Während Brüssel Ausnahmen für den AI Act findet und sich in Paragrafen verliert, schreiben US-Konzerne wie Microsoft und Palantir Milliardengewinne. Die wichtigsten KI-News der Woche.

Europa verzettelt sich im AI Act: Der Fluch der Ausnahmen. Foto: Luisa Bomke / GPT Image 2 und Gemini Flash
Wenn Sie nur wenig Zeit haben, liebe Leserinnen und Leser,
dann sollten Sie in dieser Woche einmal den Kopf aus dem Gesetzeswust des AI Acts heben. Denn während Europas KI-Gesetze immer kleinteiliger formuliert und ihre Ausnahmen immer absurder werden, fahren die amerikanischen Tech-Konzerne Milliardengewinne ein.
Warum das wichtig ist: Europa verzettelt sich in der Regulierung, obwohl der Kontinent bei Künstlicher Intelligenz (KI) dringend aufholen müsste. Jüngstes Beispiel dafür ist die am Sonntag in Kraft getretene Kennzeichnungspflicht. Nach dieser müssen Unternehmen KI-Chat- und Sprachassistenten klar kennzeichnen. Das gleiche gilt für Videos, Bilder und Texte, die mit KI erstellt oder überarbeitet wurden.
Das Label „KI-generiert“ wird Ihnen künftig also häufiger begegnen. Wie prominent der Hinweis sein muss? Das bleibt offen.
Die Verordnung soll sogenannte Deepfakes und KI-Manipulation deutlicher machen. Eigentlich eine sinnvolle Maßnahme, doch werden sich Kriminelle nicht daran halten. Das zeigt ein aktueller Fall, der auch uns betrifft: Derzeit kursiert ein Video, in dem behauptet wird, Bundeskanzler Friedrich Merz trete nach Handelsblatt-Informationen zurück. Dieses Video ist gefälscht.
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