stabilen Betrieb des Stromsystems gefährden, sagt Graber. Schon die erste Anschlussphase von 800 Megawatt sei für das Übertragungsnetz «sehr relevant». Mit zunehmender Leistung steige die technische Komplexität – und auch das Risiko, das ein ungeplanter Ausfall für den Netzbetrieb bedeuten könne.

Positive Signale kommen dagegen vom Energieminister Albert Rösti. Er hat sich unlängst persönlich von Aumer und seinen Mitstreitern über das Projekt informieren lassen. «Solche Projekte helfen mit, dass wir den Solarstrom, der gerade jetzt auf Volltouren produziert wird, nutzen können, wenn er tatsächlich gebraucht wird», erklärt er gegenüber der NZZ. Genauso, wie sich auch Hausbesitzer mit einer Solaranlage auf dem Dach eine Batterie anschaffen sollten, seien eben auch solche Grossanlagen für die Stromversorgung von Bedeutung.

Marcel Aumer jedoch will möglichst wenig mit dem Staat zu tun haben. Um Subventionen für seine Grossbatterie hat er gar nicht erst ersucht. «Wenn man Geld von einer Bank will, muss man Sicherheiten liefern und alles bis ins letzte Detail dokumentieren. Beim Bund und Kanton ist das ähnlich. Darum ist eine staatliche Unterstützung für uns derzeit kein Thema.» Man gehe nun eins nach dem anderen an. Was sich sofort lösen lasse, werde sofort erledigt. Kompliziertere Fragen lege man erst zur Seite und nehme sie später wieder auf. «Die Schweiz hat schon ganz andere Dinge gebaut», sagt er. Die Jungfraubahn, grosse Wasserkraftwerke, den «Fressbalken» in Würenlos. Wenn man es nicht probiere, wisse man nicht, ob es auch funktioniere.

Besen, Rechen und andere Werkzeuge auf der Baustelle.

Besen, Rechen und andere Werkzeuge auf der Baustelle.

© Silas Zindel für NZZ / Silas Zindel

Matthias Niklaus

22.07.2026

Beeindruckendes Projekt. Ob die Politik sich einmischen sollte, würde ich in Frage stellen. Klar, Sicherheit für Bevölkerung und Umwelt sollte sichergestellt und von den technisch kompetenten offiziellen Instanzen geprüft werden, aber grundsätzlich sollte freie Hand garantiert werden, sonst erstickt man alle Projekt der Industrie schon in der Anfangsphase. Ich finde es mutig und zukunftsträchtig was hier gebaut wird. Das verdient volle Unterstützung.

Peter Dransfeld

20.07.2026

3 Empfehlungen

Herr Aumer macht alles richtig. Er wird mit Schweizer Wasserkraft zum Ausgleich der (Tages-) Lastspitzen nicht mithalten können. Seine Vanadium Redoxflow Batterien haben unter Vollast Verluste von etwa 30%. Aber in Deutschland wird er reissenden Absatz und gute Preise finden. Musk hatte schlecht regelbare Kraftwerke im Sinn. Wasserkraft gehört nicht dazu. Ein anderer Aspekt ist der Jahresgang. In Ländern, wie denen des Sahel Gürtel, scheint die Sonne ganzjährig nahezu jeden Tag gleich viel, da muss man nur die Nacht überbrücken und hat dann an 365 Tagen Strom rund um die Uhr. Redoxflow könnte diese Länder zu industriellen Schwergewichten machen, Bauxit beispielsweise hat es dort in riesigen Mengen.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Revolution fürs Stromnetz: Weltgrößte Flüssigbatterie entsteht011.1601-07-2026
2Federal government to turn a Kentucky uranium plant into an AI data center and gas power complex07.9630-07-2026
3Oberösterreichs größter Strom-Batteriespeicher läuft jetzt in Timelkam0520-07-2026
4Крупнейшее в мире хранилище для возобновляемой энергии построят в США0031-05-2019
5Mega data centers de IA: qué propone el “Súper RIGI” y cómo otros países buscan atraer estas inversiones0702-06-2026
6Energy firm proposes battery storage near Wichita County line0524-06-2026
7«Дочка» «Транспорта будущего» вложит около миллиарда в производство аккумуляторов0523-02-2026
8В России могут появиться спецэнергозоны для искусственного интеллекта2619-02-2026
9Пока Илон Маск убеждает инвесторов вкладывать миллиарды в проект Gigasat ...08.7927-07-2026

Классификация: Пресс-релизы. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 10.95. Источник: www.nzz.ch.